Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Medizinische Fakultät Mannheim
Chirurgische Klinik
Universitätsklinikum Mannheim
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            Transplantationszentrum Mannheim

 

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Häufig gestellte Fragen zur postmortalen Nierentransplantation

-          Wie hoch ist das Risiko an einer Nierentransplantation zu versterben?

-           Wie lange funktioniert eine transplantierte Niere?

-          Kann eine Nierentransplantation wiederholt werden?

-           Welche Nebenwirkungen können bei Einnahme von Cyclosporin auftretetn?

 

Häufig gestellte Fragen zur Lebendspende

-          Wer kann Nierenspender sein?

-          Was sind die Voraussetzungen zur Lebendspende?

-          Wie läuft die Vorbereitung zur Nierenlebendspende ab?

-          Wie hoch ist das Risiko einer Nierenlebendspende?

-          Wann findet die Transplantation statt?

-          Wie läuft die Nierenentnahme ab?

                            Laparoskopische Nephrektomie „Schlüssellochmethode“:

                       Offene Nierenentnahme über Flankenschnitt (konventionelle Methode)

-          Was muss man nach der Nierenlebendspende beachten:
-     Welche Transplantatfunktion kann ein Empfänger nach Lebendnierenspendespende erwarten?

 

 

 

Häufig gestellte Fragen zur postmortalen Nierentransplantation

 

-          Wie hoch ist das Risiko an einer Nierentransplantation zu versterben?

Die Frage zielt auf die Letalität ab. Letalität bedeutet Sterblichkeit infolge eines chirurgischen Eingriffes. Hierbei kommt es darauf an die Letalität nicht nur auf den Krankenhausaufenthalt zu beziehen. Der Krankenhausaufenthalt kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen variieren, da er von der Verlegungspraxis des jeweiligen Zentrums abhängig ist. In Mannheim liegt die 3 Monatssterblichkeit bei 0%. Das bedeutet, dass kein transplantierter Patient innerhalb der ersten 3 Monate nach dem Eingriff verstorben ist.

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-           Wie lange funktioniert eine transplantierte Niere?

Eine transplantierte Niere kann Jahrzehnte funktionieren. Die Funktion ist abhängig von der Qualität der Spenderniere, den immunologischen Vorgängen nach der Transplantation und auch der Verlässlichkeit des Patienten, mit der die Medikamente eingenommen werden. An unserem Zentrum liegen die Raten funktionierender Transplantatnieren nach Ersttransplantation von einem verstorbenen Spender bei 95% nach 3 Monaten, 89,4% nach 1 Jahr und 72,6% nach 5 Jahren.

 

-          Kann eine Nierentransplantation wiederholt werden?

Bei Versagen einer transplantierten Niere ist eine erneute Transplantation möglich. Die immunologischen aber auch die chirurgischen Anforderungen wachsen mit der Anzahl der bereits transplantierten Organe. 2., 3. und 4. Transplantationen wurden an unserem Zentrum erfolgreich durchgeführt. Eine Erfolgsgarantie kann jedoch leider nicht gegeben werden.

 

-           Welche Nebenwirkungen können bei Einnahme von Cyclosporin auftretetn?

Das Nebenwirkungsprofil von Cyclosporin umfasst Bluthochdruck, Blutfett-/Cholesterinerhöhung, Gicht, Leberschädigung, Nervenschädigung und Zahnfleischerkrankungen. Generell kann unter immunsuppressiver Therapie auch eine erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. Lungenentzündung) beobachtet werden. Die Cyclosporinwerte im Blut werden regelmäßig kontrolliert. Daher müssen transplantierte Patienten lebenslang unter fach-nephrologisch ärztlicher Kontrolle bleiben.


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Häufig gestellte Fragen zur Lebendspende

 

-          Wer kann als Nierenspender fungieren?

Verwandte 1. und 2. Grades, Ehepartner und weitere Personen, die mit dem potentiellen Organempfänger über lange Zeit offenkundig eng verbunden sind. Die Entscheidung zur Organspende trifft ausschließlich der Spender. Unter keinen Umständen darf er sich in der Entscheidung unter Druck gesetzt fühlen. Unsere Transplantationseinheit bietet Ihnen für den Entscheidungsprozess gerne Hilfe an.

 

-          Was sind die Voraussetzungen zur Lebendspende?

Allgemeine Voraussetzungen sind: Alter zwischen 18 und 65 Jahren, Gesundheit, normale Nierenfunktion. Ausschlusskriterien sind: Diabetes, Krebs, Drogenabhängigkeit, Infektionskrankheiten (Hepatitis/HIV).

 

-          Wie läuft die Vorbereitung zur Nierenlebendspende ab?

Wenn Sie einer Nierenspende zustimmen, werden Sie in der V. Medizinischen Klinik des Universitätskrankenhauses Mannheim (Nephrologie) vorbereitet. Dies beinhaltet verschiedene Blutuntersuchungen und einen allgemeinen „Check up“. Durch die gründlichen Vorbereitungen wird sichergestellt, dass für Sie eine Nierenentnahme ohne Schaden erfolgen kann. Zur vereinbarten Zeit erfolgt die stationäre Aufnahme in der chirurgische Klinik.

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-          Wie hoch ist das Risiko einer Nierenlebendspende?

Es konnte in vielen Untersuchungen gezeigt werden, dass die Spende einer Niere nur ein geringes Risiko für einen gesunden Spender darstellt. Die verbleibende Niere wird auch nach Entnahme der anderen Niere weiterhin normal funktionieren. Der Verlust einer Niere bleibt ohne gesundheitliche Folgen. Eine Nierenspende wird keinen Einfluss auf Ihre bisherigen Lebensgewohnheiten haben, eine Dauermedikation ist nicht notwendig. Das Letalitätsrisiko (Tod infolge einer Nierenentnahme beträgt 0,03 bis 0,06 %). In Mannheim ist eine Letalität bei der Spendeoperation bislang nicht aufgetreten (0%).

 

-          Wann findet die Transplantation statt?

Sobald sich ein geeigneter Spender gefunden hat, wird ein für Spender und Empfänger ein passender Termin vereinbart. Dies ist in der Regel 6 bis 8 Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme mit der nephrologischen Klinik möglich. Spender und Empfänger werden gemeinsam aufgenommen, auch der Aufenthalt im selben Zimmer ist auf Wunsch möglich.

 

-          Wie läuft die Nierenentnahme ab?

 

Die sogenannte „Nephrektomie“ bedeutet die chirurgische Entnahme einer Niere. Zwei Operationsverfahren kommen zur Anwendung:

 

Laparoskopische Nephrektomie „Schlüssellochmethode“:

Dieses Verfahren erfolgt minimal-invasiv und erlaubt eine Verkleinerung der Wundfläche. Eine Kamera wird in den Bauchraum eingeführt, unter Kamerakontrolle kann nun mittels in Mini-Röhren eingeführter Instrumente die Mobilisierung und Entnahme der Spenderniere erfolgen. In der Regel können die Patienten bereits nach 6 Tagen das Zentrum wieder verlassen.

 

Offene Nierenentnahme über Flankenschnitt (konventionelle Methode)

In den meisten Zentren Standardverfahren, das an unsere Klinik nur in Ausnahmefällen angewendet wird. Über einen Flankenschnitt wird die Niere unter direkter Sicht entnommen. Die meisten Spender bleiben ca. 1 Woche stationär und kehren nach 4-6 Wochen an ihren Arbeitsplatz zurück.


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-          Was muss man nach der Nierenspende beachten:

Innerhalb des ersten Jahres nach der Nierenentnahme wird eine Blut und Urinuntersuchung durchgeführt. Dies erfolgt auf Wunsch ambulant in der nephrologischen Klinik oder beim Hausarzt. Hierdurch wird die Funktion der verbliebenen Niere überprüft.

 

-          Welche Transplantatfunktion kann ein Empfänger nach Lebendnierenspendespende erwarten?

Patienten, die in unserem Zentrum durch eine Lebendnierentransplantation behandelt wurden, haben folgende Transplantatfunktionsraten erreicht: 97,2% nach 3 Monaten, 94,1% nach 1 Jahr und 80% nach 5 Jahren.

 

 

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Verantwortlich:  M. Schlüter letzte Änderung: 28 Juli 2009 Webmaster