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Das Simulationspersonenprogramm

Die Förderung kommunikativer Kompetenz ist ein wichtiger Grundpfeiler medizinischer Ausbildung. Anamnese, Patientenzufriedenheit und interprofessionelle Zusammenarbeit leben von einer wertschätzenden und effektiven Kommunikation.

SP-Trainer Workshops

Jährlich laden wir Interessierte aus der Medizin, der Pflege und anderen medizinnahen Berufen, die notwendige Fertigkeiten für die Tätigkeit mit SPs erwerben möchten, zu einem fünftägigen Workshop ein. Die Teilnehmer werden qualifiziert, an ihren jeweiligen Fakultäten, Pflegeschulen etc. eigene SP-Programme aufzubauen oder weiterzuentwickeln.

Der nächste SP-Trainer-Workshop findet vom 24.-28. Februar 2020 statt.
Information & Anmeldung

Seit 2003 wird an der Medizinischen Fakultät Mannheim die Möglichkeit geboten, mit Hilfe von Simulationspersonen (SP) kommunikative Kompetenzen zu trainieren. Im Rahmen realistischer Gesprächssimulationen erhalten die Studierenden die einmalige Chance konstruktives Feedback von „ihren Patienten“ und/ oder deren Angehörigen zu erhalten. Sie lernen so in einem geschützten Rahmen, wie verbale und nonverbale Aspekte ihrer Gesprächsführung auf die Patienten/Angehörigen wirken.

Das Konzept erfreut sich zunehmender Beliebtheit und hat bundesweit Einzug in den Universitäten gehalten. An der UMM wird über das SP-Programm immer wieder berichtet:

Simulationsperson werden

Als SP sind Sie Teil realitätsnaher Szenarien innerhalb der medizinischen Ausbildung. Nach einem Rollen- und Feedbacktraining spielen Sie im Studierendenunterricht einen Patienten oder Angehörigen und helfen so dabei, die Studierenden auf den Kontakt mit realen Patienten/ Angehörigen vorzubereiten.

Voraussetzung:

  • Sie interessieren sich für Rollenspiele und Kommunikation?
  • Sie sind die nächsten zwei Jahre noch in Mannheim?
  • Sie sind zuverlässig und haben nach Absprache tagsüber Zeit?
  • Medizinische Kenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung
  • ie benötigen keine professionelle Ausbildung als Schauspieler, jedoch sind Interesse am (Laien-)Schauspiel und eigene Vorerfahrung wünschenswert.

Vergütung: Sie erhalten eine stundenweise Vergütung zwischen 16 und 20 €.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Renate Strohmer oder Heike Lauber.

Was ist eine SP?

  • SP ist die Abkürzung für SimulationsPerson
  • SPs simulieren Patienten oder Angehörige im Rahmen kurzer medizinischer Lernszenarien im Kleingruppenunterricht

Was macht eine SP?

  • Krankheitsbilder lernen
  • typische Patienten/Angehörige spielen
  • realistische Übungssituationen herstellen
  • konstruktives "Feedback" aus der Patienten- bzw. Angehörigenperspektive geben
  • ggf. körperlich untersuchen lassen (nur nach Anfrage)

Wer eignet sich als SP?

Personen

  • mit Interesse an Rollenspielen und Kommunikation
  • mit Wohnsitz in Mannheim und Umgebung mind. für die nächsten 2 Jahre 
  • mit zeitlicher Flexibilität tagsüber
  • mit guter Kommunikationsfähigkeit
  • mit Reflexions- und Selbstreflexionsfähigkeit
  • mit Interesse an der Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte und Personen aus anderen medizinnahen Berufsgruppen
  • ohne Hemmungen vor körperlichen Kontakt/ Untersuchungen
  • mit Zuverlässigkeit und Bewusstsein für Sicherheits- und Vertraulichkeitsaspekte

Schauspielerische und medizinische Erfahrungen sind nicht zwingend notwendig.

Wie werden SPs ausgebildet?

  • 1 Basisworkshop (ca. 5 Std.): Vermittlung schauspielerischer Grundlagen und Feedbacktechniken
  • Rollentraining nach Bedarf
  • Feedbacktraining nach Bedarf und 1x pro Semester verpflichtend

Was bekommt eine SP?

  • Abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit
  • Vergütung

    • 16 €/ Std. im 1. Halbjahr
    • 18 €/ Std. im 2. Halbjahr
    • 20 €/ Std. ab dem 3. Halbjahr

  • Trainings sind unentgeltlich
  • Übliche Einsatzzeiten von jeweils 1-3 Std.

Warum überhaupt eine SP?

  • SPs sind vielseitig einsetzbar (Unterricht, Prüfung, Untersuchung, Workshops, etc.)
  • Konstantes und standardisiertes Patientenverhalten wird ermöglicht (alle Studierenden lernen im gleichen Schwierigkeitsgrad)
  • Echte Patienten werden entlastet
  • Studierende dürfen Fehler machen und Gesprächssituationen in einer geschützten Umgebung üben
  • In der Lehre kann immer auf das notwendige Krankheitsbild für den jeweiligen Termin zurückgegriffen werden (Planbarkeit)
  • Studierende erhalten Feedback aus Patientenperspektive

Für Dozierende

Eine Mitarbeit im Mannheimer SP-Programm ist auch für Dozierende möglich. Hierfür bieten wir regelmäßig Schulungen an, welche mit 7 CME-Punkten durch die Landesärztekammer gewertet werden.

Der erste Teil der Schulung findet in Form einer E-Learning-Einheit statt. Im anschließenden Präsenztraining werden Unterrichtsszenarien mit SPs nachgestellt und geübt. Hier werden Feedbacktechniken und die Anleitung der Studierenden zur Selbstreflexion trainiert.

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Renate Strohmer.

 

 

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