Universität Heidelberg
Medizinische Falultät der Universität Heidelberg

Computertomographie (CT)

Was ist Computertomographie?

Das Wort Computertomographie setzt sich zusammen aus "Computer" und "Tomographie". "Computer" steht für den großen Rechen- und Computeraufwand, der zur Erzeugung dieser modernen Schnittbilder erforderlich ist. "Tomographie" bedeutet die schichtweise Darstellung unterschiedlicher Regionen des menschlichen Körpers. Mit einem modernen Computertomographen können innerhalb von wenigen Sekunden Abschnitte oder der gesamte Körper dargestellt werden.
Wie bei konventionellen Röntgenaufnahmen beruht die Computertomographie auf der Abschwächung von Röntgenstrahlen durch verschiedene Körpergewebearten. Im Computertomographen (CT-Gerät) wird hierzu die Röntgenröhre um die Körperachse des Patienten gedreht, wobei der untersuchte Körperteil durch einen fächerförmigen Röntgenstrahl abgetastet wird. Von auf der Gegenseite angebrachten Detektoren werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Hochleistungscomputer zur Bearbeitung weitergeleitet. Dieser errechnet dann aus den Messwerten Schichtbilder. Moderne Geräte mit mehreren Detektorenreihen können gleichzeitig mehrere Schichten erfassen, was den Ablauf der Untersuchung erheblich beschleunigt und die räumliche Auflösung verbessert. So können auch sehr kleine Gewebeveränderungen und anatomische Details abgebildet werden. Während früher nur zweidimensionale Schichtbilder berechnet wurden, werden heute üblicherweise dreidimensionale Volumendatensätze erzeugt, die auch nachträgliche Berechnungen in anderen Schichtebenen erlauben oder eine plastische dreidimensionale Abbildung des Körpers ermöglichen. Da bei diesem Verfahren auch das Röntgenstrahlenbündel besser ausgenutzt wird, müssen die erzielten Verbesserungen keine Erhöhung der Strahlendosis nach sich ziehen.
Um die Kontraste zwischen den unterschiedlichen Geweben zu verbessern und krankhafte Veränderungen besser zu erkennen, ist für die Mehrzahl der Untersuchungen eine Gabe von Kontrastmitteln erforderlich. Diese werden je nach medizinischer Fragestellung vor Beginn der Untersuchung entweder vom Patienten als Lösung getrunken oder über eine Vene in der Ellenbeuge während der Untersuchung verabreicht.

 

Klinischer Stellenwert der Computertomographie

Die Computertomographie zählt zu den wichtigsten radiologischen Untersuchungsverfahren, weil sie schnell durchführbar und klinisch aussagekräftig ist. Sie erlaubt beispielsweise die Diagnose von Tumoren, Entzündungen, Gefäßerkrankungen oder Verletzungen. Durch die Möglichkeit, den ganzen Körper in wenigen Sekunden zu untersuchen, können bei Tumorerkrankungen Fernabsiedlungen zuverlässig erkannt werden. Bei Patienten mit Polytrauma (mehrfache schwere Verletzungen) können alle relevanten Verletzungen innerhalb weniger Sekunden zuverlässig erkannt werden.

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Geräteausstattung und Untersuchungsspektrum des Instituts für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin

Das Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin verfügt über zwei moderne Computertomographen der neuesten Gerätegeneration:

  • Siemens Somatom Definition – besitzt als erstes CT zwei gleichzeitig arbeitende 64-Zeilen Aufnahmesysteme (deshalb wird dieses Gerät auch als Dual-Source-Computertomograph bezeichnet), die beide dreimal pro Sekunde um den Patienten rotieren. Dadurch ist der neue CT deutlich schneller und kann Organe mit schneller Bewegung (z.B. das Herz) in ihrer Bewegung „einfrieren“. In Kombination mit einer Auflösung von weniger als 0,4 Millimetern können winzige Strukturen wie die Herzkrangefäße sehr genau dargestellt werden. Die beiden Röntgenröhren können auch mit unterschiedlichen Energiestufen (Dual Energy) betrieben werden. So kann z.B. die Höhe der Kontrastmittelaufnahme in verschiedenen Organen als Näherungswert für Gewebedurchblutung beurteilt werden.
  • Siemens Somatom Emotion 16 – ein modernes 16-Zeilen CT, das für die meisten klinischen Fragestellungen eingesetzt werden kann. Mit diesem Gerät können detailgenaue Bilder des ganzen Körpers in kurzer Aufnahmezeit erzeugt werden. Mit Hilfe eines Monitors, der durch eine spezielle Vorrichtung im Untersuchungsraum an diesem Gerät angebracht ist, können CT-gesteuerte Eingriffe wie Biopsien und Drainagen durchgeführt werden.

Beide Geräte werden diagnostisch für den gesamten Körperbereich eingesetzt. Folgende Untersuchungen werden standardmäßig in großer Zahl durchgeführt:

  • CT des Kopfes (Schädel und Gehirn)
  • CT der Nasennebenhöhlen und des Gesichtsschädels
  • CT des Mittel- und Innenohres
  • CT des Halses
  • CT des Thorax (des Brustraumes und der Lunge)
  • CT des Abdomens (Bauches)
  • CT der Extremitäten (Arme bzw. Beine)
  • CT des Skelettsystems und Wirbelsäule (alle Körperregionen)
  • CT der Gefäße (CT-Angiographie) (alle Körperregionen)

Daneben werden folgende Spezialuntersuchungen und –verfahren standardmäßig angeboten:

  • Kardio-CT: CT zur Diagnostik der Herzkranzgefäße einschließlich der Bestimmung des Koronarkalks
  • CT Kolonographie: Virtuelle Endoskopie des Dickdarms zur Diagnostik von Darmpolypen
  • QCT: CT zur Bestimmung der Knochendichte
  • Dental-CT: Spezielle CT der Kieferknochen und Zähne zur Planung von Implantaten
  • CT-gesteuerte Interventionen zur Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) oder Drainage von krankhaften Flüssigkeitsverhalten.

Durch eine enge Forschungskooperation mit der Firma Siemens stehen neben den Standarduntersuchungstechniken und Nachverarbeitungsmethoden auch viele Neuentwicklungen bereits vor der Markteinführung zur Verfügung.

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Nachverarbeitung und Befundung

Die gewonnenen Bilddaten werden routinemäßig an speziellen Nachverarbeitungskonsolen nachverarbeitet. Hierbei werden häufig auch dreidimensionale Rekonstruktionen erstellt, die die Befunde anschaulich zur besseren Kommunikation mit den klinischen Überweisern darstellen. Die Befundung erfolgt ausschließlich digital an speziellen Befundmonitoren.

 

 

 

Kardio-CT

Das Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin hat einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt in der Herzbildgebung mittels CT. Hierzu stehen mit dem Dual-Source-CT und der entsprechenden Auswertesoftware alle apparativen Voraussetzungen zur Verfügung. Es besteht eine enge klinische Kooperation mit der I. Medizinischen Klinik – Kardiologie (Direktor Prof. Dr. med. M. Borggrefe).

A New Look at the Heart (pdf)

A new look at hte heart
Cardiac Imaging: Early Recognition
of Coronary Heart Disease(pdf)

A new look at hte heart
© Medical Solutions · June 2008 · www.siemens.com

© SOMATOM Sessions - 22

www.siemens.com

 

Fernsehbericht des RNF:
Kardio CT
Film Radiologie Kardio CT

Herz-CT , © IKR Mannheim 2008

 

 

Dual-Source CT Installation

 

CT Siemens © Fotoabteilung des Klinikums Mannheim

Dual-Source CT Installation am Institut für Klinische Radiologie und
Nuklearmedizin (Haus 8) , ( © Fotoabteilung des Klinikums Mannheim)

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Kontakt und Anmeldung


Tel.: 0621/ 383 6109   ( 08.00 - 14.00 Uhr )

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- letzte Änderung am 16.11.2016 -