Multimodale Mammadiagnostik
Weiterführende Diagnostik
Therapieunterstützung
Nachsorge
Übersicht über die Verfahren
Workflow
Kontakt
Die Mammadiagnostik beschäftigt sich mit Erkrankungen der weiblichen Brust. Im Vordergrund stehen die Früherkennung, weiterführende Diagnostik, Therapieunterstützung und Nachsorgediagnostik bösartiger Brusttumoren oder deren Vorstufen. Um die Differenzierung zwischen bösartigen und gutartigen Veränderungen zu gewährleisten, sowie eine möglichst exakte Bestimmung einer lokalen und systemischen Tumormanifestation, werden verschiedene bildgebende Verfahren der Radiologie, aber auch der Nuklearmedizin eingesetzt. Aus diesem Grunde verwenden wir auch den Begriff der multimodalen Mammadiagnostik. Der Funktionsbereich ist integraler Partner des interdisziplinären Brustzentrums Mannheim.
Früherkennung
Bildgebende Untersuchungen zur Früherkennung beinhalten
die Mammographie als Basisverfahren
sowie den Ultraschall und
die Magnetresonanz-Mammographie
(MR-Mammographie) als ergänzende Verfahren. Der Ultraschall
wird in unserem Institut nach Möglichkeit immer zusätzlich
angewendet, um die diagnostische Genauigkeit zu erhöhen.
Untersuchungen zur Früherkennung werden in unserem Institut
in erster Linie bei Frauen mit erhöhter
familiärer
Belastung für Brustkrebs durchgeführt. Bei solchen
Frauen sind gemäß der neuen S3-Leitlinien
(pdf) engmaschige Untersuchungen mit allen drei oben genannten
Verfahren vorgesehen.
Das gesetzliche Mammographie-Screening-Programm
wird durch niedergelassene Radiologen primär umgesetzt, und
hat im IKRN im Rahmen von Kooperationen zur weiterführenden
Diagnostik ebenfalls hohe Bedeutung.
Weiterführende Diagnostik
Wenn aufgrund vorangegangener klinisch-gynäkologischer
oder bildgebender Untersuchungen suspekte Befunde erhoben werden,
muss eine weitere Abklärung und ggf. histologische Sicherung
erfolgen. Wird ein bösartiger Brusttumor bestätigt,
sind Auskünfte über die lokale und systemische Tumorausbreitung
notwendig, damit der behandelnde Gynäkologe die angemessene
Therapie einleiten kann.
Zur weiterführenden Diagnostik sind Mammographie
und Ultraschall indiziert,
ggf. auch eine MR-Mammographie.
Alle Verfahren tragen zur Differenzierung eines Befundes und zur
Bestimmung der lokalen Befundausdehnung bei. Mit Hilfe des Ultraschalls
sind Aussagen über den lokalen Lymphknotenbefall möglich.
Zur histologischen Sicherung eines Befundes wird die ultraschallgesteurte Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie sowie die MR-gesteuerte oder mammographisch-stereotaktische Vakuum-Saug-Biopsie angewendet. Für letztgenannte Maßnahme liegt im Geschäftsfeld das Zertifikat des Referenzzentrums für Mammographie-Secreening Südwest vor sowie eine Zulassung der kassenärztlichen Vereinigung. Suspekte Befunde aus dem gesetzlichen Mammographie-Screening dürfen somit in unserer Abteilung biopsiert werden, und die betroffenen Frauen können dann ggf. über das Brustzentrum ohne Umwege einer Therapie zugeführt werden.
Bei histologisch gesichertem Mammakarzinoms wird mittels Knochenszintigraphie und gegebenenfalls mit der PET-CT eine Umfelddiagnostik vorgenommen, um die systemische Tumormanifestation zu erfassen.
Therapieunterstützung
Bestimmte diagnostische Verfahren unterstützen die Abläufe
der gynäko-onkologischen Therapie.
Am Vortag einer Brustkrebsoperation wird der axilläre Wächter-Lymphknoten
in unserer Nuklearmedizin szintigraphisch markiert (Wächterlymphknoten-Szintigraphie).
Kleine, nicht tastbare Tumore werden vor der Operation sonographisch
oder mammographisch gesteuert mit einem Draht markiert (bildgesteuerte
Drahtmarkierung) und unmittelbar nach Operation einer Präparateradiographie
oder – sonographie zugeführt.
Bei Patientinnen, die vor der Operation eine Chemotherapie erhalten
(sog. neoadjuvante Chemotherapie) kann mittels Ultraschall
und Mammographie ,
ggf. auch MR-Mammographie,
das lokale Tumoransprechen im Verlauf kontrolliert werden. Wenn
sich eine deutliche Verkleinerung des Tumors anbahnt, kann dieser
bildgesteuert mit einem Clip markiert werden.
Nachsorge
Nach lokaler Therapie des Mammakarzinoms erfolgen engmaschige Kontrollen mittels Mammographie und Ultraschall, um Lokalrezidive oder Folgetumoren rechtzeitig zu erkennen. Die Untersuchungen erfolgen zunächst über 3 Jahre halbjährlich, danach in jährlichen Abständen. Optional wird die MR-Mammographie in der Nachsorge häufig eingesetzt, da sie sich für die Differenzierung von Narbe und Lokalrezidiv sehr gut bewährt hat.
Übersicht über die Verfahren der mulimodalen Mammadiagnostik am IKRN Mannheim
- MR-gesteuerte Biopsie
Workflow in der Multimodalen Mammadiagnostik
Kontakt
Universitätsklinikum Mannheim
Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizn
Abteilung für Mammadiagnostik
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Sekretariat: Frau Kessel, Frau Baumert
Tel.: 0621/ 383-3479
Fax.: 0621/ 383-1461



