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Frühe Prävention und Gesundheitsförderung

Wie kann man Gesundheit und Lebenstüchtigkeit in den frühen Kindheitsjahren am besten fördern? Braucht Kevin das Gleiche wie Paul oder Yusuf, Chantal das Gleiche wie Anne-Sophie? Wie stehen Kinder da, die es von Anfang an schwerer haben, z. B. weil sie zu früh auf die Welt kamen? Im Forschungsprogramm „Frühe Prävention und Gesundheitsförderung“ arbeiten wir an innovativen Konzepten zur Förderung von Gesundheit und Lebenstüchtigkeit bei Kindern im Zeitraum von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt.

Wie komplex das Konzept „frühe Prävention“ ist, zeigt sich daran, dass viele bisherige Präventionsmaßnahmen bestimmte vulnerable Gruppen benachteiligen, z. B. indem sie auf reine Aufklärung zu gesundem Lebensstil setzen. Häufig können sozioökonomisch benachteiligte Familien diese Information nicht umsetzen. Auch andere vulnerable Gruppen wie z. B. Kinder mit angeborenen Entwicklungsrisiken oder Kinder, die in Familien mit divergierenden kulturellen Wertvorstellungen aufwachsen, profitieren wenig von solchen Ansätzen.

Um das Feld der frühen Prävention unter Berücksichtigung verschiedener Zielgruppen weiter zu entwickeln, integrieren wir neue entwicklungspsychologische Erkenntnisse: Unsere Konzepte basieren auf der Evidenz, dass a) die in der Kindheit erlernte Kompetenz zur Selbstregulation, b) die frühe Entwicklung von Kohärenz- und Sinngefühl und c) eine zufriedenstellende gesellschaftliche Teilhabe wichtige Voraussetzungen dafür sind, später im Leben einen gesunden Lebensstil führen und gesunde Entscheidungen treffen zu können. Unsere Projekte bearbeiten wir in einem interdisziplinären Team, das Expertise in Entwicklungs- und Sozialpädiatrie mit aktuellen Methoden aus Public Health und Epidemiologie verbindet.

Projekte

Gesundheitsförderung in Kommunen

Gesundheits- und Entwicklungsförderung in frühkindlichen Bildungsinstitutionen im Rahmen von Gesundheitsförderung in Kommunen

Kooperationspartner
Stadt Gaggenau, Baden Württemberg

Ansprechpartner MIPH
Sabine Georg, MSc., MSc.

EDI

Validierung des kanadischen Early Development Instruments (EDI) zur Messung von Vulnerabilität von Kindern in Kindergärten  im deutschen Kontext (Kooperation mit Human Early Learning Partnership, Prof. Martin Guhn)

Kooperationspartner
Human Early Learning Partnership
University of British Columbia, Vancouver, Kanada
Prof. Dr. Martin Guhn, Prof. Dr. Kimberly Schonert-Reichl

Ansprechpartner MIPH
Sabine Georg, MSc. MSc.