Häufig gestellte
Fragen zur
postmortalen Nierentransplantation
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Wie hoch ist das Risiko an
einer Nierentransplantation zu versterben?
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Wie lange funktioniert eine
transplantierte Niere?
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Kann eine
Nierentransplantation wiederholt werden?
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Welche Nebenwirkungen können
bei Einnahme von Cyclosporin auftretetn?
Häufig gestellte
Fragen zur Lebendspende
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Wer kann Nierenspender sein?
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Was sind die Voraussetzungen zur Lebendspende?
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Wie
läuft die Vorbereitung zur Nierenlebendspende ab?
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Wie
hoch ist das Risiko einer Nierenlebendspende?
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Wann findet die Transplantation statt?
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Wie läuft die Nierenentnahme ab?
Laparoskopische Nephrektomie „Schlüssellochmethode“:
Offene Nierenentnahme über Flankenschnitt (konventionelle Methode)
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Was muss man nach der Nierenlebendspende beachten:
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Welche Transplantatfunktion kann ein Empfänger nach Lebendnierenspendespende
erwarten?
Häufig gestellte
Fragen zur
postmortalen Nierentransplantation
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Wie hoch ist das Risiko an
einer Nierentransplantation zu versterben?
Die Frage zielt auf die Letalität ab. Letalität bedeutet
Sterblichkeit infolge eines chirurgischen Eingriffes. Hierbei kommt es darauf
an die Letalität nicht nur auf den Krankenhausaufenthalt zu beziehen. Der
Krankenhausaufenthalt kann von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen variieren,
da er von der Verlegungspraxis des jeweiligen Zentrums abhängig ist. In
Mannheim liegt die 3 Monatssterblichkeit bei 0%. Das bedeutet, dass kein
transplantierter Patient innerhalb der ersten 3 Monate nach dem Eingriff
verstorben ist.
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Wie lange funktioniert eine
transplantierte Niere?
Eine transplantierte Niere kann Jahrzehnte funktionieren. Die
Funktion ist abhängig von der Qualität der Spenderniere, den immunologischen
Vorgängen nach der Transplantation und auch der Verlässlichkeit des Patienten,
mit der die Medikamente eingenommen werden. An unserem Zentrum liegen die
Raten funktionierender Transplantatnieren nach Ersttransplantation von einem
verstorbenen Spender bei 95% nach 3 Monaten, 89,4% nach 1 Jahr und 72,6% nach
5 Jahren.
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Kann eine
Nierentransplantation wiederholt werden?
Bei Versagen einer transplantierten Niere ist eine erneute
Transplantation möglich. Die immunologischen aber auch die chirurgischen
Anforderungen wachsen mit der Anzahl der bereits transplantierten Organe. 2.,
3. und 4. Transplantationen wurden an unserem Zentrum erfolgreich
durchgeführt. Eine Erfolgsgarantie kann jedoch leider nicht gegeben werden.
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Welche Nebenwirkungen können
bei Einnahme von Cyclosporin auftretetn?
Das Nebenwirkungsprofil von Cyclosporin umfasst Bluthochdruck,
Blutfett-/Cholesterinerhöhung, Gicht, Leberschädigung, Nervenschädigung und
Zahnfleischerkrankungen. Generell kann unter immunsuppressiver Therapie auch
eine erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. Lungenentzündung) beobachtet werden.
Die Cyclosporinwerte im Blut werden regelmäßig kontrolliert. Daher müssen
transplantierte Patienten lebenslang unter fach-nephrologisch ärztlicher
Kontrolle bleiben.
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Wer kann als Nierenspender fungieren?
Verwandte
1. und 2. Grades, Ehepartner und weitere Personen, die mit dem potentiellen
Organempfänger über lange Zeit offenkundig eng verbunden sind. Die
Entscheidung zur Organspende trifft ausschließlich der Spender. Unter keinen
Umständen darf er sich in der Entscheidung unter Druck gesetzt fühlen. Unsere
Transplantationseinheit bietet Ihnen für den Entscheidungsprozess gerne Hilfe
an.
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Was sind die Voraussetzungen zur Lebendspende?
Allgemeine
Voraussetzungen sind: Alter zwischen 18 und 65 Jahren, Gesundheit, normale
Nierenfunktion. Ausschlusskriterien sind: Diabetes, Krebs, Drogenabhängigkeit,
Infektionskrankheiten (Hepatitis/HIV).
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Wie läuft die Vorbereitung zur Nierenlebendspende
ab?
Wenn Sie
einer Nierenspende zustimmen, werden Sie in der V. Medizinischen Klinik des
Universitätskrankenhauses Mannheim (Nephrologie) vorbereitet. Dies beinhaltet
verschiedene Blutuntersuchungen und einen allgemeinen „Check up“. Durch die
gründlichen Vorbereitungen wird sichergestellt, dass für Sie eine
Nierenentnahme ohne Schaden erfolgen kann. Zur vereinbarten Zeit erfolgt die
stationäre Aufnahme in der chirurgische Klinik.
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Wie hoch ist das Risiko einer Nierenlebendspende?
Es konnte
in vielen Untersuchungen gezeigt werden, dass die Spende einer Niere nur ein
geringes Risiko für einen gesunden Spender darstellt. Die verbleibende Niere
wird auch nach Entnahme der anderen Niere weiterhin normal funktionieren. Der
Verlust einer Niere bleibt ohne gesundheitliche Folgen. Eine Nierenspende wird
keinen Einfluss auf Ihre bisherigen Lebensgewohnheiten haben, eine
Dauermedikation ist nicht notwendig. Das Letalitätsrisiko (Tod infolge einer
Nierenentnahme beträgt 0,03 bis 0,06 %). In Mannheim ist eine Letalität bei
der Spendeoperation bislang nicht aufgetreten (0%).
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Wann findet die Transplantation statt?
Sobald sich
ein geeigneter Spender gefunden hat, wird ein für Spender und Empfänger ein
passender Termin vereinbart. Dies ist in der Regel 6 bis 8 Wochen nach der
ersten Kontaktaufnahme mit der nephrologischen Klinik möglich. Spender und
Empfänger werden gemeinsam aufgenommen, auch der Aufenthalt im selben Zimmer
ist auf Wunsch möglich.
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Wie läuft die Nierenentnahme ab?
Die sogenannte „Nephrektomie“ bedeutet die
chirurgische Entnahme einer Niere. Zwei Operationsverfahren kommen zur
Anwendung:
Laparoskopische Nephrektomie „Schlüssellochmethode“:
Dieses
Verfahren erfolgt minimal-invasiv und erlaubt eine Verkleinerung der
Wundfläche. Eine Kamera wird in den Bauchraum eingeführt, unter
Kamerakontrolle kann nun mittels in Mini-Röhren eingeführter Instrumente
die Mobilisierung und Entnahme der Spenderniere erfolgen. In der Regel
können die Patienten bereits nach 6 Tagen das Zentrum wieder verlassen.
Offene Nierenentnahme über Flankenschnitt (konventionelle Methode)
In den
meisten Zentren Standardverfahren, das an unsere Klinik nur in
Ausnahmefällen angewendet wird. Über einen Flankenschnitt wird die Niere
unter direkter Sicht entnommen. Die meisten Spender bleiben ca. 1 Woche
stationär und kehren nach 4-6 Wochen an ihren Arbeitsplatz zurück.
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Was muss man nach der Nierenspende beachten:
Innerhalb des ersten Jahres
nach der Nierenentnahme wird eine Blut und Urinuntersuchung durchgeführt. Dies
erfolgt auf Wunsch ambulant in der nephrologischen Klinik oder beim Hausarzt.
Hierdurch wird die Funktion der verbliebenen Niere überprüft.
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Welche Transplantatfunktion kann ein Empfänger nach Lebendnierenspendespende
erwarten?
Patienten, die in unserem Zentrum durch eine
Lebendnierentransplantation behandelt wurden, haben folgende
Transplantatfunktionsraten erreicht: 97,2% nach 3 Monaten, 94,1% nach 1 Jahr
und 80% nach 5 Jahren.