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Pressemitteilung

15.05.2018

Universitätsklinikum Mannheim erweitert Schlaganfalleinheit

Als einziges Krankenhaus in Mannheim und eines der wenigen in ganz Deutschland betreibt das Universitätsklinikum Mannheim eine „Überregionale Comprehensive Stroke Unit“. Diese ist nun erweitert und von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe erneut ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung bestätigt erstklassige Qualitätsstandards in Diagnostik, Therapie und Frührehabilitation.

Die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) betreibt seit langem und als eine der ersten Kliniken in der Metropolregion Rhein-Neckar eine „Comprehensive Stroke Unit“. Diese Stroke Unit wurde nun modernisiert und erweitert, so dass dort jetzt 13 zertifizierte Monitorplätze, vier monitorüberwachte Intermediate-Care-Betten und zwölf Enhanced-Care Betten zur Verfügung stehen. Diese Erweiterung soll sicherstellen, dass alle Schlaganfallpatenten in Mannheim nach dem neuesten Erkenntnisstand behandelt werden können.  

„Ein Schlaganfall kann am besten in den ersten Stunden nach Auftreten der Symptome behandelt werden“, betont der Direktor der Neurologischen Klinik, Professor Dr. med. Michael Platten. „Daher stellen wir gemeinsam mit den Kollegen der Neuroradiologie und Neurochirurgie rund um die Uhr das komplette Spektrum der neurologischen Notfallbehandlung bereit. Je schneller die Patienten zu uns in die zentrale Notaufnahme gebracht werden, desto besser können wir bleibende Einschränkungen verhindern.“ Von den über 1 000 Schlaganfall-Patienten pro Jahr erhalten am Universitätsklinikum etwa 30 Prozent eine so genannte Thrombolyse, bei der das Blutgerinnsel im Gehirn mit einem Medikament aufgelöst wird. Bei rund jedem Zehnten kann das Gerinnsel nur mit einem durch die Blutgefäße vorgeschobenen Katheter aus der blockierten Arterie entfernt werden. Diese so genannte Thrombektomie wird ausschließlich an besonders spezialisierten Zentren wie der UMM angeboten. Sie kommt vor allem zum Einsatz, wenn große Blutgefäße betroffen sind, was zu besonders schweren Schlaganfällen führen kann.  

Unmittelbar nach der Akutversorgung des Schlaganfalls beginnen am Universitätsklinikum speziell ausgebildete Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten noch auf der Stroke Unit mit der Frührehabilitation. Dieser schnellstmögliche Therapiebeginn erhöht Studien zufolge die Chancen der Betroffenen, ihre sensomotorischen und kognitiven Fähigkeiten zurückzugewinnen.  

Einen Informationsfilm über die Schlaganfall-Behandlung am Universitätsklinikum Mannheim finden Sie unter youtu.be/9FDKnEaBRno    

Schlaganfall-Bus informiert
Um über Risikofaktoren, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von Schlaganfällen zu informieren, hat die UMM am Samstag, 2. Juni, den Schlaganfall-Bus nach Mannheim auf die Kapuzinerplanken geholt: In dem historischen Londoner Doppeldecker werden an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr Ärzte und Pflegekräfte der Neurologischen Klinik Beratung und Messungen anbieten.  

Schlaganfall-Symposium
Für das Fachpublikum folgt am Samstag, 30. Juni das „1. Mannheimer Neurovaskuläre Symposium“ auf dem Campus der UMM.

Thrombektomie bei Schlaganfall

Thrombektomie: Bei rund jedem zehnten Schlaganfall-Patienten muss das Gerinnsel mit einem Katheter aus der blockierten Arterie entfernt werden

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