Was ist Koloproktologie
Koloproktologie
Die Koloproktologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Enddarmes.
Das gesamte Spektrum der Koloproktologie wird im Klinikum Mannheim durch die
Chirurgische Klinik in Zusammenarbeit mit der
Abteilung für Endoskopie und dem
Enddarmzentrum Mannheim
abgedeckt. Die Behandlung erfolgt durch ein Team von Fachärzten mit
langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet.
Haben Sie Fragen zu
Erkrankungen des Enddarmes und deren Behandlung?
Leiden Sie an einer chron. entzündlichen Darmerkrankung mit analen
Problemen?
Haben Sie Fragen zur kolo-proktologischen Sprechstunde?
Die koloproktologische Sprechstunde der Chir. Klinik findet Donnerstag von
13:00 bis 16:00 Uhr statt. Sie werden betreut von Prof. P. Kienle und Frau Dr.
B. Weiß. Die Diagnostik und Behandlung erfolgt in
Zusammenarbeit mit der
Abteilung für Chir. Endoskopie und dem
Enddarmzentrum
Mannheim
Möchten Sie einen Termin vereinbaren?
Wenden Sie sich bitte an die Anmeldung der Endoskopie zur Terminabsprache
Tel.: 0621 383-2625 oder E-mail.
endoskopie@verw.ma.uni_heidelberg.de oder Tel.: 0621 383-1501.
Ansprechpartner:
Leitender OA Prof. P. Kienle
oder OÄ Fr. Dr. B.
Weiß Tel.: 0621 383-3159
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Hämorrhoiden sind stark durchblutete Gefäßpolster, die zum
Verschlußapparates des Afters gehören. Erst wenn die Hämorrhoiden vergrößert
sind kann sich ein sog. Hämorrhoidalleiden entwickeln, dessen häufigste
Symptome die anale Blutung und der anale Juckreiz sind.
Die Behandlung der Hämorrhoiden besteht in erster Linie in einer
Verkleinerung des Hämorrhoidenpolsters, dies erfolgt je nach Ausprägung des
Krankheitsbildes konservativ oder in ausgeprägten Fällen auch operativ. Unter
den nicht operativen Verfahren ist der so genannten Gummiband_Ligaturbehandlung
nach Barron der Vorzug zu geben, in selteneren Fällen kann auch eine
Verödungstherapie erfolgreich sein. Bei den operativen Behandlungsmethoden
stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, der jeweilige individuelle Befund, der
durch den erfahrenen Untersucher erhoben wir , führt zur Therapieentscheidung.
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Man unterscheidet die akute von der chronischen Analfissur. Es handelt sich
um einen Riß im After, der zumeist dorsal, d.h. in Richtung zum Steißbein
lokalisiert ist. Bei der chron. Analfissur liegt eine Art Geschwür vor, das
keine Heilungstendenz mehr zeigt und aus dem sich bei fehlender Behandlung
eine z.B. eine Fistel entwickeln kann. Im Falle der chronischen Fissur ist die
Notwendigkeit zur operativen Behandlung gegeben.
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Die häufig auftretenden perianalen Abszesse entstehen in der Mehrzahl der
Fälle auf dem Boden einer Analfistel, die vom Analkanl ausgeht und durch
Anteile des Schließmuskels verläuft. Erst die Sanierung der oftmals nicht
leicht zu lokalisierenden Fistel führt zu einem dauerhaften Therapieerfolg.
Sind ausgedehnte Anteile des Schließmuskelapparats durch die Fistel
betroffen, kann unter Umständen eine Beeinträchtigung der analen Kontinenz
resultieren. Solche komplizierten Fisteln müssen sehr speziellen
Operationsverfahren zugeführt werden. In unserer Klinik kommen hierzu sowohl
so genannte fistelverschließende Operationsverfahren als auch
wiederherstellende Verfahren des Schließmuskels zum Einsatz.
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Marisken sind Hautfalten am Afterrand, die eigentlich keinen
Krankheitswert haben, aber häufg Beschwerden aus kosmetischer Sicht oder bei
der Hygiene verursachen. Je nach Ausprägung der Beschwerden kann eine
operative Behandlung angezeigt sein.
Eine Vielzahl von Ursachen kann auslösend für die Ausbildung einer analen
Inkontinenz mit komplettem oder partiellem Funktionsverlust des analen
Verschlußapparates sein. Durch eine differenzierte Diagnostik wird den
Ursachen der Inkontinenz auf den Grund gegangen und ein entsprechendes
Therapiekonzept entwickelt.
Eine hoher Prozentsatz der bösartigen Erkrankungen des
Dickdarmes ist im Enddarm lokalisiert und daher durch die Endarmspiegelung (Rektoskopie);
die von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird, zugänglich. Bei höherer
Lokalisation sollte zur Diagnostik eine komplette Dickdarmspiegelung (Coloskopie)
erfolgen. Beides sind also sehr wichtige Untersuchungen zur Früherkennung des
Darmkrebses.
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Aus Polypen (sog. Adenomen) kann sich Darmkrebs entwickeln, darum wird
jeder Polyp im Darm, auch wenn er nur zufällig entdeckt wird, entfernt und
feingeweblich untersucht. Bei großen Polypen, die nicht
bei der Endarmspiegelung mit einer sog. Schlinge entfernt werden können, kommt
ein neuartiges Operationsverfahren zum Einsatz, das nur in speziellen
Operationszentren durchgeführt wird. Es handelt sich um das TEM_Verfahren (transanale
endoskopische Mikrochirugie), eine Methode, bei der der Chirurg mithilfe einer
Kamera und von außen geführten Instrumenten im Enddarm operieren kann und
somit in ausgewählten Fällen einen Bauchschnitt vermeiden kann. Auch bei
bestimmten Frühstadien des Darmkrebses kann dieses Verfahren angewandt werden.
Seit Mai 1998 wurde das TEM_Verfahren in unserer Klinik in über 50 Fällen
durchgeführt.
Insbesondere beim M. Crohn finden sich nicht selten anale Probleme, die
durch einen erfahrenen Spezialisten, stets in enger Zusammenarbeit mit dem
betreuenden Gastroenterologen, behandelt werden sollten. Die proktologische
Sprechstunde des Klinikums Mannheim wendet sich auch an Patienten mit chron.
entzündlichen Darmerkrankungen und deren oftmals vielfältigen analen
Problemen, sei es bei Pat. mit M. Crohn oder bei der Langzeitbetreuung von
Pat., die an einer Colititis ulcerosa leiden. Bei der Behandlung der Colitis
ulcerosa ist in einigen Fällen die Entfernung des gesamten Dickdarmes
erforderlich, hierbei wird im Klinikum seit vielen Jahren ein Verfahren
durchgeführt, das die Langzeitversorgung mit einem Anus praeter vermeidet (Colonentfernung
mit sog. Pouchanlage). Auch Pat. mit einem Anus praeter werden durch die
proktologische Sprechstunde betreut.
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