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Gleichstellung

Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg bekennt sich zu Diversität und Gleichstellung ihrer Mitglieder und tritt aktiv dafür ein, Männern und Frauen Chancengleichheit zu bieten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Aktuelles

Aktionstag „Eltern werden, Eltern sein – Informationen rund um Mutterschutz, Schwangerschaft und Elternzeit“

Donnerstag, 27. Oktober
Zeit: 13.00 – 15.45 Uhr            
Ort: Hörsaal 10 / Haus 22

Mehr Infos ... 

Fachtag „Reproduktive Rechte und staatliche Pflichten. Schwangerschaftsabbruch in Deutschland“ 

am Mittwoch, 19. Oktober 2022
12.45 Uhr bis 18.30 Uhr

Programmflyer (PDF)

Die Ampel-Regierung hat Paragraf 219 a StGB im Juni 2022 gestrichen. Diese Norm hatte bisher „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ unter Strafe gestellt. Wiederholt mussten sich ÄrztInnen vor Gericht verantworten, weil sie auf den Webseiten Ihrer Praxen sachlich darüber informierten, ob und wie sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Doch mit der Aufhebung der Strafvorschrift hat sich an einer grundsätzlichen Wertung nichts geändert. Der Schwangerschaftsabbruch ist weiterhin eine Straftat gem. § 218 StGB und kann nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei bleiben.

Angesichts dieser Kriminalisierung ist es kaum verwunderlich, dass es in Deutschland relativ wenige und immer weniger ÄrztInnen gibt, die in Kliniken oder Praxen einen Schwangerschaftsabbruch anbieten. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Anzahl der MedizinerInnen, die Abbrüche vornehmen, nahezu halbiert. Vor allem in südlichen Bundesländern gilt die Versorgungssituation als angespannt. Ungewollt Schwangere können ortsnah keine Praxis oder Klinik finden. Es fehlt der ärztliche Nachwuchs.

Hinzukommt, dass Beratungsstellen immer wieder ins Visier von LebensschützerInnen geraten und in ihrer Arbeit vielerorts massiv behindert werden. Zu denken wäre hier an sog. Gehsteigbelästigungen. Das ist aus frauenrechtlicher Hinsicht vor allem deshalb problematisch, weil es sich um eine gesetzlich vorgesehene Pflichtberatung handelt.

Andererseits ist ein funktionierendes, ortsnahes Versorgungssystem ganz offensichtlich nötig, denn in Deutschland werden pro Jahr etwa 100.000 Schwangerschaften auf Wunsch der betroffenen Frauen abgebrochen. Entsprechend ist ein Bedarf sowohl an medizinischem Fachpersonal als auch an geeigneten BeraterInnen gegeben.

Das Gleichstellungsteam greift mit diesem Fachtag ein Thema auf, das gesellschaftlich nicht unumstritten ist. Ziel dieser Veranstaltung ist es aber nicht, die Strafbarkeit des Schwangerschaftsabbruchs zu diskutieren. Vielmehr werden wir den Blick auf die geltende Rechtslage und die aktuelle Versorgungssituation richten. Dabei geht es primär darum, festzustellen, zu welchen Maßnahmen der deutsche Staat rechtlich verpflichtet ist und inwieweit Frauen reproduktive Rechte tatsächlich für sich in Anspruch nehmen können. ExpertInnen werden bestehende Defizite benennen und erklären.

Ort:
Der Fachtag ist als hybride Veranstaltung an der Medizinischen Fakultät Mannheim (Hörsaal 11, Haus 1) geplant, d.h. eine Teilnahme ist vor Ort als auch online möglich. Allerdings werden wir vor Ort (coronabedingt) nur eine begrenzte Teilnehmerzahl begrüßen können.

Anmeldung:
anmeldung-fachtag2022reprore@remove-this.medma.uni-heidelberg.de
Wir bitten Sie, bei der Anmeldung Ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift, Email-Adresse) sowie Tätigkeit und  Institution anzugeben. Anmeldeschluss ist der 17. Oktober 2022.

Kontakt:
Gleichstellungsbüro der Medizinischen Fakultät Mannheim
gleichstellungsbuero@remove-this.medma.uni-heidelberg.de

Veranstalter:
Das Gleichstellungsteam der Medizinischen Fakultät Mannheim in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Mannheim
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
 



„breaking blades“

Ausstellung zum Thema FGM – weibliche Genitalverstümmelung

Vom 27. September bis 11. Oktober 2021 war die Ausstellung „breaking blades“ der Fotografin Antje M. Pohsegger in der Universitätsmedizin Mannheim zu Gast. Die Ausstellung war erstmals im süddeutschen Raum zu sehen und umrahmte einen Fachtag zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (engl. FGM = Female Genital Mutilation), der am 29. September an der UMM stattfand.

Die fotografisch-künstlerischen Arbeiten von Pohsegger thematisieren ein grausames Ritual, das 200 Millionen Frauen und Mädchen weltweit betrifft. Weibliche Genitalverstümmelung ist aber aufgrund der Zuwanderung auch hierzulande ein Thema. Laut TERRE DES FEMMES leben etwa 65.000 Frauen in Deutschland, die von FGM betroffen sind. Die Zahl der gefährdeten Mädchen wird auf etwa 15.500 geschätzt.

Die Fotografin hat die Erlebnisse von Betroffenen, die im deutschsprachigen Raum leben, medial aufbereitet und möchte mit ihren eindrucksvollen Arbeiten das Bewusstsein für diese schädigende Praktik schärfen. „Das Thema der Genitalverstümmelung bewegt mich seit über zehn Jahren und lässt mich seitdem nicht los“, so die engagierte Fotografin.

Das folgende Video vermittelt einen guten Eindruck von dem ambitionierten Projekt der Künstlerin.

Fortbildung und Weiterbildung

Programme zur Förderung Ihrer wissenschaftlichen  Karriere an der Medizinischen Fakultät Mannheim

Die Universität Heidelberg hat am 12. Juni 2018 die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet und ist deren "Best Practice Club" beigetreten. Die Vereinbarung setzt hohe Maßstäbe zur Familienorientierung. Mit der Unterzeichnung bringen die Hochschulleitungen ihr besonderes Engagement in diesem Bereich zum Ausdruck. Neben dem Audit-Zertifikat "familieundberuf" ist dies ein weiterer Meilenstein in der Verantwortung und dem Engagement für die Familienorientierung an der Universität.

Das Projekt gender2020 brachte 2017 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wissenschaftspolitik zusammen, um Empfehlungen für die Gestaltung von Gleichstellung in der Wissenschaft zu entwickeln. Zur Website des Projekts

Studieren mit Kind

Kein Gegensatz: Studium und Kind

Die Vereinbarkeit von Studium und Familie/Kind stellt vor besondere Herausforderungen. Das Gleichstellungsteam und das Studiendekanat bieten in Kooperation Information und Begleitung für (werdende) Mütter und Väter. Im individuellen Gespräch und alljährlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung stehen Ihnen die Fachberaterinnen gerne unterstützend zur Seite.
Einzelberatung zu sozialrechtlichen und psychosozialen Fragestellungen sowie zu Kinderbetreuung und Babysitter-Service einfach per Mail bei der Gleichstellungsreferentin anfragen.

Fragen zum Studium mit Familie beantworten die Mitarbeiterinnen des Studiendekanats. Bitte beachten Sie die Novellierung des Mutterschutzgesetzes , das seit 2018 u.a. auch für Studentinnen gilt!

Die Aufteilung der wöchentlichen Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten in Präsenzzeit und Telearbeit wurde in der überarbeiteten Dienstvereinbarung zur Telearbeit ausgewogener gestaltet. mehr...

Zunehmend mehr Beschäftigte begleiten, betreuen und pflegen Angehörige. Das Gleichstellungsbüro bietet Veranstaltungen und Informationen zum Thema. mehr...

Die Medizinische Fakultät Mannheim hat im Tridomus-Gebäude einen Ruheraum für Schwangere eröffnet. Er ist mit einer Liege und Sitzgelegenheiten ausgestattet. mehr

Aufgaben

  • Beratung und Unterstützung bei Fragen im Zusammenhang mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Elternschaft, Kinderbetreuung und Angehörigenpflege.
  • Betreuung der fakultätseigenen Kindertageseinrichtung  MEDI-KIDS für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kindern von Studierenden.
  • MEDI-KIDS Babysitter Service
  • MEDI-KIDS Kongressbetreuung (wir erteilen gerne Auskunft)
  • Ferienbetreuung Delta-Kids für Kindern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Unterstützung von Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei der Gleichstellungsreferentin Frau A. Scheib Berten.
  • Beratung und Unterstützung von Frauen im wissenschaftlichen Bereich in allen Phasen ihres wissenschaftlichen Werdegangs vom Studium bis zur Professur
  • Vermittlung an den Dual Career Service der Universität Heidelberg
  • Beratung und Information zur Vereinbarkeit von Studium und Familie
  • Information und Beratung im Falle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
  • Angebot von Praktikumsplätzen aus den Fachrichtungen Soziale Arbeit und Sozialpädagogik
  • Angebot von Unterstützung zur Erstellung von Diplomarbeiten (gerne Zweitkorrektur) zu genderrelevanten Themen für Studierende der Fachrichtung Soziale Arbeit/Sozialpädagogik
  • Gremienarbeit und Vernetzung im regionalen und landesweiten Rahmen
  • Innen- und Außendarstellung der Gleichstellungsarbeit

Still- und Wickelpunkte

Kinderzentrum, Haus 30, Ebene 1, Raum 05
Pädiatrischer Stützpunkt
(Schlüssel beim Aufnahmeteam)

Kinderzentrum Haus 31, Ebene 1, Raum 17
Kinderchirurgischer Stützpunkt

Haus 42, Behindertentoilette
Neben Bibliothek

Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro Heidelberg

Wir kooperieren mit den Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros der Universität Heidelberg. Die Möglichkeit, das vorhandene Know How und die gesammelten Erfahrungen in unsere neue Gleichstellungsarbeit zum Nutzen der MitarbeiterInnen und StudentInnen der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg einbringen zu können, erweitert die Bandbreite der Angebote um ein Vielfaches.

Informationen und Beratung über die gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen erfolgt derzeit über das Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg. Durch das Olympia-Morata-Programm und fachspezifische Gleichstellungsmaßnahmen können die Voraussetzungen für die berufliche Karriere und eine nachhaltige Lebensplanung mit Familie und Kindern verbessert werden.

Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg

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