Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Medizinische Fakultät Mannheim
Chirurgische Klinik
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Laparoskopische Kolon-/ oder Dünndarmresektion

Rückfragen bitte an Prof. Dr. P. Kienle

Die rasante Entwicklung minimal invasiver Chirurgie ermöglichte es, nach ausreichender Erfahrung in der laparoskopischen Appendektomie sowie Cholecystektomie 1991 erstmals in der USA eine laparoskopisch assistierte sowie noch im gleichen Jahr eine komplette laparoskopische Kolonresektion durchzuführen.

Die Indikation zur laparoskopischen Operation ist insbesondere bei benignen Darmerkrankungen großzügig zu stellen. Neben der chirurgischen Therapie des Rektumprolaps, der Entfernung größerer Adenome oder Polypen stellt vor allem die Behandlung der Sigmadivertikulitis eine gute Indikation zum laparoskopischen Vorgehen dar. Die vorliegenden Studien zeigen bei gleicher Morbidität und Letalität einen verkürzten postoperativen Ileus und eine kürzere Hospitalisierungszeit . Die bereits aus der konventionellen Chirurgie bekannte Erfahrung, dass eine gedeckte Perforation die Resektion des entzündlichen Darmsegmentes schwieriger gestaltet, bestätigt sich besonders beim Einsatz laparoskopischer Techniken, dennoch sind auch solche Befunde für einen erfahrenen laparoskopischen Operateur sicher beherrschbar. Die durchschnittliche Konversionsrate liegt bei etwa 15%.

Die laparoskopische colorektale Chirurgie beim Karzinom stellt dagegen noch kein etabliertes Therapieverfahren dar und sollte deshalb außerhalb prospektiver klinischer Studien nicht eingesetzt werden.

 

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Verantwortlich:  M. Schlüter letzte Änderung: 28 Juli 2009 Webmaster