Karl-Feuerstein-Stiftungsprofessur
Prof. Dr. med. Martin Schmelz
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Die Karl-Feuerstein-Stiftungsprofessur wurde im Andenken an Herrn Karl Feuerstein, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Daimler Benz AG von 1989 bis 1999, durch den Daimler-Fonds
gestiftet. Die Stiftungsprofessur wurde zum 15.11.2002 erstmalig mit Prof. Martin Schmelz besetzt.
Im Zentrum dieser Forschungsprofessur stehen die Mechanismen, die zu chronischen Schmerzen führen. Als eine wesentliche Ursache nehmen wir dabei die dauerhafte Überempfindlichkeit von Nervenzellen an, die für die Schmerzentstehung verantwortlich sind.
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Bei unseren Untersuchungen orientieren wir uns daran, welche Mechanismen den vermutlich größten Einfluss auf die chronischen Schmerzen der Patienten haben. Um diese klinische Relevanz sicherzustellen, müssen unsere Ergebnisse aus dem einzelnen Experiment auf Schmerzpatienten übertragbar sein.
Bei der Übertragbarkeit der Ergebnisse sind aber zwei Hürden zu meistern:
- die Unterschiede zwischen den untersuchten Spezies, aber natürlich auch zwischen gesunden Versuchspersonen und Patienten mit chronischen Schmerzen,
- unterschiedliche Reaktionsmuster von einzelnen Zellen, Geweben und der Verarbeitung im zentralen Nervensystem.
Um die Übertragbarkeit unserer Ergebnisse zu optimieren, entwickeln wir Untersuchungsmethoden, die sowohl bei Nagetieren, großen Versuchstieren, gesunden Probanden als auch bei Schmerzpatienten in ähnlicher Weise eingesetzt werden können. Andererseits verbinden wir die Forschung auf der Einzelzell- und Gewebsebene mit Untersuchungen der Verarbeitungsmechanismen im zentralen Nervensystem. Dieser Forschungsansatz wird auch als „translationale“ Schmerzforschung bezeichnet.
Als Grundlage für eine erfolgreiche translationale Schmerzforschung halten wir folgende Aspekte für wesentlich:
- kontinuierliche Überprüfung unserer Konzepte und Forschungsschwerpunkte auf ihre klinische Relevanz,
- Aufrichtigkeit hinsichtlich der Grenzen und Defizite unserer Forschungsansätze und -ergebnisse,
- Aufrichtigkeit hinsichtlich der Implikationen unserer Grundlagenforschung für den individuellen Nutzen der Patienten,
- offene Kommunikation und Kooperationen mit Klinikärzten, anderen Grundlagenforschern und der Industrie.
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