Universität Heidelberg
Medizinische Falultät der Universität Heidelberg

Multimodale Mammadiagnostik

Die Stanzbiopsie

Die Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie wird zur Abklärung unklarer sonographischer Befunde in der Brust eingesetzt. Auch bei eindeutigen Hinweisen auf einen bösartigen Befund wird heute empfohlen, diesen histologisch zu sichern, um eine optimale Planung der Therapie im Vorfeld zu gewährleisten.
Vor der Stanzbiopsie wird die Haut sowie der Weg zum abklärungsbedürftigen Herd mit einer ganz feinen Nadel örtlich betäubt. Danach wird eine 14-G-Hohlnadel (2,1 mm Durchmesser) bis an den Befund herangeführt. Anschließend wird die eigentliche Punktionsnadel über die Hohlnadel eingeführt. Die Punktionsnadel ist in eine Stanzpistole eingefasst. Durch Auslösen eines Federmechanismus schießt die Punktionsnadel vor, durchsticht den Herd und schneidet dabei ein schmales Gewebestück heraus. Es werden im Schnitt zwischen 3 bis 5 Gewebsstücke aus unterschiedlichen Arealen des Herdes entnommen. Das gewonnene Material wird zur histologischen Untersuchung in die Pathologie übersandt.
Die Stanzbiopsie eines Befundes nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch. Mit Komplikationen ist so gut wie nie zu rechnen und die Untersuchung wird von den Patientinnen in der Regel gut toleriert.

 

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Sonographisch gesteuerte Stanzbiopsie

 

 

 

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Seitenbearbeiter: Dr. Julia Krammer
- letzte Änderung am 04.01.2017 -