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Das Simulationspatientenprogramm

Die Förderung kommunikativer Kompetenz ist ein wichtiger Grundpfeiler medizinischer Ausbildung. Anamnese, Patientenzufriedenheit und interprofessionelle Zusammenarbeit leben von einer wertschätzenden und effektiven Kommunikation.

Seit 2003 wird an der Medizinischen Fakultät Mannheim die Möglichkeit geboten, mit Hilfe Standardisierter Patienten bzw. Simulationspatienten kommunikative Kompetenz zu trainieren. Im Rahmen realistischer Simulationen erhält der Student die einmalige Chance konstruktives Feedback von seinem „Patienten“ zu erhalten. Er lernt so, in einem geschützten Rahmen, wie sich verbale und nonverbale Aspekte seiner Gesprächsführung beim Patienten auswirken.

Das Konzept erfreut sich zunehmender Beliebtheit und findet bundesweit Einzug in den Universitäten. An der UMM wird über das SP-Programm regelmäßig berichtet:

Simulationspatient werden

Als Simulationspatient (SP) oder "Schauspielpatient" sind Sie Teil realitätsnaher Szenarien innerhalb der medizinischen Ausbildung. Nach einem Rollen- und Feedbacktraining spielen Sie im Studentenunterricht einen Patienten und helfen so dabei, die Studierenden auf den Kontakt mit realen Patienten vorzubereiten.

Voraussetzung:

  • Sie interessieren sich für Rollenspiele und Kommunikation?
  • Sie sind die nächsten zwei Jahre noch in Mannheim?
  • Sie sind zuverlässig und haben nach Absprache tagsüber Zeit?
  • Medizinische Kenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung
  • Sie benötigen keine professionelle Ausbildung als Schauspieler, jedoch ist zumindest Interesse am (Laien-)Schauspiel oder sogar eigene Vorerfahrung wünschenswert.

Vergütung: Sie erhalten eine stundenweise Vergütung zwischen 16 und 20€.

Bei Interesse oder Fragen bitte an Renate Strohmer oder Heike Lauber wenden.

Was ist ein SP?

  • Abkürzung von Simulationspatient, standardisierter Patient oder auch Schauspielpatient
  • Er simuliert einen "echten" Patienten im Rahmen kurzer Rollenspiele

Was macht ein SP?

  • Krankheitsbilder lernen
  • typische Patienten spielen
  • Angehörige spielen
  • realistische Übungssituationen herstellen
  • konstruktives "Feedback" aus der Patientensicht geben
  • Patient für körperliche Untersuchung sein (nur nach Anfrage!!)
  • Übliche Einsatzzeiten von 1 – 4 Std.

Wer eignet sich als SP?

Menschen,

  • die sich für Rollenspiele und Kommunikation interessieren
  • die mind. die nächsten 2 Jahre noch in Mannheim leben
  • die zuverlässig und (nach Absprache) zeitlich flexibel sind
  • die gut zuhören können
  • mit guter Kommunikationsfähigkeit
  • mit Reflexion- und Selbstreflexionsfähigkeit
  • mit Interesse an medizinischen Fragen
  • mit Interesse an der Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte
  • ohne Hemmungen vor körperlichen Kontakt/ Untersuchungen
  • die verbindlich und zuverlässig sind und auch Sicherheits- und Vertraulichkeitsaspekte achten

Schauspielerische und medizinische Erfahrungen sind nicht zwingend notwendig.

Wie werden SP ausgebildet?

  • 1 Basisworkshop (schauspielerische Grundlagen und Feedbacktechniken)
  • Rollentraining nach Bedarf
  • Feedbacktraining 1x pro Semester (ggf. auch nach Bedarf)

Was bekommt ein SP?

  • Abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit
  • Vergütung

    • 16 €/ Std. im 1. Semester
    • 18 €/ Std. im 2. Semester
    • 20 €/ Std. im 3. Semester

  • Trainings sind unentgeltlich

Warum überhaupt ein SP?

  • Sie sind vielseitig einsetzbar (Unterricht, Prüfung, Untersuchung, Workshops…).
  • Echte Patienten werden entlastet.
  • Studenten dürfen Fehler machen & Gesprächsituationen üben ohne negative Auswirkungen.
  • Wir können immer auf das notwendige Krankheitsbild für den jeweiligen Termin zurückgreifen.
  • Das individuelle Krankheitsbild ist jederzeit wiederholbar/ abrufbar.
  • konstantes und standardisiertes Patientenverhalten z.B. in Prüfungen (alle Studenten lernen im gleichen Schwierigkeitsgrad)

Für Dozenten

Eine Mitarbeit im Mannheimer Simulationspatienten-Programm ist auch als Dozent möglich. Hierfür bieten wir regelmäßig Dozentenschulungen an, welche mit 7 CME-Punkten durch die Landesärztekammer gewertet werden.

Der erste Kurstag findet zu Hause in Form einer E-Learning-Einheit statt. Am Präsenztag werden mit Hilfe von Simulationspatienten Unterrichtsszenarien geübt. Hier werden Feedbacktechniken und die Anleitung der Studenten zur Selbstreflexion trainiert.

Bei Interesse oder Fragen bitte per Mail an Frau Renate Strohmer wenden.

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