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Pressemitteilung

02.12.2019

Junior-Fellowship der Baden-Württemberg Stiftung für „Innovationen in der Hochschullehre“ für Dr. med. univ. Michael Eichinger

Und außerdem: Andrew Hewett Prize der London School of Hygiene and Tropical Medicine

Für Dr. med. univ. Michael Eichinger läuft es rund: Er schloss im Oktober erfolgreich sein Masterstudium der Biometrie an der renommierten London School of Hygiene and Tropical Medicine ab. In diesem Rahmen wurde ihm auch der Andrew Hewett Prize verliehen, mit dem die Hochschule jedes Jahr den besten Studierenden der Biometrie auszeichnet.

Mitte November folgte dann die gute Nachricht der Baden-Württemberg Stiftung, dass sie ihn und sein Projekt "Klimakrise und Gesundheit: Medizinische Hochschullehre für die Große Transformation" für ei­nes von vier Junior-Fellowships für "Innovationen in der Hochschullehre" ausgewählt habe. Das mit 15.000 Euro dotierte Fellowship gehört zu einem Paket von insgesamt 18 beispielgebenden Konzepten zur zu­kunfts­­­­orientierten Gestaltung und Optimierung der Hoch­schullehre, die die Baden-Württemberg Stiftung und der Stifterverband fördern.

Dr. med. univ. Michael Eichinger arbeitet an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) - als Arzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und als Wissenschaftler am Mannheimer Institut für Public Health (MIPH), das zur Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg gehört. Sein spezielles Interesse gilt dem neu entstehenden Forschungsbereich "Planetary Health"*, einem Konzept, das Gesundheit im Kontext der planetaren Umwelt definiert. Ziel des Projektes, das Dr. med. univ. Eichinger im Rahmen der Förderung umsetzen wird, ist die Entwicklung eines Wahlfachs zum Themenbereich Klimakrise und Gesundheit.

"Die Klimakrise stellt das größte Gesundheitsrisiko des 21. Jahrhunderts dar. Um Gesundheitsrisiken abzuwenden und ein gutes Leben für alle Menschen zu ermöglichen, müssen wir unsere Lebensweise rasch und grundlegend verändern", davon ist Eichinger überzeugt. Die tiefgreifenden Veränderungen hin zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise, die einen Wandel unserer Wertvorstellungen einschließen, werden in ihrer Gesamtheit als "Große Transformation" bezeichnet.

"Gerade Mediziner haben in ihren vielfältigen Arbeitsbereichen - etwa in der Patientenversorgung oder im öffentlichen Gesundheitsdienst - das Potenzial, maßgeblich zur Großen Transformation beizutragen", so Eichinger. Um Studierende beim Aufbau der dafür notwendigen Kompetenzen zu begleiten, entwickelt er im Rahmen des Fellowships ein modulares Konzept für die medizinische Hochschullehre, das Grundlagen zur Klimakrise und zur Großen Transformation vermittelt, aber auch transdisziplinäre Praxisprojekte umfasst.

"Als angehender Kinderarzt sehe ich es als meine Verantwortung an, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Kinder auch in Zukunft ein gesundes Leben in einer intakten Umwelt führen können", so definiert Eichinger eine seiner wichtigsten Motivationen für das Projekt.


Weitere Informationen zum Projekt

"Klimakrise und Gesundheit: Medizinische Hochschullehre für die Große Transformation"
unter: www.stifterverband.org/lehrfellowships/2019/eichinger

*"Planetary Health"
Das Konzept der "Planetaren Gesundheit" befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen der menschlichen Gesundheit und den politischen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen, sowie den natürlichen Systemen unseres Planeten, von denen die Existenz der menschlichen Zivilisation abhängt.
Whitmee S, Haines A, Beyrer C, et al.
The Lancet 386: 1973-2028 (2015) CrossRef
DOI: 10.1016/S0140-6736(15)60901-1

Dr. med. univ. Michael Eichinger, MSc

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