Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Studienregister für Urologie

26. Juli 2012

Klinische Studien sind für den medizinischen Fortschritt unerlässlich: Ob neues Medikament, neue Behandlungsmethode oder neue Operationstechnik, ehe sie zum regelmäßigen Einsatz kommen, müssen Wirksamkeit und Risiken überprüft werden. Seit 2010 betreibt die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ein nationales Register, in dem urologische Studien aus Deutschland erfasst werden.

Jetzt hat das DGU-Studienregister durch eine Anbindung an das Deutsche Register Klinischer Studien (DRKS), eine deutliche Aufwertung erfahren. Durch die unmittelbare Verbindung mit dem DRKS erfüllen alle über das DGU-Register angemeldeten Studien die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und werden automatisch in das globale ICTRP-Metaregister der WHO übernommen.

Damit erfüllt das DGU-Studienregister die Anforderungen des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). Dieses verlangt, dass geplante klinische Studien vor Forschungsbeginn angemeldet und registriert werden müssen. Andernfalls sei eine spätere Veröffentlichung der Ergebnisse in medizinischen Fachmedien abzulehnen. Hintergrund ist der sogenannte „Publikationsbias“, die unausgewogene und statistisch verzerrte Darstellung der Forschung zu einem Thema insgesamt. Indem unerwünschte oder nicht-signifikante Ergebnisse einfach in Schubladen verschwinden, werden Berichterstattung und Überblick über die tatsächliche Forschung zu dem Thema verzerrt. Dem wirkt die ICMJE-konforme prospektive Registrierung klinischer Studien entgegen.

Siehe auch unsere Seite zu Klinische Studien.

[via IDW - leicht abgeänderte und gekürzte Fassung]

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