Universität Heidelberg
Medizinische Falultät der Universität Heidelberg

Angiographie PTA

Perkutane transluminale Angioplastie (PTA):

Hierunter versteht man die Erweiterung und/oder Wiedereröffnung verengter oder verschlossener Gefäße außerhalb des Herzens mit Hilfe eines Ballons. Typischerweise wird über die Leistenarterie in Ausnahmefällen auch über den Arm der Katheter in das Gefäßsystem eingeführt. Die Ballons sind spitzennah an den Kathetern untergebracht und werden nach genauer Positionierung im Gefäß unter Röntgendurchleuchtung mit Kontrastmittel aufgeweitet, so dass unter ständiger Bilddatenkontrolle der Erfolg des Eingriffs gesichert werden kann. Die Entfaltung des Ballons bewirkt eine Verdrängung der Ablagerungen im Inneren der Gefäße, welche die Verengung hervorgerufen haben, gleichzeitig wird die Gefäßwand lokal gedehnt, so dass der Blutstrom ungehindert das Gefäß passieren kann. Länge und Durchmesser des zu verwendenden Ballons werden individuell an die jeweilige Gefäßsituation angepasst.

Die lokale Dehnung der Gefäßwand führt zu kleinsten Verletzungen innerhalb der inneren Gefäßwand, die in aller Regel innerhalb eines Zeitraums von 6 Wochen wieder behoben sind. Unter Umständen kann es jedoch zu einer überschießenden Reaktion kommen, mit der Folge, das auf Höhe des betroffenen Gefäßsegments es zu einer erneuten Gefäßverengung kommt. Mit Hilfe besonderer Ballons, welche mit einem Medikament (Paclitexal) beschichtet sind, kann die beschriebene überschießende Neubildung der inneren Gefäßwand reduziert werden.

In einigen Fällen ist die PTA jedoch für den Therapieerfolg nicht ausreichend. Diesbezüglich kann zur Verstärkung der Gefäßwand ein Drahtgeflecht (Stent), welches das Gefäß von innen schient und offen hält, eingesetzt werden. Auch hier stehen medikamentenbeschichte Stents zur Verfügung.

Typische Einsatzgebiete der PTA mit der Option zum Einsatz eines Stents sind Gefäßengen oder –verschlüsse in folgenden Körperregionen:

  • Arterien des Beckens und der Beine
  • Nierenarterien
  • Aorta (Hauptschlagader)
  • Mesenterialarterien (Eingeweideschlagadern)
  • Armarterien
  • Halsschlagader

 

 

 

Haben Sie Fragen zu einer möglichen Anwendungs können Sie uns wie folgt erreichen:

 

Universitätsklinikum Mannheim
Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizn
Abteilung für Minimalinvasive Medizin
Theodor-Kutzer-ufer 1-3
68167 Mannheim

Email: angiographie (at) umm.de

 

 

 

 

 

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- letzte Änderung am 16.11.2016 -