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Mannheimer Advanced Clinician Scientist (MACS) Programm

Die Medizinische Fakultät Mannheim hat vor einigen Jahren ein internes Förderprogramm für Clinician Scientists etabliert, verbunden mit dem Ziel junge ÄrztInnen in der Weiterbildungsphase zum Fach-arzt/ärztin zu unterstützen und ihnen geschützte Freiräume für die Entwicklung einer eigenen wissen-schaftlichen Karriere zu ermöglichen. Der Fokus des Mannheimer Clinician Scientist Programmes liegt auf der Förderung der klinisch und translational orientierten Forschung und soll die Förderung im Track A Klinische Studien und Track B Translationale Forschung ermöglichen. In 2018 konnte die Fakultät – mit Förderung durch die DFG – das Clinician Scientist Programm "Interfaces and Interventions in Complex Chronic Conditions" auf dieser Grundlage weiter ausbauen und damit den thematischen Fokus auf die klinischen Herausforderungen komplexer chronischer Erkrankungen erweitern. Mit dem neuen Clinician Scientist Programm soll die nachhaltige Förderung der akademischen Karriere von Clinician Scientists in der translationalen Medizin komplexer chronischer Erkrankungen und damit auch die Ver-besserung der Versorgung dieser stetig wachsenden Patientengruppe ermöglicht werden.

Für den Ausbau dieses Programmes und die Gewährleistung der Nachhaltigkeit der Förderung wird nun ergänzend ein Mannheimer Advanced Clinician Scientist (MACS) Programm etabliert, das auch für ÄrztInnen mit Facharztqualifikation eine verlässliche und attraktive berufliche Perspektive in der uni-versitären Medizin ermöglichen soll.

Ziele

Auf der Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung der DFG wurde ein Programm zur Entwicklung einer wissenschaftsorientierten Personalentwicklung für FachärztInnen etabliert. Kernelelement des Programmes ist die Gewährung einer geschützten Forschungszeit auch über die Facharztqualifikation der BewerberInnen hinaus. Mit dieser geschützten Forschungszeit und den begleitenden Modulen soll der Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe ermöglicht werden und damit die Grundlage für eine Leitungsfunktion in der Universitätsmedizin gelegt werden. Das Programm beinhaltet eine 2 jährige Förderphase, in der 50% der Zeit für die Forschung vorbehalten sind. Neben der aktiven Forschungsarbeit sind die Mannheimer Advanced Clinician Scientists mit den existierenden Forschungsverbünden in Mannheim und Heidelberg assoziiert und werden von 2 Mentoren über die gesamte Laufzeit begleitet.

Mit dem MACS Programm soll dabei einerseits die grundlagenorientierte, klinische und/oder translationale Forschung unterstützt werden, und andererseits auch die spezialisierte universitäre Kran-kenversorgung ermöglicht werden. Die MACS wirken dabei einerseits als Mentoren für die nächste Generation von Clinician Scientists (Junior Mentors), und werden andererseits von Mentoren (Senior Mentors) begleitet. Die aktive Mitwirkung in existierenden Clinician Scientist Programmen und im Mannheimer Advanced Clinician Scientist Programm einerseits und den existierenden Forschungsverbünden in der Metropolregion andererseits soll die Grundlage für eine Vernetzung der verschiedenen Clinician Scientists in den verschiedenen Phasen der akademischen Karriere sowohl untereinander aber auch mit anderen wissenschaftlich aktiven Arbeitsgruppen in den unterschiedlichen Phasen ihrer akademischen Laufbahn ermöglichen.

Aufbau

Das Programm besteht aus einem individuellen Forschungsprojekt mit Fokus entweder auf der Ent-wicklung klinischer Studien (Track A) oder auf der Durchführung eines translationalen oder grundla-genorientierten Forschungsprojektes (Track B). Das extern begutachtete Forschungsprojekt soll dabei in die existierenden Forschungsschwerpunkte und/oder in den Kontext der komplexen chronischen Erkrankungen incl. der Schnittstellen und neuer Interventionsmöglichkeiten eingebettet sein. Des Wei-teren sind die BewerberInnen mit mindestens einem der existierenden Forschungsverbünde assoziiert und nehmen an den Fort- und Weiterbildungsaktivitäten in diesen Verbünden aktiv und passiv teil. Begleitend stehen die BewerberInnen als Dozenten für das Fortbildungsprogramm des existierenden Clinician Scientist Programmes zur Verfügung und vermitteln darin Grundlagen klinischer Studien und der translationalen Forschung. Die BewerberInnen stehen zudem selbst als Mentoren für die nachfol-gende Generation von Clinician Scientists zur Verfügung (Junior Mentors). Dieses 2 jährige Programm wird regelmäßig evaluiert und die Advanced Clinician Scientists werden jeweils von 2 Mentoren (Senior Mentors) begleitet.

Das Programm richtet sich an Ärztinnen und Ärzte mit Facharztweiterbildung (letztes Jahr der Weiter-bildung oder abgeschlossene Weiterbildung), mit exzellenter persönlicher wissenschaftlicher Qualifi-kation. Das Advanced Clinician Scientist Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2 Jahren, 50% der Zeit stehen für die Forschung zur Verfügung (Freistellung von klinischen Aufgaben), 45% der Zeit können weiterhin klinische Aufgaben übernommen werden. 5% der Arbeitszeit sind für die Fort- und Weiter-bildung im wissenschaftlichen Curriculum des Programmes sowie in bereits bestehenden Ausbildungs-programmen der Forschungsverbünde vorgesehen. Die Medizinische Fakultät Mannheim stellt im Rah-men des Advanced Clinician Scientist Programm 2 Plätze pro Jahr zur Verfügung: 50% der Freistellung für die Forschung wird durch die Fakultät finanziert, die anderen 50% finanziert die entsendende Ein-richtung. Die Finanzierung der klinischen Aufgaben verbleibt ebenfalls bei der entsendenden Einrich-tung. Für BewerberInnen aus dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit werden die Teilnehmer für die Dauer des Förderprogrammes zu (mindestens) 50% im Budget für Forschung und Lehre der jewei-ligen Abteilung geführt. Das Auswahlverfahren ist kompetitiv. Die Evaluation der BewerberInnen er-folgt durch die interne Auswahlkommission für Clinician Scientists. Mehrfache Bewerbungen sind mög-lich.

Für Rückfragen stehen der Referent des Forschungsdekanats, Dr. Ralf Weigel forschung@remove-this.medma.uni-heidelberg.de und auch die Koordina-torin des Clinician Scientist Programmes, PD Dr. Nadja Meindl-Beinker, unter der 0621-383 4010 und Nadja.Meindl-Beinker@remove-this.umm.de zur Verfügung.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Überdurchschnittlicher Studienabschluss
  • Promotion oder gleichwertiger Abschluss mit "magna cum laude" oder besser
  • letztes Jahr der Facharztweiterbildung oder erfolgreich abgeschlossene Facharztprüfung
  • Bestätigungen der Leiter der Kliniken/Institute hinsichtlich der geplanten weiteren klinischen Tätigkeit und Weiterbildungsziele der/des Kandidaten/in (angestrebte Schwerpunktbezeichnung)
  • Nachweis der exzellenten wissenschaftlichen Qualifikation (Publikationen, Drittmittel)
  • Abgeschlossene oder begonnene Habilitation bzw. habilitationsäquivalente Leistungen
  • Nachweis von Präqualifikationsmaßnahmen (e.g. Teilnahme an Modulen des TMR, IMIM oder JSMC), Förderungen durch interne oder externe Clinician Scientist Programme oder analoge Programme incl. Leitung von Nachwuchsgruppen, nachweisbare Betreuung von Forschungsprojekten und Promotio-nen, ggf. Hochschuldidaktikkurse o.ä.
  • Auswahl von zwei Mentoren mit einem primär klinischen und einem primär wissenschaftlichen Profil. Mindestens einer der Mentoren sollten mit einem der Forschungsverbünde assoziiert sein
  • konkrete klinische Fragestellung (abgestimmt mit dem Leiter/in der klinischen Einrichtung), zu der ein Studienkonzept (Track A) oder ein grundlagenorientiertes Forschungsprogramm (Track B) gemeinsam mit den zwei Mentoren (Klinik und Forschung) entwickelt werden soll

Bewerbungsunterlagen

Die Unterlagen sind in Schriftart Calibri, Schriftgröße 11, zu erstellen. Der Bewerbung in elektronischer Form sind als Anhang beizufügen:

  • ein von der Bewerberin / dem Bewerber unterzeichnetes Anschreiben mit Darstellung der gewünsch-ten Tracks (A oder B) mit einer entsprechenden Begründung für die Wahl
  • Darstellung des geplanten Forschungsprojektes (eingebunden in die aktuellen Forschungsschwer-punkte und/oder in den Kontext komplexer chronischer Erkrankungen); maximal 3 Seiten; Gliederung: Hintergrund, Hypothese, Material und Methoden, Arbeitsprogramm (mind. 1 Seite)
  • Unterstützungsschreiben der Klinik bzw. des Instituts unterzeichnet vom budget- und personalverant-wortlichen Leiter mit Zusage der Kofinanzierung und der Freistellung während der Förderphase; im Falle von Bewerbern des Zentralinstitut für seelische Gesundheit statt dessen die Zusage, die Teil-nehmer für die Dauer des Förderprogrammes zu (mindestens) 50% im Budget für Forschung und Lehre der jeweiligen Abteilung zu führen
  • Bestätigungsschreiben hinsichtlich der aktuellen Weiterbildungsphase und der Weiterbildungsziele der/des Kandidaten/in (Leiter/in der klinischen Einrichtung); angestrebte Schwerpunktbezeichnung
  • ggf. Zeugnis der abgeschlossenen Weiterbildung, Facharztzeugnis der Ärztekammer
  • Unterstützungsschreiben der beiden Mentoren
  • ggf. Unterstützungsschreiben des Leiters eines Forschungsverbundes bezüglich der Aufnahme des Be-werbers in das Aus- und Weiterbildungscurriculum des Forschungsverbundes
  • tabellarischer Lebenslauf
  • falls vorhanden Darstellung der bisherigen Präqualifikationsmaßnahmen (e.g. Teilnahme an Modulen des TMR, IMIM oder JSMC), und weiterer Förderungen durch interne oder externe Clinician Scientist Programme, Hochschuldidaktik, o. ä., sofern vorhanden
  • Arbeitsvertrag mit Nachweis der Gültigkeit für die gesamte Laufzeit des Programms; bzw. Bestätigung der Beschäftigung des/der Bewerbers/in für die Laufzeit des Programms
  • Publikationsliste mit folgender Reihung:

    • Originalarbeiten als Erst- oder Letztautor in Zeitschriften mit wissenschaftlicher Begutachtung (peer review) – mindestens 3 Erst- oder Seniorautorenschaften
    • Originalarbeiten als Co-Autor in Zeitschriften mit wissenschaftlicher Begutachtung (peer review)
    • Übersichtsarbeiten (Reviews) als Erst- oder Letztautor
    • Übersichtsarbeiten (Reviews) als Co-Autor
    • Die aufgeführten Manuskripte müssen mindestens zur Publikation akzeptiert sein. Keine Abstracts, Vorträge und Kongressposter.

  • Liste der eingeworbenen Drittmittel (Fördereinrichtung, Laufzeit, Fördersumme)
  • Promotionsurkunde
  • Approbationsurkunde
  • ggf. Anmeldung zur Habilitation, bzw. aktueller Stand des Habilitationsverfahrens

Bewerbungen sind grundsätzlich nur in elektronischer Form an das Forschungsdekanat ralf.weigel@remove-this.medma.uni-heidelberg.de zu senden.

Die angeforderten Unterlagen sind in der angegebenen Reihenfolge in einer pdf-Datei ohne Zugriffsbeschränkung einzureichen. Unvollständige oder verspätet eingegangene Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Es besteht kein juristischer Anspruch auf Aufnahme in das Programm.

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