Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Universitätsklinikum Mannheim
Medizinische Fakultät Mannheim

Direktor: Prof.Dr.F.Wenz

Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
D-68135 Mannheim
Tel.: +49 (0) 621 / 383 - 3530
Fax: +49 (0) 621 / 383 - 3493

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Oberflächen-Hyperthermie


Die Methode:

Bei der Oberflächenhyperthermie-Behandlung wird das Tumorareal ca. eine Stunde lang mittels elektromagnetischer Wellen auf 42,5°C erwärmt. Durch die lokale Erwärmung von Tumorgewebe soll die Durchblutung des Tumors verbessert und die Empfindlichkeit gegenüber Strahlentherapie und/oder Chemotherapie erhöht werden. Die lokale Überwärmung ist für das umliegende, gesunde Gewebe zu tolerieren, denn durch die körpereigene Regulation der Durchblutung ist das gesunde Gewebe im Gegensatz zu Tumorgewebe besser in der Lage, die überschüssige Wärme abzutransportieren.


Hyperthermie Gerät

Die Behandlung:

Auf die zuvor festgelegte Therapieregion werden mind. 4 Messsonden aufgelegt und anschließend darüber ein Applikator positioniert. Dieser Applikator besteht aus einem mit Wasser gefüllten Kunststoff, einem sogenannten Bolus, und einem Träger, in welchem Mikrowellenantennen (Anzahl: 1 bzw. 8) eingebracht sind. Das Wasser wird primär schon auf ca. 40-42°C erwärmt und läuft über ein Schlauchsystem in den Bolus ein. Die Messsonden ermöglichen die Kontrolle der Erwärmung und durch die Steuerung der Antennenleistung (über Regulierung der Watt-Zahl) kann die Wärmeverteilung exakt und optimal gesteuert werden. Die eigentliche Hyperthermiezeit beträgt 60 min (1-2x pro Woche), die Vorbereitung (Aufbringen der Sonden und des Applikators und die „Aufwärmphase“ des Bolus) ca. 30 min. Die Strahlentherapie sollte dann zeitnah (ca.15-45 min) nach Hyperthermie erfolgen.


Hyperthermie Anwendung

 

Die Anwendungsgebiete:

Anwendung findet die Hyperthermie zunächst bei Wiederauftreten eines Tumors der Brustwand (sog. Brustwandrezidiven) bei Brustkrebs, bei Tumoren im Hals-Nasen-Ohren-Bereich mit Absiedelung in die Hals-Lymphknoten, sowie Lymphknotenmetastasen von Hauttumoren, bei oberflächlich gelegenen Weichteilsarkomen und häufig auch bei kindlichen Tumoren, die aufgrund des geringen Körperdurchmessers von der Oberfläche her gut zu erreichen sind. In diesem Einsatzgebiet ist die Hyperthermie bereits etabliert.
 

Broschüre Oberflächen-Hyperthermie

 

 

 

 

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Verantwortlich: V.Steil letzte Änderungen: 28.01.2008 Webmaster