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Medizinische Fakultät Mannheim

Die Medizinische Fakultät Mannheim ist eine von zwei unabhängigen Medizinfakultäten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Mannheim bildet sie die Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Die Fakultät ist anerkannter Partner großer Forschungseinrichtungen und bildet in ihrem erfolgreichen Modellstudiengang nach dem Mannheimer Reformierten Curriculum für Medizin und medizinnahe Berufe (MaReCuM) derzeit rund 2.034 Medizinstudierende aus.


Aktuelles

Bundesverdienstkreuz für Franz Wassermann

Für seine Verdienste um die Förderung der Integration ausländischer Studierender, insbesondere mit den Mitteln der Musik, ist Prof. Franz Wassermann mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Wassermann leitet unter anderem die "Cantomanie", den Studierendenchor der Medizinischen Fakultät Mannheim. Zur Pressemitteilung der Universität Heidelberg

Dominic Henning siegt beim Science Slam der dggö

Zum Abschluss einer spannenden Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie in Wuppertal überzeugte Dominic Henning von der Abteilung Gesundheitsökonomie beim Science Slam mit seinem Beitrag über die Herausforderungen bei der Entwicklung von Sturzerkennungssystemen für ältere Menschen.


Frank Giordano neuer Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Seit Anfang Oktober leitet Professor Dr. med. Frank Anton Giordano die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Gleichzeitig wurde er auf den Lehrstuhl für Strahlentherapie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen.

Neuer Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie: Professor Dr. med. Frank Anton Giordano

Professor Giordano ist als Strahlentherapie-Experte in der Rhein-Neckar Region sehr gut bekannt: Schon ab 2017 war er Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der UMM, die er von Januar 2019 bis März 2020 kommissarisch leitete. Anschließend wechselte er an die Universitätsklinik Bonn, wo er als Lehrstuhlinhaber und Klinikdirektor in den vergangenen zweieinhalb Jahren aus einer kleinen Untergruppe der Radiologie eine völlig neue und mittlerweile überregional führende Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie aufgebaut hat. Jetzt kehrt der 42jährige gebürtige Speyerer an seine frühere Wirkungsstätte zurück.

„Wir freuen uns sehr, Professor Giordano für die Universitätsmedizin Mannheim zurückgewonnen zu haben“, sagen die Geschäftsführer des Universitätsklinikums Mannheim, Professor Dr. med. Hans-Jürgen Hennes und Freddy Bergmann, und betonen: „Mit seiner besonderen Expertise für hoch präzise Strahlentherapie sowie die Behandlung von Hirntumoren und Metastasen ist er ein großer Gewinn für unsere Krebspatienten.“ Auch der Dekan der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Professor Dr. med. Sergij Goerdt, ist von dem neuen Lehrstuhlinhaber überzeugt: „Professor Giordano ist ein national und international anerkannter Strahlentherapie-Experte und wird mit seinen Forschungsarbeiten dazu beitragen, unsere etablierten Schwerpunkte in der Medizintechnologie und Onkologie weiter voranzubringen.“

„In Mannheim kann ich durch die exzellent ausgebildeten Schwerpunkte gemeinsam mit den weiteren Kliniken der UMM und dem benachbarten Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) an der vordersten Frontlinie der modernen Krebstherapie forschen und arbeiten“, erläutert Giordano. Dabei befasst er sich unter anderem mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Radioonkologie: „Wir haben eine herausragende Medizintechnik am Standort. Jetzt müssen wir der Technik noch das Denken beibringen, damit sie künftig die ärztlichen Entscheidungen besser vorbereiten und erleichtern kann“, erklärt Giordano. Zum Beispiel kann eine KI darauf trainiert werden, die Reaktion eines Tumors und des umgebenden gesunden Gewebes auf die Bestrahlung zu erkennen und so Empfehlungen für die Anpassung der Bestrahlungsdosis im weiteren Therapieverlauf machen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Professor Giordano ist die Behandlung von Hirntumoren, an der er gemeinsam mit der Klinik für Neurologie und der Neurochirurgischen Klinik arbeiten will. „Hirntumoren lassen sich am besten in einem Team aus verschiedenen Fachexperten behandeln“, betont er. Dabei interessiert ihn insbesondere das sogenannte Mikromilieu: „Wenn wir Tumoren die lokale Lebensgrundlage durch die gezielte Kombination von Operation, Medikamenten und modernen Bestrahlungstechniken so richtig ungemütlich machen, können wir selbst aggressive Tumoren in den Griff bekommen“, so Giordano.

Der schnelle Transfer aktueller Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung liegt Professor Giordano besonders am Herzen, damit die schwer erkrankten Patienten möglichst früh davon profitieren können. Das hat er bereits früh in seiner Karriere nach dem Medizinstudium an der Universität Heidelberg bei seiner Tätigkeit am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg verinnerlicht: „Jeder Krebspatient sollte Zugang zu innovativen Studien und neuesten Therapieoptionen haben, bevor diese vielleicht fünf bis zehn Jahre später zur klinischen Routine werden.“

Giordano ist Mitglied im Expertenpool des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) sowie weiterer Fachgesellschaften. Darüber hinaus ist er als Gutachter für zahlreiche Institutionen tätig, Beirat und Redaktionsmitglied mehrerer Fachzeitschriften und Herausgeber eines Lehrbuchs für Strahlentherapie. Auch international genießt er hohe Anerkennung: So wurde er von der amerikanischen Gesellschaft für Radioonkologie (ASTRO) ausgezeichnet, ist Ambassador der europäischen Vereinigung für Krebsforschung (EACR) und Ehrenmitglied der Spanischen Gesellschaft für Radioonkologie (SEOR).


Veranstaltungen

22.05.2026 |  Beginn: 13:15 Uhr

Antrittsvorlesung Dr. Catharina Gerhards im Rahmen des Habilitationsverfahrens

Ort: Hörsaal 1, Haus 6, Ebene 4, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim
29.05.2026 |  Beginn: 16:15 Uhr

Antrittsvorlesung Dr. Arne Ruder im Rahmen des Habilitationsverfahrens

Ort: Hörsaal 1, Haus 6, Ebene 4, Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim

Forschungsschwerpunkte

An der Medizinischen Fakultät Mannheim sind fünf Forschungsschwerpunkte (Comprehensive Campuses) und ein Forschungsbereich etabliert, die das wissenschaftliche Profil der Fakultät maßgeblich bestimmen.


MaReCuM

Mannheimer Reformiertes Curriculum für Medizin und Medizinnahe Berufe

MaReCuM bietet die Möglichkeit, schon während der Ausbildung zusätzliche Qualifizierungsschwerpunkte zu setzen.

Bei MaReCuM werden klassische Fachgrenzen durchbrochen, im Mittelpunkt stehen Themen, Organe, Krankheiten.

Die kompakte Zahl von 250 Studierenden pro Jahrgang macht MaReCuM zu einem Studiengang mit exzellenter persönlicher Betreuung.


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