Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Universitätsklinikum Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim

Direktor: Prof.Dr.F.Wenz

 

Implantation von Jod-Seeds in die Prostata


Seit 1991 wird das Verfahren der Seed Implantation in die Prostata am Universitätsklinikum Mannheim als Kooperation zwischen der Strahlentherapie und der Urologischen Klinik durchgeführt. Bisher wurden weit über 500 Patienten behandelt. Die durchschnittliche Patientenzahl liegt momentan bei ca. 100 Patienten pro Jahr.

 
Bei der Seed-Therapie werden kleine Strahlenquellen (Seedīs), meist Jod 125 oder Palladium 128, in die Prostata eingebracht. In Voll- oder Teilnarkose werden diese Seedīs unter Ultraschallkontrolle mit Punktionsnadeln millimetergenau im Prostatagewebe plaziert. Die eingebrachten Strahler bestrahlen den Tumor von innen heraus mit einer hohen Dosis. Benachbarte Organe ( Rektum und Blase) werden weitgehend geschont, weil die Strahlung überwiegend in der Prostata absorbiert wird. Das Einbringen und Positionieren der Nadeln erfolgt mittels on-line Planung und wird direkt während des Eingriffes durch eine Computersimulation als Dosisplan berechnet.

 


125J-Seed Implantation

Diese Behandlungsmethode ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Alternative zur operativen Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie). Die wesentlichen Vorteile sind :

  • mehr Männern bleibt nach dem Eingriff die Potenz erhalten

  • die Inkontinenzrate ist gering.

Der Eingriff kann ambulant oder stationär erfolgen. Eine abschliessende Beurteilung ob diese Methode für einen Patienten geeignet ist, kann nur in einem individuellen Arzt-Patientengespräch geklärt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Strahlentherapie.

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Verantwortlich: V.Steil letzte Änderungen: 08.08.2008 Webmaster