Universität Heidelberg
Medizinische Falultät der Universität Heidelberg

Molekulare Bildgebung

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Leiterin

Prof. Dr. Maliha Sadick,

Leiterin des Interdisziplinären Zentrums für Gefäßanomalien

Logo zentrum für Gefäßanomalien

 

Tel    0621 383 5084
Fax:  0621 383 3096

 

 

Ärztliche Mitarbeiter:

Gastwissenschaftlerin Dr. Chunyan Li

 

Doktoranden

Cand. med. Franz Dally
Cand. med. Jakob Richers

 

Ehemalige Doktorandinnen und Doktoranden

Dr. med. Johannes Budjan
Dr. med. Sarah Klohr
Dr. med. Li Chunyan

 

Hintergrund

Gefäßanomalien sind Seltene Erkrankungen. Sie werden nach der 2014 aktualisierten Klassifikation der ISSVA (International Society for the Study of Vascular Anomalies) eingeteilt. Unterschieden werden vaskuläre Tumore und kongenitale vaskuläre Malformationen. Gefäßtumore, wie z.B. Hämangiome, beruhen auf einer endothelialen Gefäßzellproliferationsstörung, betreffen Neugeborene und Kleinkinder und können sich in über 90% zurückbilden. Gefäßmalformationen beruhen auf einer mesenchymalen Entwicklungsstörung, werden meist im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter symptomatisch und nehmen mit zunehmendem Alter an Größe zu.

Die Einteilung der Gefäßmalformationen wird, entsprechend ihrer vorherrschenden Gefäßkomponente, in rein arterielle, venöse, kapilläre und lymphatische oder gemischte Gefäßanomalien vorgenommen. Entsprechend der Flußdynamik erfolgt eine weitere Unterscheidung in „fast-flow“ und „slow-flow“ Läsionen, was für die Behandlung erhebliche Bedeutung hat. Fast-flow Gefäßmalformationen sind meist einer transarteriellen und/oder transvenösen Embolisationsbehandlung zugänglich. Slow-flow Gefäßmalformationen können oftmals perkutan mittels Sklerotherapie behandelt werden.

Es handelt sich bei beiden Krankheitsentitäten um Erkrankungen, deren klinische Vielfältigkeit, Symptomenkomplex und molekularbiologisches Spektrum sehr facettenreich sind.
Um Behandlungen optimal weiter zu entwickeln und eine bedarfsgerechte Therapie für Betroffene anbieten zu können, ist eine intensive Auseinandersetzung mit der Erkrankung sowohl auf klinischer aber auch auf molekularer, biochemischer und zellulärer Ebene notwendig.

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Zielsetzung

Die molekulare Bildgebung widmet sich der Visualisierung molekularer, biochemischer oder zellulärer Vorgänge. Dabei wird u.a. durch Zellmarkierung mit unterschiedlichen Biomarkern oder Tracern eine Charakterisierung von Zellen vorgenommen und die Ermittlung unterschiedlicher Zelltypen und Zellfunktionen (z.B. Apoptose, Angiogenese) ermöglicht. Mit ihrer Hilfe können organische oder zelluläre Fehlfunktionen ggf. schon vor dem Auftreten der ersten anatomischen Veränderungen entdeckt werden.

Einen aktuellen Forschungsschwerpunkt am IKRN stellt die prospektive Analyse von Blutbestandteilen von Patienten mit Gefäßanomalien dar, einschließlich der histopathologischen und immunhistochemischen Gewebeuntersuchung von malformierten Gefäßen. Analysiert wird die Zusammensetzung profibrotischer, prokoagulatorischer und inflammatorischer Faktoren in der Gefäßanomalie um mögliche Marker für Therapiemonitoring und Outcomeprädiktion zu detektieren. Diese werden mit dem klinischen Verlauf und radiologischer Bildgebung korreliert.

 

 

Derzeitige Projekte

Klinische und laborexperimentelle histopathologische Untersuchung der malformierten Venenwand und immunhistochemische Analyse von profibrotischen, prokoagulatorischen und inflammatorischen Markern vor und nach Behandlung in Hinblick auf Therapieansprechen und Outcomeprädiktion.

 

 

aktuelle Kooperationspartner

 

 

Forschungsförderung
1. Karin-Nolte Stiftung 08/2004 - 01/2009

 

 

Veröffentlichungen

 

 

 

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