Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Medizinische Fakultät Mannheim
Chirurgische Klinik
Universitätsklinikum Mannheim
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Kompetenzzentrum für Koloproktologie


Leitung: Prof. Peter Kienle

Was ist Koloproktologie

Koloproktologie

Die Koloproktologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Enddarmes. Das gesamte Spektrum der Koloproktologie wird im Klinikum Mannheim durch die Chirurgische Klinik in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Endoskopie und dem Enddarmzentrum Mannheim abgedeckt. Die Behandlung erfolgt durch ein Team von Fachärzten mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet.

Haben Sie Fragen zu Erkrankungen des Enddarmes und deren Behandlung?

Leiden Sie an einer chron. entzündlichen Darmerkrankung mit analen Problemen?

Haben Sie Fragen zur kolo-proktologischen Sprechstunde?

Die koloproktologische Sprechstunde der Chir. Klinik findet Donnerstag von 13:00 bis 16:00 Uhr statt. Sie werden betreut von Prof. P. Kienle und Frau Dr. B. Weiß. Die Diagnostik und Behandlung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Chir. Endoskopie und dem Enddarmzentrum Mannheim

Möchten Sie einen Termin vereinbaren?

Wenden Sie sich bitte an die Anmeldung der Endoskopie zur Terminabsprache Tel.: 0621 383-2625 oder E-mail. endoskopie@verw.ma.uni_heidelberg.de oder Tel.: 0621 383-1501.

Ansprechpartner: Leitender OA Prof. P. Kienle oder OÄ Fr. Dr. B. Weiß Tel.: 0621 383-3159

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Die häufigsten Enddarmerkrankungen und ihre Behandlung

Analfissur
Abszess/Fistel
Chron. entzündliche Darmerkrankungen
Darmkrebs
Darmpolypen
Hämorrhoiden
Marisken

 

Hämorrhoiden:

Hämorrhoiden sind stark durchblutete Gefäßpolster, die zum Verschlußapparates des Afters gehören. Erst wenn die Hämorrhoiden vergrößert sind kann sich ein sog. Hämorrhoidalleiden entwickeln, dessen häufigste Symptome die anale Blutung und der anale Juckreiz sind.

Die Behandlung der Hämorrhoiden besteht in erster Linie in einer Verkleinerung des Hämorrhoidenpolsters, dies erfolgt je nach Ausprägung des Krankheitsbildes konservativ oder in ausgeprägten Fällen auch operativ. Unter den nicht operativen Verfahren ist der so genannten Gummiband_Ligaturbehandlung nach Barron der Vorzug zu geben, in selteneren Fällen kann auch eine Verödungstherapie erfolgreich sein. Bei den operativen Behandlungsmethoden stehen mehrere Verfahren zur Verfügung, der jeweilige individuelle Befund, der durch den erfahrenen Untersucher erhoben wir , führt zur Therapieentscheidung.

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Analfissur

Man unterscheidet die akute von der chronischen Analfissur. Es handelt sich um einen Riß im After, der zumeist dorsal, d.h. in Richtung zum Steißbein lokalisiert ist. Bei der chron. Analfissur liegt eine Art Geschwür vor, das keine Heilungstendenz mehr zeigt und aus dem sich bei fehlender Behandlung eine z.B. eine Fistel entwickeln kann. Im Falle der chronischen Fissur ist die Notwendigkeit zur operativen Behandlung gegeben.

Abszess/Fistel

Die häufig auftretenden perianalen Abszesse entstehen in der Mehrzahl der Fälle auf dem Boden einer Analfistel, die vom Analkanl ausgeht und durch Anteile des Schließmuskels verläuft. Erst die Sanierung der oftmals nicht leicht zu lokalisierenden Fistel führt zu einem dauerhaften Therapieerfolg. Sind ausgedehnte Anteile des Schließmuskelapparats durch die Fistel betroffen, kann unter Umständen eine Beeinträchtigung der analen Kontinenz resultieren. Solche komplizierten Fisteln müssen sehr speziellen Operationsverfahren zugeführt werden. In unserer Klinik kommen hierzu sowohl so genannte fistelverschließende Operationsverfahren als auch wiederherstellende Verfahren des Schließmuskels zum Einsatz.

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Marisken

Marisken sind Hautfalten am Afterrand, die eigentlich keinen Krankheitswert haben, aber häufg Beschwerden aus kosmetischer Sicht oder bei der Hygiene verursachen. Je nach Ausprägung der Beschwerden kann eine operative Behandlung angezeigt sein.

Anale Inkontinenz: 

Eine Vielzahl von Ursachen kann auslösend für die Ausbildung einer analen Inkontinenz mit komplettem oder partiellem Funktionsverlust des analen Verschlußapparates sein. Durch eine differenzierte Diagnostik wird den Ursachen der Inkontinenz auf den Grund gegangen und ein entsprechendes Therapiekonzept entwickelt.

Darmkrebs

Eine hoher Prozentsatz der bösartigen Erkrankungen des Dickdarmes ist im Enddarm lokalisiert und daher durch die Endarmspiegelung (Rektoskopie); die von einem erfahrenen Arzt durchgeführt wird, zugänglich. Bei höherer Lokalisation sollte zur Diagnostik eine komplette Dickdarmspiegelung (Coloskopie) erfolgen. Beides sind also sehr wichtige Untersuchungen zur Früherkennung des Darmkrebses.

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Darmpolypen

Aus Polypen (sog. Adenomen) kann sich Darmkrebs entwickeln, darum wird jeder Polyp im Darm, auch wenn er nur zufällig entdeckt wird, entfernt und feingeweblich untersucht. Bei großen Polypen, die nicht bei der Endarmspiegelung mit einer sog. Schlinge entfernt werden können, kommt ein neuartiges Operationsverfahren zum Einsatz, das nur in speziellen Operationszentren durchgeführt wird. Es handelt sich um das TEM_Verfahren (transanale endoskopische Mikrochirugie), eine Methode, bei der der Chirurg mithilfe einer Kamera und von außen geführten Instrumenten im Enddarm operieren kann und somit in ausgewählten Fällen einen Bauchschnitt vermeiden kann. Auch bei bestimmten Frühstadien des Darmkrebses kann dieses Verfahren angewandt werden. Seit Mai 1998 wurde das TEM_Verfahren in unserer Klinik in über 50 Fällen durchgeführt.

 

Chron. entzündliche Darmerkrankungen

Insbesondere beim M. Crohn finden sich nicht selten anale Probleme, die durch einen erfahrenen Spezialisten, stets in enger Zusammenarbeit mit dem betreuenden Gastroenterologen, behandelt werden sollten. Die proktologische Sprechstunde des Klinikums Mannheim wendet sich auch an Patienten mit chron. entzündlichen Darmerkrankungen und deren oftmals vielfältigen analen Problemen, sei es bei Pat. mit M. Crohn oder bei der Langzeitbetreuung von Pat., die an einer Colititis ulcerosa leiden. Bei der Behandlung der Colitis ulcerosa ist in einigen Fällen die Entfernung des gesamten Dickdarmes erforderlich, hierbei wird im Klinikum seit vielen Jahren ein Verfahren durchgeführt, das die Langzeitversorgung mit einem Anus praeter vermeidet (Colonentfernung mit sog. Pouchanlage). Auch Pat. mit einem Anus praeter werden durch die proktologische Sprechstunde betreut.

 

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Verantwortlich:  M. Schlüter letzte Änderung: 28 Juli 2009 Webmaster