Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Medizinische Fakultät Mannheim
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Weichgewebesarkome

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. P. Hohenberger

Inhalt:

Einführung

I. Allgemeine Informationen

Lokalisation

Klinisches Erscheinungsbild

Therapiemanagement

II. Erforderliche Diagnostik bei Erstdiagnose

Basisdiagnostik

Weiterführende Diagnostik

Fakultative Untersuchungen

Diagnosesicherung

Histopathologische Diagnose

Eingruppierung der histopathologischen Diagnosen Tabelle 1

TNM Kategorien der Weichteilsarkome Tabelle 2

Stadiengruppierung der Weichgewebssarkome (UICC 1997)

IV. Chirurgische Therapie

Onkologische Resektionen

Spezielle Aspekte der Operationsaufklärung

Palliative, adjuvante und neoadjuvante Strahlentherapie

Erfahrungen mit der Chemotherapie

Behandlungsperspektiven bei Patienten mit Fernmetastasen

Nachsorge

Allgemeines

Untersuchungen

Untersuchungsintervalle

Weiterführende Literatur und Links

Links im Internet

 

Einführung

Auf den folgenden Seiten werden Ihnen Informationen zu seltenen Tumoren zur Verfügung gestellt, die von den Binde- und Stützgeweben ausgehen und unter dem Begriff der Weichgewebesarkome (syn. Weichteilsarkome, Sarkome) zusammengefasst sind. Dabei wird hier im besonderen auf die Weichgewebesarkome eingegangen, die bei erwachsenen Patienten diagnostiziert werden müssen. Die Betreuung der Patienten erfolgt über die onkologische Sprechstunde der Chirurgischen Universitätsklinik (Tel. 0621 – 383 2685), über die auch jederzeit persönliche Vorstellungen vereinbart werden können. Schriftliche Anfragen können an Prof. Peter Kienle, Chirurgische Universitätsklinik, Klinikum Mannheim GmbH, Theodor Kutzer Ufer 1, 68135 Mannheim [e-mail:peter.kienle@umm.de] gerichtet werden. Eine interdisziplinäre Fallbesprechung im Onkologischen Arbeitskreis unter Beteiligung von internistischen Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen wird zugesichert.

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I. Allgemeine Informationen

Weichgewebesarkome sind seltene bösartige Tumoren mit einer Häufigkeit von zwei Erkrankungen auf 100.000 Einwohner/Jahr. Damit muß für die Bundesrepublik mit ca. 1500 Neuerkrankungen/Jahr gerechnet werden. Insgesamt ist über die letzten 50 Jahre ein geringer Anstieg der Erkrankungszahl zu beobachten. Die Ursachen dieser beobachteten Zuwachsrate sind unbekannt.

Das Auftreten dieser Tumoren ist in der Regel sporadisch, d.h. es gibt keine familiären Häufungen im Auftreten dieser Tumoren. In einigen Fällen kann jedoch eine genetische Prädisposition nachgewiesen werden. Familiäre Syndrome, die mit einem gehäuften Auftreten von Weichgewebesarkomen assoziiert sind, umfassen das Li-Fraumeni Syndrom, Patienten mit hereditären Retinoblastomen, die Neurofibromatose 1, das Gardner und das Werner Syndrom.

Neben genetischen Einflüssen können einige externe Einflüsse beschrieben werden, die mit einer erhöhten Rate an Weichgewebesarkomen einhergehen. Hierbei gilt die Bestrahlung als gesicherter Risikofaktor für die Entwicklung eines Weichgewebesarkoms. Für Patienten nach Strahlenbehandlung eines Brustkrebses, Lymphknotenkrebses, Gebärmutterhalskrebses oder Hodentumors ist ein 8 bis 50-fach erhöhtes Risiko eines sekundären Weichgewebesarkoms beschrieben. Patienten, die mit radiotherapeutischen Dosierungen über 50 Gray behandelt wurden, tragen ein besonders hohes Risiko eines sekundären Malignoms. Die Zeitspanne des Auftretens eines sekundären Sarkoms beträgt dabei bis zu 40 Jahren, liegt im Median aber zwischen 8 und 10 Jahren.

Eine Sonderform unter den Sarkomen stellt das Thorotrastom (Angiosarkom der Leber) dar. Thorotrast (kolloidales Thorium Dioxid) wurde für die Kontrastmitteldarstellung von Blutgefäßen genutzt, ehe 1955, bedingt durch Berichte über vermehrte Krebserkrankungen im Zusammenhang mit Thorotrast Applikationen, die Anwendung eingestellt wurde. In Abhängigkeit von der Dosierung mußten innerhalb von 40 Jahren Nachbeobachtung bis zu 30% Malignome, vornehmlich Angiosarkome der Leber, diagnostiziert werden.

Eine Prädisposition zur Entwicklung eines spezifischen Weichgewebetumors, dem Lymphangiosarkom, besteht bei chronischem Lymphödem, insbesondere nach Bestrahlungen. Das Auftreten dieses Tumors am Arm nach Therapie eines Brustkrebses wird als Stewart-Treves Syndrom bezeichnet. Die Entwicklung eines Lymphangiosarkoms wird aber auch gehäuft bei alleinigem Lymphstau der Beine, angeboren oder erworben, beobachtet.

 

Lokalisation

Entsprechend ihren Ursprungsgeweben können Sarkome in allen Körperregionen auftreten. Typisch ist dabei ein langsam verdrängendes Wachstum, das meist unter der Unterhautfettschicht auftritt. Die Lokalisation fern der Oberfläche und das langsam verdrängende Wachstum, welches nur mit wenig Beschwerden einhergeht, führen oft erst zur Diagnose, wenn der Tumor bereits eine erhebliche Größe erreicht hat. Wenn auch grundsätzlich Sarkome in allen Körperabschnitten vorkommen, sind jedoch eindeutige Prädilektionsstellen zu nennen. Sie treten gehäuft im Bereich der großen Muskelregionen der Extremitäten (~ 60%), des Körperstammes (~20%) und des Retroperitoneums (~10%) auf.

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Klinisches Erscheinungsbild

Primärsymptom der Weichgewebesarkome ist eine Raumforderung ohne weitere spezifische Beschwerden. Die oligosymptomatische Präsentation sowie die Entstehung der Tumoren in Körperregionen, an denen eine Raumforderung erst spät bemerkt wird, führen dazu, daß sich die Patienten häufig mit lokal fortgeschrittenen Tumoren erstmalig vorstellen. Entsprechend muß auch mit einer Metastasierungsrate von ~25% bei Erstdiagnosestellung gerechnet werden. Die hämatogene Metastasierung steht dabei im Vordergrund; vornehmliches Zielorgan der Dissemination ist die Lunge, die in über 70% der Patienten mit Metastasen betroffen sind. Weitere Zielorgane sind die Leber (besonders bei Primärtumoren im Magen-Darm-Trakt) und, seltener, das Skelettsystem. Lymphknotenmetastasen werden nur selten angetroffen, lediglich bei einigen histologischen Untergruppen, wie den Rhabdomyosarkomen oder synovialen Sarkomen, muß in mehr als 5% mit Lymphknotenmetastasen gerechnet werden.

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Therapiemanagement

In der Therapieplanung steht die lokale Tumorkontrolle neben dem Aussschluß einer primären Tumorstreuung (Fernmetastasierung) ganz im Mittelpunkt des Interesses.

Liegt eine Verdachtsdiagnose eines Weichgewebesarkoms vor, so gilt es, als ersten Schritt eine bildgebende Diagnostik einzuleiten, um die exakte Ausdehnung des Tumors vor jedweder Intervention zu dokumentieren. Die Sonographie der Weichgewebe kann dabei erste Hinweise auf die Abgrenzung des Tumors zu umgebenden Strukturen liefern. Als Schlüsseluntersuchung muß aber heute die Kernspintomographie angesehen werden, die in der Diagnostik der Weichgewebe die Computertomographie verdrängt hat. Die Zugehörigkeit eines Tumors zu einem Kompartment, das Verhältnis zu Nachbarorganen und mögliche Infiltrationen von Nerven und Gefäßen können hier sehr gut dargestellt werden. Weiterentwicklungen der Untersuchungstechnik erlauben schließlich auch Rekonstruktionen von Gefäßverläufen, so daß bei geplanten Mitresektionen von Arterien oder Venen auch gegebenenfalls auf die Angiographie verzichtet werden kann. Erst im Anschluß an die Bildgebung sollte eine histologische Klärung des Tumors herbeigeführt werden. Eine Ausnahme stellen dabei die retroperitonealen Weichgewebesarkome dar, die sich oft durch ihre Lage einer eindeutigen histologischen Sicherung vor Durchführung der definitiven Operation entziehen.

Ist die Tumorausdehnung zweifelsfrei dokumentiert und die Diagnose gesichert, muß für jeden Patienten eine individuelle Therapie festgelegt werden. Im Gegensatz zur Therapie im Kindesalter steht bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem Weichgewebesarkom nicht die Chemotherapie, sondern die operative Entfernung des Tumors mit umgebenden Normalgeweben als Sicherheitssaum im Vordergrund der onkologischen Therapie. Die Kombination des standardiserten operativen Vorgehens mit weiteren Therapieformen, hier insbesondere der Strahlentherapie, haben zu einer Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle geführt.

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II. erforderliche Diagnostik bei Erstdiagnose

Diese Angaben sind zur Orientierung gedacht, welche Untersuchungen erforderlich sind, um die Tumorerkrankung in ihrer Ausdehnung zu definieren. Je nach der individuellen Tumorlokalisation und Ergebnissen der Untersuchungen muß diese Vorgabe angepasst werden.

Basisdiagnostik

Anamnese incl. Familienanmnese

Klinische Untersuchung (Tumorgröße, Konsistenz, Verschieblichkeit, Lymphknoten)

Laboruntersuchungen (Blutbild, BSG, alkalische Phosphatase, LDH, GOT,GPT)

Tumormarker als Meßparameter im Blut konnten bisher nicht etabliert werden

Röntgen Thorax in 2 Ebenen

Sonographie der Tumorregion, des Abdomens, und der regionären Lymphknoten

Weiterführende Diagnostik

Kernspintomographie der Tumorregion, ggfs. mit Gefäßdarstellung

Computertomographie der Lunge (2-5 mm Schichten) bei mäßig oder schlecht differenzierten Tumoren (Ausschluß Lungenmetastasen)

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Fakultative Untersuchungen

Angiographie

Phlebographie

Positronen-Emmissionstomographie

Knochenszintigraphie

Knochenmarksbiopsie (Rhabdomyosarkom, primitive neuroektodermale Tumoren, Ewingsarkome)

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Diagnosesicherung

Nachdem nun eine Eingrenzung durch verschiedene Untersuchungen vorgenommen wurde, steht im Vordergrund, eine sichere Diagnose zu erhalten. Diese diagnostische Sicherheit kann nur eine feingewebliche Untersuchung erbringen. Es stehen grundsätzlich drei Verfahren zur Verfügung, Material für die histomorphologische Untersuchung zu gewinnen. Es handelt sich dabei um die Feinnadelpunktion, die True-Cut Nadelbiopsie (größere Stanznadel) und die Incisionsbiopsie. Im Regelfall wird die Incisionsbiopsie empfohlen, da hierbei größere Anteile des Tumors zur feingeweblichen Analyse gewonnen werden und eine Aussage zur Eingrenzung hinsichtlich Morphologie und Grading des Tumors eher zuläßt, als dieses bei den kleinen, durch Feinnadel oder True-Cut Nadel gewonnen Biopsaten der Fall ist. Die Incisonsbiopsie sollte in der Regel in einer Vollnarkose entnommen werden. Wichtig bei der technischen Durchführung der Incisionsbiopsie ist es, eine Schnittführung zum Tumor zu wählen, die in einer definitiven Tumorresektion im resezierten Areal liegt, ausgedehnte Mobilisationen zu vermeiden und eine Redondrainage einzulegen, die transvulnär ausgeleitet wird. Bei Tumoren unter 5 cm, die an chirurgisch gut zugänglichen Lokalisationen vorliegen, kann ausnahmsweise auch eine Excisionsbiopsie erfolgen, wenn durch den dabei einzuhaltenden Sicherheitssaum keine relevanten funktionellen oder kosmetischen Einschränkungen auftreten. Durch die direkte Einsendung der Tumorgewebe als Frischgewebe an ein pathologisches Institut eröffnet man alle Möglichkeiten einer differenzierten Diagnostik, die für eine sichere Diagnosestellung bei dieser Tumorentität erforderlich ist.

 

Histopathologische Diagnose

Die Zuordnung einer Raumforderung erfolgt durch den beurteilenden Pathologen nach verschiedenen Kriterien, von denen eines die Ähnlichkeit des Tumors mit einem verwandten Stammgewebe ist. Häufig müssen aber spezielle Untersuchungen erfolgen, um eine genaue Eingruppierung in einer jener Gruppen zu erreichen, die in Tabelle 1 aufgeführt sind.

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Tabelle 1

Bezugsgewebe

Diagnose

 Subtypen

bindegewebige Tumoren

Fibrosarkom

fibrohistiozytäre Tumoren

malignes fibröses Histiozytom

pleomorph

myxoid

riesenzellig

xanthomatös

lipomatöse Tumoren

hochdifferenziertes Liposarkom

lipomartig

sklerosierend

inflammatorisch

myxoides Liposarkom

rundzelliges Liposarkom

pleomorphes Liposarkom

mischzelliges Liposarkom

glattmuskuläre Tumoren

Leiomyosarkom

klassisch

myxoid

inflammatorisch

granularzellig

Mit Riesenzellen

epitheloides Leiomyosarkom

skelettmuskuläre Tumoren

Rhabdomyosarkom

embryonal

botryoid

spindelzellig

alveolär

Pleomorph

Ektomesenchymom

vaskuläre Tumoren

Angiosarkom

klassisch

epitheloid

Lymphangiosarkom

Kaposi-Sarkom

perivaskuläre Tumoren

malignes Hämangioperizytom

maligner Glomustumor

synoviale Tumoren

maligner tendosynovialer Riesenzelltumor

mesotheliale Tumoren

malignes Mesotheliom (lokalisiert)

diffuses Mesotheliom

epithelial

spindelzellig

biphasisch

neurale Tumoren

maligner peripherer Nervenscheidentumor

klassisch

Tritontumor

mit drüsiger Diff.

maligner Granularzelltumor

Klarzellsarkom

malignes melanozytäres Schwannom

Neuroblastom

Ganglioneuroblastom

peripherer neuroektodermaler Tumor

paraganglionäre Tumoren

malignes Paragangliom

chondromatöse/ossäre Tumoren

extraskelettales Chondrosarkom

hochdifferenziert

myxoid

mesenchymal

dedifferenziert

extraskelettales Osteosarkom

mesenchymal variante Diff.

malignes Mesenchymom

verschiedenartige Tumoren

alveoläres Weichteilsarkom

epitheloides Sarkom

extraskelettales Ewingsarkom

Synovialsarkom

biphasisch

monophasisch

maligner extrarenaler Rhabdoidtumor

desmoplastischer kleinzelliger Tumor

unklassifizierbare Tumoren

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Die Zuteilung einer malignen Neubildung zu einer dieser histomorphologischen Diagnosen ist aber nur ein Teil der pathologischen Klassifikation. Zusätzlich muß in jedem Fall ein Grading bestimmt werden, also der Grad der Differenzierung des Tumors, seiner Ähnlichkeit (gut differenziert) oder seiner fehlenden Ähnlichkeit zu den Bezugsgeweben (schlecht differenziert). Diese Graduierung kann nach verschiedenen Richtlinien erfolgen, von denen die am häufigsten genutzten die Graduierung nach Coindre (Trojani-Score) und jene nach van Unnik (EORTC) sind. Vereinfacht resultiert eine Beschreibung der Tumoren als gut differenziert = Grading I, wenn wenig Zellteilungsaktivität zu sehen ist und die Tumorzellen eine hohe Ähnlichkeit zum Bezugsgewebe haben. Ist schon eine relevante Zellteilungsaktivität zu sehen und könne die Zellen nicht mehr ohne weiteres einem Bezugsgewebe zugeordnet werden, erfolgt eine Einteilung als mäßige Differenzierung (Grading II). Schlecht differenzierte Tumoren lassen häufig nur mit speziellen Verfahren (Immunhistochemie) ihre Bezugsgewebe erkennen, innerhalb der Tumoren finden sich viele Zellen in der Zellteilung (Mitose) und häufig liegen auch zentral Areale von bereits nicht mehr durchblutetem Gewebe vor (Nekrosen). In einigen Fällen werden dann solche Tumoren auch als Grading IV charakterisiert, dieses wird zur Vereinfachung im folgenden aber mit dem Grading III gleichgesetzt.

Neben dem histologischen Subtyp und der Graduierung werden weitere Parameter genutzt, um einen Tumor und seine Eigenschaften als auch seine Ausdehnung genau zu beschreiben. Im Falle der Sarkome sind dieses die Größe in Zentimetern, die Lokalisation gegenüber der Faszie (Muskelhaut), der Befall der nächsten Lymphknotenstationen, und natürlich ein vorhandenes Auftreten von Fernmetastasen, also Tochtergeschwülsten fern des ursprünglichen Tumorsitzes. Diese Informationen fließen in die sogenannte TNM Klassifikation ein, die aktuell am meisten verwendete Klassifikation von Weichgewebetumoren.

 

TNM Kategorien Weichgewebesarkome

T1

>/= 5 cm

T1a

Oberflächliche Tumorlage

T1b

Tiefe Tumorlage

T2

> 5 cm

T2a

Oberflächliche Tumorlage

T2b

Tiefe Tumorlage

N0

Keine regionären Lymphknoten

N1

Regionäre Lymphknotenmetastasen

M0

Keine Fernmetastasen

M1

Fernmetastasen

Zusammen mit dem Grading setzt sich aus diesen Kategorien die Stadiengruppierung zusammen, die von der UICC (International Union against Cancer Version 1997) empfohlen wird:

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Stadiengruppierung Weichgewebesarkome (UICC 1997)

Stadium IA

G1,2

T1a

N0

M0

G1,2

T1b

N0

M0

Stadium IB

G1,2

T2a

N0

M0

Stadium IIA

G1,2

T2b

N0

M0

Stadium IIB

G3,4

T1a

N0

M0

G3,4

T1b

N0

M0

Stadium IIC

G3,4

T2a

N0

M0

Stadium III

G3,4

T2b

N0

M0

Stadium IV

Jedes G

jedes T

N1

M0

Jedes G

jedes T

jedes N

M1

Letztlich ist es die Aufgabe der Stadiengruppierung, Patienten mit ähnlichen Tumorerkrankungen in Gruppen zusammenzufassen, für die möglichst spezifisch eine angepaßte Therapie zur Verfügung gestellt werden sollte. Für eine etwas detailliertere Darstellung muß auch auf die Prognosefaktoren eingegangen werden, deren Informationen ebenfalls in die Therapieplanung mit einfließen.

Prognosefaktoren

Die wohl größte Bedeutung unter den Prognosekriterien muß den Faktoren zugesprochen werden, die in die Einschätzung der UICC Klassifikation eingehen. Es sind dieses die Tumorgröße, das Grading, eine lymphogene oder hämatogene Fernmetastasierung und die oberflächliche oder tiefe Lokalisation des Tumors. Die Tumorgröße korreliert mit der Häufigkeit sowohl von Lokalrezidiven wie auch von Fernmetastasen in der Mehrzahl der Untersuchungen. Für die Gesamtprognose des Patienten entscheidend ist das histologisch zu sichernde Grading des Tumors. Während dieser Parameter für das Auftreten von Lokalrezidiven weniger prädiktiv ist, korreliert er in allen Untersuchungen mit der Wahrscheinlichkeit einer späteren Fernmetastasierung. Alle Studien haben gemeinsam, daß Patienten mit gut differenzierten Sarkomen ein signifikant besseres Gesamtüberleben aufweisen als jene mit mäßig- oder schlecht differenzierten Sarkomen. Hinsichtlich der Prognose ist die histologische Klassifikation der Tumoren beim erwachsenen Patienten wenig bedeutsam. Lediglich für das Rhabdomyosarkom läßt sich eine signifikant schlechtere Prognose durch eine erhöhte Rate an späteren Fernmetastasen als für andere häufige histologische Diagnosen (Leiomyosarkom, Liposarkom, Fibrosarkom, Synovialsarkom, maligne periphere Nervenscheidentumore) nachweisen. Aus der Sicht des onkologischen Chirurgen kommt aber neben der Tumorgröße und dem Grading auch dem Resektionsrand eine besondere Bedeutung zu. Die Ausdehnung der Resektion mit ausreichendem Normalgewebe um den Tumor herum ist für die lokale Tumorkontrolle ausgesprochen bedeutsam. Für alle evaluierten Lokalisationen konnten signifikante Unterschiede bezüglich des Auftretens von Lokalrezidiven in Abhängigkeit vom Resektionsrand (makroskopischer oder mikroskopischer Resttumor) nachgewiesen werden.

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IV. Chirurgische Therapie

Onkologische Resektionen

In der Therapie der Weichgewebesarkome werden drei onkologische Resektionsformen unterschieden: die weite Resektion („wide excision"), die Kompartmentresektion und die Amputation. Welches operativ-technische Verfahren angewendet wird und welche umgebenden Strukturen mitreseziert werden, muß anhand der präoperativen Untersuchungen festgelegt werden, da ein wesentliches Prinzip der Sarkomchirurgie darin besteht, während der Operation den eigentlichen Tumor nicht zu Gesicht zu bekommen. Nur dieses Vorgehen erlaubt es, eine intraoperative lokale Tumoraussaat soweit wie möglich zu reduzieren. Folglich kann intraoperativ auch nicht eruiert werden, ob nah angrenzende Gefäße oder Nerven infiltriert sind und damit muß deren Resektion oder Belassung grundsätzlich erst einmal präoperativ festgelegt werden. Das Resektionsverfahren mit der anatomisch eindeutigsten Abgrenzung ist die Kompartmentresektion. Dieses Verfahren kann an den Extremitäten eingesetzt werden, wenn ein Sarkom sich tatsächlich komplett innerhalb einer Muskelloge befindet. Dieses Vorgehen gründet sich auf die Beobachtung, daß die Kompartmentgrenzen, also die Muskelfaszien, von den Tumoren in der Regel lange respektiert werden und somit ein Äquivalent eines sonst angestrebten Sicherheitssaumes Normalgewebe darstellen. Während die Kompartmentresektion auf ausgewählte Sarkome der Extremitäten beschränkt bleibt, müssen die weitaus meisten Tumoren mittels weiten Resektionen behandelt werden. Der wünschenswerte Sicherheitssaum von 2 bis 3 Zentimetern ist dabei nur in den wenigsten Lokalisationen tatsächlich zu erzielen. Die oftmals erforderliche Mitresektion von Gefäßen, Nerven oder Sehnen zieht häufig rekonstruktive Maßnahmen nach sich, die arterielle und venöse Bypässe, den Nervenersatz oder Transpositionen von Sehnen zur Kompensation eines Funktionsverlustes umfassen. Damit bei diesen Resektionsformen vergleichbare lokale Tumorkontrollen erreicht werden können, müssen adjuvante Verfahren wie die Strahlentherapie zum Einsatz gebracht werden.

Als letztes onkologisches Resektionsverfahren muß die radikale Amputation genannt werden. Die Amputation wurde durch verbesserte Resektionstechniken und Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion in den Hintergrund gedrängt. Eine Indikation zur primären Amputation wird heute nur noch dann gesehen, wenn in der präoperativen Diagnostik für die extremitätenerhaltende operative Therapie eine R 2- Resektion (also belassener Tumor nach der Operation) oder ein kompletter Funktionsverlust, auch nach Ausschöpfung plastischer Rekonstruktionsverfahren, zu erwarten ist. Verschiedene Untersuchungen konnten zeigen, daß durch den weitgehenden Verzicht auf ablative Verfahren keine verschlechterte Prognose hinsichtlich lokaler Tumorkontrolle und Gesamtüberleben resultiert.

Im Rahmen der operativen Therapie von Weichgewebesarkomen besteht nicht generell die Indikation zur systematischen Lymphadenektomie. Bei klinisch oder sonographisch vergrößerten Lymphknoten sollte jedoch die en-bloc Lymphadenektomie durchgeführt werden. Diese sollte auch bei Rhabdomyosarkomen und Synovialsarkomen erfolgen, da diese Tumoren mit einer höheren Rate an Lymphknotenmetastasen assoziiert sind.

Retroperitoneale Weichgewebesarkome werden entgegen dem vorbeschriebenen Vorgehen zur histologischen Sicherung in der Regel primär operiert, ohne eine definitive feingewebliche Zuordnung zu kennen. Die Dignitätsklärung muß ggfs. intraoperativ erfolgen, wobei eine Tumorzellverschleppung unbedingt zu vermeiden ist. Die Tumoroperation an sich erfordert in dieser Lokalisation häufig die Mitentfernung angrenzender Organe (z.B. Niere, Bauchspeicheldrüse, Milz, Dünn-/Dickdarm) als sogennante multiviszerale Resektionen.

Stamm- und Thoraxwandlokalisationen erfordern in der Regel eine Resektion aller Wandschichten. Hier sind nach der onkologischen Resektion plastische Deckungen zur Wiederherstellung der Integrität erforderlich. Besonders schwierig in der operativen Behandlung zur Einhaltung einer chirurgischen Radikalität sind dabei die Tumoren im Bereich des Schultergürtels, der Region oberhalb des Schlüsselbeines und des Überganges vom Becken in die Leiste.

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Spezielle Aspekte der Operationsaufklärung

In Analogie zur individuellen Therapieplanung bei Patienten mit Weichgewebesarkomen muß auch die Aufklärung erfolgen. Sie muß speziell auf die geplante Resektion bezug nehmen und die Folgen von Erweiterungen der Resektionen und den konsekutiven Funktionsverlust berücksichtigen. Auch kosmetische Aspekte müssen hier angesprochen werden, die nicht nur bei Resektionen an der Extremitäten, sondern auch am Stamm relevant sein können. Auch in diesem Punkt sollen die betroffenen Patienten aktiv nachfragen, auch wenn bei sehr komplexen Eingriffen eine ganz eindeutige Vorhersage zu Funktionsverlusten und kosmetischen Resultaten häufig nicht gegeben werden kann. Schließlich sollte ebenfalls über die Dauer und Notwendigkeit einer Rehabilitation sowie über eventuell notwendige orthopädische Hilfsmittel gesprochen werden.

Palliative, adjuvante und neoadjuvante Strahlentherapie

Eine alleinige Strahlentherapie bei Primärtumoren stellt eine Ausnahmeindikation dar, die auf wenige Patienten beschränkt bleibt, die aufgrund allgemeinmedizinischer Risiken nicht operabel erscheinen. Grundsätzlich gilt, daß eine therapeutische Effizienz der Strahlentherapie bei Weichgewebesarkomen nur bei mäßig und schlecht differenzierten Sarkomen zu erwarten ist. Für diese Subtypen konnten unabhängig von den jeweiligen histologischen Diagnosen eine verbesserte lokale Tumorkontrolle nach weiten Resektionen an den Extremitäten, insbesondere am Übergang zum Stamm (Schulter, Leistenregion), nachgewiesen werden. Als adjuvante Maßnahme (Zusatzbehandlung) nach der Tumorresektion hat die Strahlentherapie auch in der Behandlung retroperitonealer Sarkome einen festen Platz. Durch die Kombination von Operation und Strahlentherapie läßt sich die lokale Tumorkontrolle verbessern, allerdings weisen die Patienten kein verbessertes Gesamtüberleben auf. Ob durch Modifikation der Strahlenapplikation (Brachytherapie, intraoperative Strahlentherapie, präoperative Strahlentherapie) eine weitere Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle bei Schonung von Umgebungsstrukturen möglich ist, bleibt noch einer definitiven Klärung vorbehalten.

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Erfahrungen mit der Chemotherapie

Im Gegensatz zu Sarkomen bei Kindern weisen die mesenchymalen Tumoren des Erwachsenenalters keine hohe Chemosensibilität auf. Als Therapeutika kommen am häufigsten Doxorubicin, Ifosfamid, Actinomycin, Vincristin und Cyclophosphamid zur Anwendung. Die Indikation zur Chemotherapie wird beim systemisch metastasierten Sarkom gesehen, hier insbesondere bei diffuser Lungenmetastasierung. Während einzelne oder wenige Lungenmetastasen einer operativen Resektion zugeführt werden können, kommt bei den diffusen Metastasierungen meist eine Adriamycin-Monotherapie (75mg/m2) oder Kombinationen mit Ifosfamid zur Anwendung. Die Ansprechraten dieser Therapeutika liegen zwischen 25 und 30%. Hinsichtlich der Frage einer additiven Chemotherapie mit Adriamycin und Ifosfamid nach Resektion von Lungenmetastasen wird durch die EORTC eine randomisierte Studie (Studiennummer 62971) durchgeführt. Je nach Gesamtsituation des Patienten können auch rein supportive Maßnahmen, insbesondere eine adäquate Schmerztherapie, indiziert sein.

Eine grundsätzliche Indikation zur adjuvanten Chemotherapie besteht beim Erwachsenen mit einem Weichgewebesarkom nicht. Eine Ausnahme bilden Patienten mit einem Rhabdomyosarkom, hier wird auch in der adjuvanten Situation nach Tumorresektion die postoperative Chemotherapie mit Cyclophosphamid, Actinomycin und Vincristin empfohlen. Eine generelle Durchführung einer postoperativen Chemotherapie zeigte bei Stammlokalisationen keine verbesserte Tumorkontrolle und kein längeres Überleben. Für Sarkomlokalisationen an den Extremitäten liegen widersprüchliche Daten zur Wertigkeit einer zusätzlichen Chemotherapie nach radikaler Tumorresektion vor. Während einige Studien positive Einflüsse berichteten, konnten solche in anderen Untersuchungen nicht nachvollzogen werden. Mehrere Metaanalysen zur Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie zeigten einen Vorteil hinsichtlich des rezidivfreien Überlebens, das Gesamtüberleben war aber in der behandelten Gruppe insbesondere bei patientenbezogener Analyse nur marginal um 4-5% besser für den Therapiearm. Die Indikationsstellung zur adjuvanten oder neoadjuvanten Chemotherapie bei Erwachsenen mit Weichgewebesarkomen sollte demnach in der Regel nur im Rahmen von Studien erfolgen. An aktuellen Studien zur adjuvanten Chemotherapie befindet sich eine EORTC Studie (Studiennummer EORTC 62771) in der Rekrutierungsphase.

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Behandlungperspektiven bei Patienten mit Fernmetastasen

Die Lunge stellt mit über 70% der diagnostizierten Fernmetastasen das Prädilektionsorgan dar. Die mediane Überlebenszeit der Patienten mit Lungenmetastasen liegt zwischen 6 und 22 Monaten. Eine Chemotherapie kann bei Ansprechraten zwischen 25 und 50% zumindest in einem Teil der Fälle das Tumorwachstum zurückdrängen. Durch die chirurgische Resektion von Lungenmetastasen konnte in selektionierten Fällen eine Verbesserung der Prognose erreicht werden, in einzelnen Fällen sogar eine Heilung. Hinsichtlich der Indikationsstellung für eine operative Therapie stellen begleitende Faktoren wie das krankheitsfreie Intervall seit Behandlung des Primärtumors und die Anzahl der pulmonalen Metastasen wichtige Entscheidungsparameter dar. In einer eher ungünstigen Ausgangssituation (kurzes krankheitsfreies Intervall, mehrere Filiae) sollte vor definitiver Entscheidung über ein operatives Vorgehen 2-3 Zyklen einer Chemotherapie zwischengeschaltet und dann nach erneuten Untersuchungen zur Ausdehnung der Befunde neu evaluiert werden. Nur wenn wenigstens Befundkonstanz vorliegt, sollte operativ vorgegangen werden. Im Falle einer Metastasen Progression sollte eher ein Wechsel auf eine andere Zytostatika-Kombination erwogen werden.

Standardzugang für die operative Behandlung von Lungenmetastasen ist die mediane Sternotomie, die eine Revision beider Lungenflügel erlaubt. Hierüber werden bis zu 40% mehr Filiae detektiert, als vom präoperativen Staging definiert wurden.

Zusammenfassend kann zum Vorgehen bei hämatogenen Fernmetastasen mesenchymaler Tumore folgendes empfohlen werden:

Solitäre Fernmetastase: Chirurgische Resektion der Metastase, Zusatztherapie nur im Rahmen von Studien

Mehrere Fernmetastasen (beschränkt auf ein Organ): Indikation zur Chemotherapie, abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten und vom Tumorgrading. Bei Remission oder Befundkonstanz und gutem Allgemeinzustand Indikation zur Metastasenresektion, anschließend ggfs. Fortsetzung der Chemotherapie. Kommt es trotz Chemotherapie zum Metastasenprogreß, Wechsel auf ein alternatives Chemotherapie-Regime.

Multiple Metastasen (mehr als 10, mehrere Organe): Indikation zur Chemotherapie, abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten und vom Tumorgrading

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Nachsorge

Allgemeines

Ziel der Nachsorge ist die frühzeitige Erkennung des lokalen Rezidives und der Fernmetastasierung. Beides tritt in der Regel in den ersten beiden Jahren nach Primärtherapie auf, kann aber auch selten noch nach 10 Jahren und mehr beobachtet werden. Bei der Nachsorge ist daher vor allem auf eine genaue Erhebung des lokalen Befundes sowie auf die Suche nach Fernmetastasen an deren häufigstem Zielorgan, der Lunge, zu achten. Spezifische Laborbefunde für die Progression eines Weichgewebesarkoms liegen nicht vor (keine etablierten Tumormarker).

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Untersuchungen

Sorgfältige klinische Befunderhebung unter besonderer Berücksichtigung des Lokalbefundes und der regionären Lymphknotenstationen. Insbesondere Resistenzen in der Narbe sind zu beachten.

Labor: BSG, kleines Blutbild, LDH, alkalische Phosphatase, Transaminasen

Röntgen-Thorax halbjährlich, nach 24 Monaten jährlich, nach 5 Jahren alle 2 Jahre

Sonographie der Primärtumorregion, sowie der Lymphabflußwege und der Leber halbjährlich, nach 24 Monaten jährlich, nach 5 Jahren alle 2 Jahre

Kernspintomographie der Primärtumorlokalisation bei sonographisch schlecht interpretierbaren Befunden sowie im Retroperitoneum halbjährlich, nach 24 Monaten jährlich, nach 5 Jahren alle 2 Jahre

Kernspintomographie, Punktion, Computertomographie der Lunge oder auch PET falls verfügbar bei Verdacht auf Rezidiv oder Metastasierung

Untersuchungsintervalle

3-monatige Abstände im ersten Jahr

6-monatige Abstände im 2.-5.Jahr

1-jährige Abstände ab dem 5.Jahr

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Weiterführende Literatur und Links

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Links im Internet:

http://www.sarcoma.net/

Informationen der American Society of Clinical Oncology (ASCO)

http://www.sarcomaalliance.com/

Betroffenen-Initiative

 

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Verantwortlich:  M. Schlüter letzte Änderung: 28 Juli 2009 Webmaster