Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Universitätsklinikum Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim

Direktor: Prof.Dr.F.Wenz

Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68135 Mannheim
Tel.: +49 (0) 621 / 383 - 3530
Fax: +49 (0) 621 / 383 - 3493
E-mail: volker.steil@radonk.ma.uni-heidelberg.de

 

Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT)


In der Strahlentherapie bedarf es oft einer Technik, mit der die Dosisverteilung in allen drei Raumrichtungen möglichst exakt den makroskopischen oder vermuteten mikroskopischen Grenzflächen zwischen Tumor und Normalgeweben angepasst werden kann. Es wird also eine möglichst hohe sogenannte Konformalität angestrebt. Neben der höchst aufwendigen und bisher nur begrenzt verfügbaren Therapie mit schweren beschleunigten Teilchen (z.B. Protonen) steht seit einiger Zeit die sogenannte Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) zur Verfügung. Bei konventionellen Linearbeschleunigern, die mit sogenannten Lamellenkollimatoren ausgerüsteten sind,können mit dieser Technik sehr komplexe Dosisverteilungen erzeugt werden.


Abb. Multileafkollimator (MLC)

Prinzipiell werden mit der IMRT durch Bestrahlung vieler kleiner Felder aus möglichst unterschiedlichen Einstrahlrichtungen irreguläre Strahlintensitäten generiert, die in der dreidimensionalen Überlagerung dann eine möglichst konformale Dosisverteilungen erzeugen.
Am Beispiel eines fortgeschrittenen Nasennebenhöhlenkarzinoms wird deutlich, dass die sehr ausgedehnte Tumorregion gut mit hohen Dosen umfasst werden kann und dennoch die empfindlichen Sehstrukturen geschont werden.


Als weiterer Vorteil können mit der IMRT unterschiedliche Bereiche, mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit eines Tumorbefalls, mit unterschiedlichen Dosen behandelt werden.


Bei der Behandlung der Prostatakarzinome wird mit dieser Methode eine bessere Schonung des Enddarms angestrebt.


Die IMRT lässt Vorteile durch höhere Tumorwirksamkeit bei gleichzeitig reduzierter Nebenwirkungsrate bei zahlreichen Tumoren der Kopf-Hals-Region, des Bauchraums und des Beckens erwarten. Gegenwärtig wird am Klinikum Mannheim diese Technik bei der Bestrahlung von Kopf-Hals-Tumoren, fortgeschrittenen Magenkarzinomen und Prostatakarzinomen eingesetzt.

 

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Verantwortlich: V.Steil letzte Änderungen: 28.01.2008 Webmaster