Universität Heidelberg
Medizinische Falultät der Universität Heidelberg

Angiographie

EBIR

Beschreibung

Angiographie nennt man allgemein die Darstellung von Blutgefäßen mit bildgebenden Verfahren, beispielsweise Röntgen oder Magnetresonanztomografie. Hierzu wird ein Kontrastmittel, das heißt ein Stoff, der den Bildkontrast verstärkt bzw. in der gewählten Untersuchungsmethode besonders gut sichtbar ist, in eine Arterie (Schlagader) oder eine Vene (Blutgefäß, das das Blut zum Herzen führt) injiziert. Auf dem Bild der aufgenommenen Körperregion zeichnet sich dann der mit dem Kontrastmittel gefüllte Gefäßinnenraum ab. Das resultierende Bild nennt man Angiogramm.

Während bei der Magnetresonazangiographie und der CT-Angiographie Kontrastmittel in eine Armvene injiziert wird, wird bei der konventionellen Katheter-Angiographie Kontrastmittel mit einem speziell eingebrachten Katheter verabreicht. Aus der konventionellen Katheterangiographie hat sich die interventionelle Angiographie bzw. interventionelle Radiologie entwickelt. Nachdem Radiologen mit Kathetern das Gefäßsystem des Menschen darstellten, entstand daraus die Idee, Gefäßerkrankungen über den gleichen Zugang zu behandeln. Wegbereiter der interventionellen Radiologie waren Sven-Ivar Seldinger (1921-1999), Charles T. Dotter (1920-1985) sowie Andreas R. Grüntzig (1939-1985). Über die zunächst zur Behandlung von Gefäßleiden entwickelten Verfahren hinaus hat sich die interventionelle Therapie auf die Behandlung von Tumorerkrankungen ausgeweitet

 

Behandlungsmethoden am IKRN

  • Angioplastie (PTA): Eröffnung verschlossener Gefäße außerhalb des Herzens mittels Ballon und oder Stent.
  • Thrombolyse: Wiedereröffnung von thrombotischen verschlossenen Gefäßen mittels Einbringen von gerinnselauflösenden Medikamenten und/oder mechanische Beseitigung des Blutgerinnsels.
  • Endovaskuläre (minimal-invasive) Therapie des Bauchaortenaneurysmas (krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader) mittels Stentgraft
  • Anlage eines Transjugulären Intrahepatische Porto-systemischen Stent-Shunts (TIPS) bei Komplikationen einer Leberzirrhose
  • Therapie von Tumoren der Leber mittels
    - transarterieller Chemoembolisation (TACE)
    - perkutaner Ethanol-Injektion (PEI)
    - selektiver interner Radiotherapie (SIRT)
    - Radiofrequenzablation (RF/RFA)
  • Therapie von Uterusmyomen mittels Embolisation
  • Gallenwegsdrainage: Anlage von Kathetern und Endoprothesen (Stents) zur Behandlung von bösartigen Gallenwegsstenosen.
  • Drainageanlage: Bildgesteuerte Anlage von Drainagekathetern zum Ableiten entzündlicher und nicht-entzündlicher Flüssigkeiten aus dem Körper.
  • Kyphoplastie/Vertebroplastie: Perkutane Injektion von Knochenzement zur Aufrichtung gebrochener Wirbelkörper.

 

 

EBIR

Europäische Facharztprüfung für Interventionelle Radiologie /

sucessful examination at the CIRSE 2011 with achievment of the EBIR (European Board of Interventional Radiology)
2011 - Prof. Dr. med. Maliha Sadick
2011 - Prof. Dr. med. Steffen Diehl

EBIR-European Board of Interventional Radiology

 

 

Kontakt

Haben Sie Fragen zu einer möglichen Anwendung können Sie uns wie folgt erreichen:

 

Universitätsklinikum Mannheim
Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizn
Abteilung für Minimalinvasive Medizin
Theodor-Kutzer-ufer 1-3
68167 Mannheim

Email: angiographie (at) umm.de

 

 

Angio

 

 

 

 

 

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 Seitenbearbeiter:Prof. Dr. Diehl
webmaster: Gerda Link
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