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Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie Universitätsklinikum Mannheim Medizinische Fakultät Mannheim Direktor: Prof.Dr.F.Wenz
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3   Oberflächen-Hyperthermie
Die Methode:
Bei der Oberflächenhyperthermie-Behandlung wird das Tumorareal ca. eine Stunde lang mittels elektromagnetischer
Wellen auf 42,5°C erwärmt. Durch die lokale Erwärmung von Tumorgewebe soll die Durchblutung des Tumors verbessert
und die Empfindlichkeit gegenüber Strahlentherapie und/oder Chemotherapie erhöht werden. Die lokale Überwärmung ist
für das umliegende, gesunde Gewebe zu tolerieren, denn durch die körpereigene Regulation der Durchblutung ist das
gesunde Gewebe im Gegensatz zu Tumorgewebe besser in der Lage, die überschüssige Wärme abzutransportieren.
Die Behandlung:
Auf die zuvor festgelegte Therapieregion werden mind. 4 Messsonden aufgelegt und anschließend darüber ein Applikator positioniert.
Dieser Applikator besteht aus einem mit Wasser gefüllten Kunststoff, einem sogenannten Bolus, und einem Träger, in welchem
Mikrowellenantennen (Anzahl: 1 bzw. 8) eingebracht sind. Das Wasser wird primär schon auf ca. 40-42°C erwärmt und läuft über
ein Schlauchsystem in den Bolus ein. Die Messsonden ermöglichen die Kontrolle der Erwärmung und durch die Steuerung der Antennenleistung
(über Regulierung der Watt-Zahl) kann die Wärmeverteilung exakt und optimal gesteuert werden. Die eigentliche Hyperthermiezeit beträgt
60 min (1-2x pro Woche), die Vorbereitung (Aufbringen der Sonden und des Applikators und die „Aufwärmphase“ des Bolus) ca. 30 min.
Die Strahlentherapie sollte dann zeitnah (ca.15-45 min) nach Hyperthermie erfolgen.
Die Anwendungsgebiete:
Anwendung findet die Hyperthermie zunächst bei Wiederauftreten eines Tumors der Brustwand (sog. Brustwandrezidiven)
bei Brustkrebs, bei Tumoren im Hals-Nasen-Ohren-Bereich mit Absiedelung in die Hals-Lymphknoten, sowie Lymphknotenmetastasen
von Hauttumoren, bei oberflächlich gelegenen Weichteilsarkomen und häufig auch bei kindlichen Tumoren, die aufgrund des geringen
Körperdurchmessers von der Oberfläche her gut zu erreichen sind. In diesem Einsatzgebiet ist die Hyperthermie bereits etabliert.
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| Broschüre Oberflächen-Hyperthermie |
| Verantwortlich: V.Steil | letzte Änderungen: 28.01.2008 | Webmaster | |