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Prof. Dr. Ulrike Attenberger

Die Integration und klinische Translation von dezidierter High-end Diagnostik sowie minimal-invasiver Therapie im Sinne eines Closed-Loop-Systems steht im Zentrum des onkologischen Forschungsschwerpunkts des Instituts für klinische Radiologie und Nuklearmedizin.

Ein besonderer Schwerpunkt ist hier v.a. die multiparametrische, funktionelle und metabolische Schnittbilddiagnostik mittels Magnetresonanztomographie und Computertomographie sowie der Positronenemissionstomographie, mit der die Ziele einer noch sensitiveren und spezifischeren Tumordiagnostik sowie eines unmittelbaren Erfassens des Therapieansprechens verfolgt werden. Es gelingt durch neueste technische Innovationen neben einer möglichst frühzeitigen Tumordetektion u.a. auch die Abschätzung des Agressivitätspotentials z.B. von Prostatakarzinomen, wodurch eine Risikostratifizierung möglich wird. Besonderen Stellenwert in der onkologischen Forschungsausrichtung des IKRN nehmen daneben auch Methoden zur integrativen Bewertung großer diagnostischer Datensätze ein (Data mining, Radiomics), mit dem Ziel individuelle prädiktive Faktoren noch vor dem eigentlichen Therapiebeginn zu bewerten und dadurch ein möglichst stadiengerechtes, indivualisiertes Therapieregime zu ermöglichen.

Ein Forschungsschwerpunkt im Bereich der Interventionellen Radiologie ist die Entwicklung neuer Behandlungsalgorithmen beim oligometastasierten Patienten im Rahmen des Forschungscampus M2OLIE. In enger Zusammenarbeit mit den teilnehmenden akademischen und medizintechnischen Industriepartnern werden hierbei neue Arbeitsplattformen und Ansätze entwickelt, um unterschiedliche diagnostische Verfahren und Therapieformen in einem integrativem Ansatz für eine personalisierte Medizin zu optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die klinische Erprobung und Weiterentwicklung neuer Assistenzsysteme für die minimal-invasive Tumortherapie.

In Kombination mit der Optimierung neuer Verfahren, wie z.B. der Irreversiblen Elektroporation, sowie der Integration funktioneller diagnostischer Verfahren, z.B. der 4D-Bildgebung, in therapeutische Entscheidungsprozesse sollen so neue Behandlungsstrategien entwickelt werden. Ein besonderer wissenschaftlicher Fokus liegt auf der Fusion neuer Verfahren, wie z.B. der C-Arm-basierten Kegelstrahl-CT, mit konventionellen chirurgischen Verfahren (Bsp. CATS = Computed tomography Assisted Thoracic Surgery).

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