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Pressemitteilung

11.09.2018

Brustkorb-Chirurgen tagen in Mannheim

Lungenkrebs gehört zu den tödlichsten Krankheiten weltweit. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie befassen sich europäische Ärzte und medizinischen Fachleute unter anderem damit, wie Patienten mit Lungenkarzinomen sowie anderen Erkankungen im Brustkorb (Thorax) bestmöglich behandelt werden können. Der Kongress wird geleitet von Prof. Dr. med. Peter Hohenberger, dem Sektionsleiter Thoraxchirurgie an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).

Bei der Tagung vom 12. bis zum 14. September im Mannheimer Congress Center Rosengarten und auf dem Gelände der UMM spielt die Vermittlung von praktischem Wissen eine große Rolle. Zum Beispiel finden Workshops im Hybrid-Operationssaal der UMM statt, bei denen Chirurgen moderne Operationsmethoden mit Computer-tomographischen Aufnahmen im OP-Saal trainieren.

Tagung stärkt internationalen Austausch
Die Tagung legt unter dem Motto „Globales Lernen – Lokales Handeln“ einen Schwerpunkt auf den internationalen Austausch. So diskutieren Fachleute aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Pakistan und Dänemark in einem internationalen Tumorboard anhand konkreter Fälle, wie aus ihrer Sicht die bestmögliche Behandlung von Patienten gelingen kann. Neueste Forschungsergebnisse gibt es beispielsweise zu Krebserkrankungen des Brustkorbs und zur Lungentransplantation.
Ein besonderes Thema ist weiterhin die Behandlung von Thoraxverletzungen, zum Beispiel auch durch terroristische Anschläge. Dabei werden die Erfahrung von Bundeswehrärzten und Planungen von leitenden Notärzten aus der Metropolregion Rhein-Neckar sowie aus Berlin diskutiert.

Berufe und Fachdisziplinen tagen gemeinsam
Die komplexen Behandlungsmethoden der Thoraxchirurgie ermöglichen neben den Chirurgen auch Ärzte anderer Fachdisziplinen wie der Onkologie, Pneumologie, Radiologie, Pathologie oder Radioonkologie, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Tagung leisten. Die für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf unverzichtbaren Pflegekräfte sind mit einem eigenen Programm, Seminaren und Workshops auf der Tagung vertreten.

UMM ist anerkanntes Fachzentrum
Die Universitätsmedizin Mannheim hat sich den Ruf als eines der wichtigsten Zentren für chirurgische Eingriffe am Brustkorb in Deutschland erarbeitet. Als eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland hat Mannheim die Thoraxchirurgie als eigenständiges Fachgebiet in Forschung und Lehre etabliert. Heute ist diese Expertise der UMM weit über Deutschland hinaus anerkannt, so ist die UMM unter anderem Europäisches Referenzzentrum und führend auf dem Gebiet der besonders schonenden minimal-invasiven Schlüsselloch-Operationsverfahren am Brustkorb. Diese Mannheimer Expertise hat auch die Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie anerkannt und bei ihrer Jahrestagung die UMM-Mitarbeiter Prof. Dr. med. Peter Hohenberger als Tagungsleiter und Prof. Dr. med. Eric Rössner als Tagungssekretär bestellt.


Die UMM ist ein wichtiges Zentrum für roboter-unterstützte Operationen am Brustkorb (oben). Prof. Dr. med. Peter Hohenberger, Leiter Sektion Spezielle Chirurgische Onkologie & Thorax-chirurgie der UMM (unten).

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