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Fachgebiet - Hydrocephalus
Jeder Mensch produziert täglich in den Hirnkammern ca. 1/2 l Nervenwasser (Liquor). Der Liquor fließt über Verbindungen der vier Hirnkammern in die äußeren Nervenwasserräume um Gehirn und Rückenmark ab, wo er wieder in das Blut zurückgenommen, resorbiert wird.
Diese empfindliche Balance zwischen Nervenwasser-Produktion, - Zirkulation und -Resorption kann leicht gestört werden, ein Nervenwasser-Aufstau, ein Hydrozephalus (wörtlich: "Wasserkopf") entsteht.
Bei Verschluss der Liquorwege liegt ein Verschluss-Hydrozephalus (Hydrocephalus occlusus) vor, bei gestörter Resorption ein Hydrocephalus malresorptivus. Es kommt zu lebensbedrohlicher Druckerhöhung im Schädel. Zur Therapie leiten wir den Liquor entweder über ein Ventilsystem, einen "Shunt", in die Bauchhöhle oder den rechten Herz-Vorhof ab, oder schaffen in ausgewählten Fällen endoskopisch eine innere Umgehung. Der Normaldruck-Hydrozephalus tritt typischerweise im Alter auf und geht mit langsamer Verschlechterung kognitiver und motorischer Fähigkeiten sowie mit Inkontinenz einher.
Patienten mit Hydrocephalus oder Verdacht auf dieses Krankheitsbild können sich in unserer allgemeinen neurochirurgischen Sprechstunde vorstellen, die Montags, Donnerstags und Freitags stattfindet. Die Anmeldung erfolgt über unser Sekretariat unter der Telefonnummer 0621/383-2750.
Ihre Ansprechpartner ist: Dr. med. Kunze
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