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Animal welfare

Animal welfare officer and animal welfare committee

Das Tierschutzgesetz §10 schreibt vor, dass Träger von Einrichtungen, in denen Tierversuche an Wirbeltieren durchgeführt werden, einen oder mehrere Tierschutzbeauftragte (TSB) zu bestellen haben. Die Aufgaben der Tierschutzbeauftragten sind in der Tierschutzversuchstierverordnung (TSchVVO §5) definiert.

TSB müssen die Einrichtungen und die mit den Tierversuchen sowie mit der Haltung der Tiere befassten Personen beraten. Darüber hinaus sollen TSB auf die Einhaltung der Vorschriften, Bedingungen und Auflagen im Interesse des Tierschutzes achten. Die TSB müssen zu jedem Antrag auf Genehmigung Stellung nehmen und sollen innerbetrieblich auf die Entwicklung und Einführung von Verfahren und Mitteln zur Vermeidung oder Beschränkung von Tierversuchen hinwirken.

Die Medizinische Fakultät Mannheim hat mehrere TSB bestellt, da dies durch den großen Aufgabenumfang aufgrund der zahlreich durchgeführten Tierexperimente erforderlich ist. Bei der Planung von tierexperimentellen Forschungsvorhaben sollten sich die Experimentatoren/Innen vor Antragstellung an den für die jeweilige Abteilung bzw. das jeweilige Institut zuständigen TSB wenden, um die nötigen Vorabklärungen durchzuführen und die antragsbegleitende Beratung sicherstellen zu können.

Approval of an animal experiment

  • Mit der EU-Richtlinie 2010/63 und der danach notwendigen Neufassung des Tierschutzgesetzes (TierSchG; gültig ab 13.7.2013) sowie der neuen Tierschutz-Versuchstierverordnung (TierSchVersV; gültig ab 13.8.2013), hat sich Einiges auch bezüglich der Genehmigungsverfahren von Tierversuchsvorhaben geändert.
  • Jedes tierexperimentelle Versuchsvorhaben muss beantragt oder angezeigt werden.
  • Für die Antragerstellung sollten die Hinweise in der Antragsfassung: Hinweise Antragsformular 2020 kommentierte Vorlage, gelesen werden, in der nützliche Informationen zu jedem Punkt des Antrags und den beizulegenden Formularen zu finden sind.
  • Anzeigen und Genehmigungen mit dem selben Antragsformular
  • Antragsformular 2020 – kommentierte Vorlage
  • Antragsformular 2020 – unkommentierte Vorlage

Bei Einschätzung der Belastung der Tiere hilft die Klassifizierung der Schweregrade:

Der Entwurf des Antrags soll dem Tierschutzbeauftragten zugeschickt werde.

Nach Erstellung der Endversion des Antrages werden zwei Originalanträge sowie die weiteren notwendigen Unterlagen (z. B. transgene Datenblätter, Qualifikationsnachweise, Personalbogen) und 6 Kopien des Antrages im Sekretariat (Frau Eustachi) der TSB eingereicht. Der TSB verfasst die Stellungnahme und leitet den Antrag an das Regierungspräsidium Karlsruhe und an das Veterinäramt der Stadt Mannheim weiter. Der Antrag wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe nur bearbeitet, wenn alle Unterlagen komplett vorliegen.

Dem Antragsformular 2020 (- unkommentiert) sind folgende Anlagen beizulegen:

  1. Stellungnahme des Tierschutzbeauftragten (diese legt der Tierschutzbeauftragte bei)
  2. Liste der Literaturzitate
  3. Datenblatt für genetisch veränderte Tiere (Datenblatt GVT 2016.docx)
  4. Formblatt Angaben zur biometrischen Planung 2016 oder statistisches Gutachten
  5. Abkürzungsverzeichnis
  6. Personenbögen (inklusive der Nachweise)
  7. Nichttechnische Projektzusammenfassung (NTP) für Tierversuchsvorhaben als Ausdruck (nur für Genehmigungsanträge)
  8. 6 Kopien (nur für Genehmigungsanträge) des Formulars (nur bis einschl. Punkt 40, ggf. anonymisiert) nebst Anlagen (1 - 5)

Hier die dazugehörigen Anleitungen des RP:

  1. Hinweise Antragsformular 2020 kommentierte Vorlage.docx
  2. Falls transgene Tiere verwendet werden: Hinweise Datenblatt für genetisch veränderte Tiere (GVT) 02-16.docx
  3. Hinweise Formblatt zur biometrischen Planung 02-16.docx
  4. Hinweise Personenbogen 02-16.docx
  5.  Projektzusammenfassung: Leitfaden zur Erstellung der Nichttechnischen Projektzusammenfassung (NTP) für Tierversuchsvorhaben (PDF)
  6. Klassifizierung der Schweregrade

Bei der Entscheidung über einen Antrag wird die Genehmigungsbehörde von einer Tierschutz- Kommission beraten. Im einfachsten Fall erfolgt die Genehmigung, bei Unklarheiten formuliert die Behörde schriftlich Fragen an den Antragsteller. Der Antragsteller sollte auf diese Fragen in einem Antwortschreiben eingehen, ohne den Antrag selbst umzuschreiben. Je nachdem, wie umfangreich oder schwerwiegend die Rückfragen waren, wird nach Eingang der Antworten beim Regierungspräsidium Karlsruhe die Genehmigung erteilt oder das Antwortschreiben muss der Kommission erneut vorgelegt werden. Jeder Brief an das Regierungspräsidium sollte vorher mit dem TSB abgestimmt werden und wird dann über das Sekretariat des TSB an das Regierungspräsidium geschickt.

Project summary (according to § 41 TierSchVersV)

Mit Inkrafttreten des 3. Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes am 12. Juli 2013 und der Tierschutzversuchstierverordnung am 13. August 2013 ist jedem Antrag auf Genehmigung eines Tierversuchsvorhabens eine Nichttechnische Projektzusammenfassung (NTP) beizufügen (§ 41 TierSchVersV).

Nach Genehmigung des Versuchsvorhabens übermittelt die zuständige Behörde dem Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) die dazugehörige NTP. Das BfR veröffentlicht diese innerhalb von 12 Monaten auf der BfR-Homepage So werden die Informationen über Tierversuchsprojekte öffentlich zugänglich gemacht und die Unterrichtung der Bürger über Tierversuche wird gewährleistet.

Bitte nutzen Sie das Onlineformular und den zugehörigen Leitfaden des BfR zur Erstellung der NTP für genehmigungspflichtige Tierversuchsvorhaben.

Die NTP sollte allgemein gehalten werden und keine personen- oder einrichtungsbezogenen Daten enthalten.

Es ist die Aufgabe der Antragsteller, beim Ausfüllen der NTP ihre Rechte bezüglich geistigen Eigentums und vertraulicher Informationen zu wahren.

Bitte senden Sie das Formular nicht, wie in den Hinweisen angegeben ist, an das RP, sondern an den TSB. Das Büro der Tierschutzbeauftragten leitet das Formular dann mit dem fertigen Antrag an das RP weiter. Die bei der online-Einreichung generierte 10-stellige ID-Nummer (z. B. 00007111-1-1) ist im neuen Antragsformular unter Punkt 14 einzutragen.

Achtung! Ab 01.01.2021 nach dem neuem Durchführungsbeschluss 2020/569 der EU-Kommission gibt es eine neue Formatvorlage für die NTP mit zusätzlichen Informationen zur Belastung und dem Verbleib der Tiere!
(https://www.3r-smart.de/index.php?id=6895)

Employees in animal experimental projects & exemptions

Soll eine Person in einem tierexperimentellen Vorhaben mitarbeiten, muss diese im angezeigten oder genehmigten Antrag unter Punkt 8 (Personen, die im Rahmen der Versuchsdurchführung Eingriffe oder Behandlungen an Tieren durchführen) oder in der Internen Anzeige benannt sein. Falls diese Person später dazu kommt, muss sie durch den Leiter des Versuchsvorhaben vor Beginn der Tätigkeiten nachgemeldet werden. Dafür ist das entsprechende Formular Mitarbeiteranmeldung zu verwenden. In beiden Fällen sind der Personenbogen und die notwendigen Qualifikationsnachweise (Berufsabschlusszeugnis z. B. Hochschulzeugnis und nicht die Kopie der Approbation oder des Dr.-Grades), Kursbescheinigungen eines versuchstierkundlichen Kurses) in Kopie beizulegen. Quartalsweise werden die neuen Mitarbeitermeldungen durch das Sekretariat der TSB an das RP Karlsruhe weitergemeldet.

Die Tierschutzversuchstierverordnung definiert im §3, §16 und in der Anlage 1 die Anforderungen an die Sachkunde die erforderlich ist, um Eingriffe an Tieren (Tötung, nicht operativ, operativ) selbstständig oder unter Aufsicht durchführen zu dürfen.

Tötung von Tieren

Die selbstständige Tötung von Tieren ist nur gestattet, wenn die in Anlage 1 Abschnitt 2 genannten Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen werden können. Dies ist z.B. bei Personen der Fall, denen diese Sachkunde im Rahmen der Ausbildung vermittelt wurde. Ansonsten muss diese Sachkunde im Rahmen eines versuchstierkundlichen Grundkurses oder eines Tötungsmoduls (beides wird am IBF Heidelberg angeboten) erworben werden.

Behandlungen und nicht operative Eingriffe

Die selbstständige Mitarbeit bei Behandlungen und nicht operativen Eingriffen im Tierversuch ist Personen gestattet, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Veterinärmedizin, der Medizin oder der Naturwissenschaften verfügen und zusätzlich versuchstierkundliche und tierexperimentelle Fachkenntnisse haben. Selbstständige Mitarbeit ist auch Personen erlaubt, die auf Grund einer abgeschlossenen Berufsausbildung nachweislich die erforderlichen Fachkenntnisse haben. Alle anderen Personen dürfen nur unter Aufsicht arbeiten. Dies bedeutet, dass der Versuchsleiter, der Stellvertreter oder andere zum selbstständigen Arbeiten berechtigte Mitarbeiter des betreffenden Versuchsvorhabens persönlich anwesend sein müssen. Sollen operative Eingriffe durchgeführt werden dürfen dies nur Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium der Veterinärmedizin oder Medizin, sofern sie sich zusätzlich auf Grund einer ausreichenden Anleitung in tierexperimentellen Techniken oder versuchstierkundlichen Kursen die speziellen für dieses Vorhaben notwendigen Kenntnisse erworben haben. Dies gilt ebenso für Absolventen eines naturwissenschaftlichen Hochschulstudiums, die aufgrund ihres Studiums nachweislich die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten haben. Durch die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung wird es aber auch Personen erlaubt selbstständig zu arbeiten, die zuvor nur unter Aufsicht tätig sein durften (z.B. technisches Personal). Diese Ausnahmegenehmigung wird einer Person für eine definierte tierexperimentelle Tätigkeit im Rahmen genehmigter Versuchsvorhaben erteilt. Dafür muss die betreffende Person die entsprechende Sachkunde nachweisen (i. d. R. versuchstierkundlicher Grundkurs und zusätzliches Training) sowie diese Tätigkeiten dem TSB vorführen. Dieser muss im Antrag auf Ausnahmegenehmigung bestätigen, dass er sich persönlich von den Fähigkeiten der Person überzeugt hat. Weitere Einzelheiten zum Qualifikationsstatus sind in der Anleitung des RP Karlsruhe zum Ausfüllen der Personalbogen dargestellt. Weitere Informationen liefert auch die Präsentation von Dr. Stein, Regierungspräsidium Karlsruhe: "Anforderungen an die Qualifikation bei der Durchführung und Leitung von Tierversuchen" vom 6.12.2017.

Internal displays

  • Die Organentnahme für wissenschaftliche Zwecke wird mit einem Internen Formular Interne Anzeige Formular 2013 bei dem zuständigen TSB angezeigt.
  • Bei diesen Tötungen zur Organentnahme werden die Tiere getötet ohne dass vorher irgendein Eingriff am Tier stattfand.
  • Interne Anzeigen werden immer für 1 Jahr ausgestellt und können maximal 2 x formlos per Mail verlängert werden.
  • Den Internen Anzeigen ist ein Personenbogen für jeden Mitarbeiter und die dazugehörigen Sachkundenachweise (i. d. R. Berufsabschlusszeugnis und Kopie des Zeugnisses eines versuchstierkundlichen Kurses) sowie die Datenblätter der zu verwendeten Linien beizulegen.
  • Das RP und das Veterinäramt Mannheim werden über die Interne Anzeige informiert.

Documentation of animal numbers

Zur Erleichterung der Dokumentation der Tierzahlen innerhalb eines Versuches kann das Formular Versuchstierdokumentation benutzt werden.

Seit der Einführung der Tierhausmanagement Software LAVAN im Oktober 2019 werden die Versuchstiere automatisch über die Software gezählt.

Breeding of genetically modified animals

  • Mit dem Inkrafttreten des neuen Tierschutzgesetzes am 12. Juli 2013 unterliegt die Zucht und Haltung genetisch veränderter Tierlinien der Genehmigungspflicht, wenn die Individuen dieser Linien auf Grund ihrer genetischen Veränderungen unter Umständen Schmerzen, Leiden oder Schäden erfahren können.
  • Bereits bestehende belastete Linien können in ein bestehendes genehmigtes Verfahren integriert werden (formlos durch einen Brief mit Angabe der Belastung und der zusätzlichen Tierzahl).
  • Diese Vorgaben sind auch zu beachten, wenn Linien importiert werden, da hier dann auch bei entsprechenden Belastungen für die Zucht eine Genehmigung beantragt werden muss.
  • Das BfR hat Kriterien für die Anwendung sowie für eine Belastungseinstufung solcher belasteter Linien erstellt: Festlegung von Kriterien zur Beurteilung der Belastung genetisch veränderter Versuchstiere. Dazu gibt es außerdem noch Informationen im Arbeitspapier zu genetisch veränderten Tieren (Umsetzung Richtlinie 2010/63/EU).

Die Herstellung neuer Stämme durch homologe Rekombination embryonaler Stammzellen oder durch die Pronukleusinjektion bleibt genehmigungspflichtig. Allerdings muss dabei zukünftig eine Belastungsbeurteilung anhand der aufgeführten Formulare durchgeführt werden. Ergibt sich bei der Beurteilung tatsächlich eine Belastung, bleibt die Zucht der Linie dauerhaft genehmigungspflichtig. Ergibt sich keine Belastung, ist keine Genehmigung für die weitere Zucht erforderlich.

Die Formulare zur Erfassung der Belastung für die verschiedenen Altersstufen:

Beurteilung neugeborener Wurf, Beurteilung Wurf beim Absetzen, Beurteilung adultes Einzeltier, Abschlussbeurteilung

Zu den zu prüfenden Linien zählen folgende Linien:

  • alle durch embryonale Manipulationen (Transgenese, homologe Rekombination, Enzymmediierte Mutation, Transduktion, usw.) oder durch Bestrahlung oder die Behandlung mit mutagenen Substanzen neu generierten, genetisch veränderten Linien
  • Erzeugung neuer Linien durch Kreuzung von 2 nicht belasteten Linien, wenn eine Belastung der Kreuzungsnachkommen zu erwarten ist.
  • Kreuzungsnachkommen von genetisch veränderten Linien, bei denen Belastungen erwartet werden
  • alle neu importierten, genetisch veränderten Linien, die noch nicht ausreichend charakterisiert sind
  • Spontanmutationen, die - wenn sie auftreten - gezielt weitergezüchtet werden sollen und bei denen Belastungen erwartet werden
  • Linien, die aufgrund einer genetischen Veränderung belastende Tumoren entwickeln, unterliegen kategorisch (also auch in Fällen, in denen die Tumoren erst ab einem bestimmten Lebensalter auftreten) der Genehmigungspflicht

Ausgenommen von dieser Prüfung sind folgende Linien:

  • Linien, bei denen die genetisch bedingte Veränderung des Phänotyps erst durch die Gabe von Induktoren (z. B. Tamoxifen, Tetrazyklin etc.) ausgelöst wird, gelten bis zu dem Zeitpunkt der Induktion grundsätzlich als nicht belastet. Da die Induktion nur bei Tieren in einem genehmigten Tierversuch erfolgt, bleibt die Zucht der Linie genehmigungsfrei.
  • Linien, bei denen ein genetisch bedingter Phänotyp durch die Gabe von Substanzen über Futter oder Trinkwasser unterdrückt wird, gelten ebenfalls als unbelastet und damit genehmigungsfrei bis zum Zeitpunkt des Absetzens der Substanzen in einem genehmigten Tierversuch.
  • Das Vorhandensein von Reportergenen (z. B. Luciferase, LacZ) im Genom und die sich aus diesen Genen entwickelnden Moleküle führen per se nicht zu einem belastenden Phänotypen, so dass die Zucht von Linien, in die lediglich Reportergene eingebracht wurden, genehmigungsfrei ist.
  • Die Zucht immundefizienter Linien unterliegt nicht der Genehmigungspflicht, wenn - im Sinne des Refinements - die Belastung durch eine Haltung, die die Tiere vor pathogenen Keimen schützt, ausgeschlossen werden kann. Eine fehlende Berücksichtigung des Hygieneniveaus bei der tierschutzrechtlichen Bewertung der Zucht von immundefizienten Tieren ist tierschutzrechtlich kritisch. Ein adäquates Hygieneniveau muss in Tierhaltungen sicher gewährleistet sein.
  • Wildtyp-Tiere von üblichen In- oder Auszuchtstämmen oder Wildtyp-Tiere ohne standardisierten genetischen Hintergrund sowie rekombinante Inzuchtstämme oder vergleichbare Varianten stellen keine genetisch veränderten Tiere dar.
  • Linien, bei denen aufgrund der Art der genetischen Veränderung keine Belastung zu erwarten ist (z. B. Cre-Stämme, Flox-Stämme).

Ausgenommen von dieser Prüfung sind folgende Linien:

  • Linien, bei denen die genetisch bedingte Veränderung des Phänotyps erst durch die Gabe von Induktoren (z.B. Tamoxifen, Tetrazyklin etc.) ausgelöst wird, gelten bis zu dem Zeitpunkt der Induktion grundsätzlich als nicht belastet. Da die Induktion nur bei Tieren in einem genehmigten Tierversuch erfolgt, bleibt die Zucht der Linie genehmigungsfrei.
  • Linien, bei denen ein genetisch bedingter Phänotyp durch die Gabe von Substanzen über Futter oder Trinkwasser unterdrückt wird, gelten ebenfalls als unbelastet und damit genehmigungsfrei bis zum Zeitpunkt des Absetzens der Substanzen in einem genehmigten Tierversuch.
  • Das Vorhandensein von Reportergenen (z.B. Luciferase, LacZ) im Genom und die sich aus diesen Genen entwickelnden Moleküle führen per se nicht zu einem belastenden Phänotypen, so dass die Zucht von Linien, in die lediglich Reportergene eingebracht wurden, genehmigungsfrei ist.
  • •Die Zucht immundefizienter Linien unterliegt nicht der Genehmigungspflicht, wenn - im Sinne des Refinements - die Belastung durch eine Haltung, die die Tiere vor pathogenen Keimen schützt, ausgeschlossen werden kann. Eine fehlende Berücksichtigung des Hygieneniveaus bei der tierschutzrechtlichen Bewertung der Zucht von immundefizienten Tieren ist tierschutzrechtlich kritisch. Ein adäquates Hygieneniveau muss in Tierhaltungen sicher gewährleistet sein.
  • Wildtyp-Tiere von üblichen In- oder Auszuchtstämmen oder Wildtyp-Tiere ohne standardisierten genetischen Hintergrund sowie rekombinante Inzuchtstämme oder vergleichbare Varianten stellen keine genetisch veränderten Tiere dar.
  • Linien, bei denen aufgrund der Art der genetischen Veränderung keine Belastung zu erwarten ist (z. B. Cre-Stämme, Flox-Stämme).

Useful information on laboratory animals and animal experiments

  • Gesellschaft für Versuchstierkunde
  • Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz, Arbeitskreis 4: Tierversuche
  • Pro Forschung e.V., Initiative für medizinischen Fortschritt
  • Gesellschaft für wissenschaftlichen Tierschutz
  • ZEBET - Zentralstelle für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - Tierschutz (z. B. Tierschutzberichte der Bundesregierung)
  • Versuchstierkunde Online

Weitere Informationen sind auch auf der Seite Tierschutz in der Forschung der Universität Heidelberg zu finden, auf der die Aufgaben des Tierschutzbeauftragten, das Antragsverfahren, die Zucht genetisch veränderter Tiere und die versuchstierkundlichen Kurse noch einmal ausführlich beschrieben sind.

Hinweis: Die Inhalte der verlinkten Seitenadressen auf dieser Webseite müssen nicht den Ansichten des ZMF entsprechen.

Forms and instructions

Formulare / Behördliche Vordrucke / Links

  • Antragsformular 2020 unkommentiert / unkommentiert
  • Datenblatt für genetisch veränderte Tiere 2016
  • Formblatt Angaben zur biometrischen Planung 2016
  • Interne Anzeige _ Stand 2020
  • Personenbogen 2016
  • Mitarbeiteranmeldung 2019
  • Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung
  • Nichttechnische Projektzusammenfassung (NTP) für Tierversuchsvorhaben
  • Bestellformular für Versuchstiere im deutsch / englisch
  • Fact Sheet-Sammlung: Versuchstiere 2018 in Deutschland
  • Versuchstierdokumentation
  • Beurteilung neugeborener Wurf Beurteilung Wurf beim Absetzen
  • Beurteilung adultes Einzeltier
  • Abschlussbeurteilung
  • Interaktive Karte zur Coronaforschung
  • Refinement-Wiki

Anleitungen und Informationen zu den Formularen

  • Hinweise Antragsformular 2020 kommentierte Vorlage
  • Leitfaden zur Erstellung der Nichttechnischen Projektzusammenfassung (NTP) für Tierversuchsvorhaben
  • Hinweise zum Datenblatt für genetisch veränderte Tiere 2016
  • Anleitung biometrische Planung 2016
  • Festlegung von Kriterien zur Beurteilung der Belastung genetisch veränderter Versuchstiere
  • Klassifizierung der Schweregrade
  • Anleitung Personenbogen

Laboratory animal science course

Versuchstierkundekurs der Universität Heidelberg:

Die Anmeldeformulare für den Kurs in Heidelberg müssen sowohl online nach Heidelberg abgeschickt werden, als auch in ausgedruckter Form an das Büro der Tierschutzbeauftragten in Mannheim gesendet werden. Von dort werden sie nach Bestätigung durch die Tierschutzbeauftragte nach Heidelberg weitergeleitet. Weitere Informationen finden Sie unter: Interfakultäre Biomedizinische Forschungseinrichtung



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