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Gleichstellung

Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg bekennt sich zu Diversität und Gleichstellung ihrer Mitglieder und tritt aktiv dafür ein, Männern und Frauen Chancengleichheit zu bieten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen.

Aktuelles

„breaking blades“

Ausstellung zum Thema FGM – weibliche Genitalverstümmelung.

Die Ausstellung „breaking blades“ der Fotografin Antje M. Pohsegger ist vom 27. September bis zum 11. Oktober in der UMM zu Gast. Mitarbeiter und Patienten sowie Besucher von Patienten haben die Möglichkeit, die Ausstellung im Haus 12, Eingangsbereich, zu sehen.

Die fotografisch-künstlerischen Arbeiten von Pohsegger thematisieren ein grausames Ritual, das 200 Millionen Frauen und Mädchen weltweit betrifft. Weibliche Genitalverstümmelung (engl. FGM = Female Genital Mutilation) ist aber, aufgrund der Zuwanderung, auch hierzulande ein Thema. Lt. TERRE DES FEMMES leben etwa 65.000 Frauen in Deutschland, die von FGM betroffen sind. Die Zahl der gefährdeten Mädchen wird auf etwa 15.500 geschätzt.

Die Fotografin hat die Erlebnisse von Betroffenen, die im deutschsprachigen Raum leben, medial aufbereitet und möchte mit ihren eindrucksvollen Arbeiten das Bewusstsein für diese schädigende Praktik schärfen. „Das Thema der Genitalverstümmelung bewegt mich seit über zehn Jahren und lässt mich seitdem nicht los.“, so die engagierte Fotografin.

Die Ausstellung wird erstmals im süddeutschen Raum zu sehen sein und umrahmt einen Fachtag zum Thema FGM, der am 29. September an der UMM stattfindet. Leider kann die Ausstellung aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht vollumfänglich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es wird allerdings einen virtuellen Rundgang geben.

Fachtag zu FGM am 29.9.2021 an der UMM

Weibliche Genitalverstümmelung - eine massiv schädigende traditionelle Praktik als medizinische und rechtliche Herausforderung

Weibliche Genitalverstümmelung (engl.: FGM = Female Genital Mutilation) ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Mädchen und Frauen, ganz oder teilweise, die vaginalen Geschlechtsteile entfernt oder verletzt werden.

Dies hat gravierende und meist lebenslange Folgen für die Betroffenen. Lt. WHO gibt es weltweit etwa 200 Millionen Frauen, die Opfer dieser schädigenden kulturellen Praktik wurden. Auch in Deutschland leben Tausende Mädchen und Frauen, die ꞌbeschnittenꞌ oder von FGM bedroht sind.

Diese Zahlen lassen einen großen Handlungsbedarf erkennen. Denn viele Betroffene leben hier mit ihren körperlichen und seelischen Beschwerden. Sie brauchen medizinische Behandlung und nicht selten psychologische Unterstützung. Medizinisches Fachpersonal ist daher zunehmend gefordert, adäquat zu helfen.

Das Gleichstellungsteam der Medizinischen Fakultät Mannheim in Kooperation mit "terre des femmes" (Städtegruppe Heidelberg/Mannheim) und der Universitätsfrauenklinik Mannheim organisiert einen Fachtag zu dieser Thematik. Ziel ist es, relevantes Wissen zu vermitteln, u.a. zu den körperlichen und sozialen Folgen von FGM sowie zu den medizinisch(-operativ)en Behandlungsmöglichkeiten.

Auf dem Fachtag wird u.a. Rakieta Poyga auftreten, die selbst Betroffene ist und sich in Burkina Faso gegen FGM engagiert. PD Dr. Dan O`Dey wird zur anatomischen Rekonstruktion sprechen, und Dr. Anna-Lena Göttsche zu den rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland.

Der Fachtag richtet sich an ÄrztInnen, Medizinstudierende, Hebammen und andere Fachkräfte im medizinischen Bereich.

Hier geht es zum Programmflyer (pdf).

Anmeldung
anmeldung-fachtagfgm2021@remove-this.medma.uni-heidelberg.de
Wir bitten Sie, bei der Anmeldung Ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift, Email-Adresse) sowie Tätigkeit und  Institution anzugeben. Anmeldeschluss ist der 23.9.2021

Fortbildung und Weiterbildung

Die Universität und die UMM bieten ein breites Portfolio an Fort- und Weiterbildungen. Im Rahmen des Bildungszeitgesetzes besteht in Baden-Württemberg ein Anspruch darauf, sich an bis zu fünf Tagen pro Jahr freistellen zu lassen. Die Freistellung erfolgt unter Fortzahlung des Arbeitsentgeltes. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich zu qualifizieren!

Programme zur Förderung Ihrer wissenschaftlichen  Karriere an der Medizinischen Fakultät Mannheim

Die Universität Heidelberg hat am 12. Juni 2018 die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet und ist deren "Best Practice Club" beigetreten. Die Vereinbarung setzt hohe Maßstäbe zur Familienorientierung. Mit der Unterzeichnung bringen die Hochschulleitungen ihr besonderes Engagement in diesem Bereich zum Ausdruck. Neben dem Audit-Zertifikat "familieundberuf" ist dies ein weiterer Meilenstein in der Verantwortung und dem Engagement für die Familienorientierung an der Universität.

Das Projekt gender2020 brachte 2017 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Wissenschaftspolitik zusammen, um Empfehlungen für die Gestaltung von Gleichstellung in der Wissenschaft zu entwickeln. Zur Website des Projekts

Studieren mit Kind

Kein Gegensatz: Studium und Kind

Die Vereinbarkeit von Studium und Familie/Kind stellt vor besondere Herausforderungen. Das Gleichstellungsteam und das Studiendekanat bieten in Kooperation Information und Begleitung für (werdende) Mütter und Väter. Im individuellen Gespräch und alljährlich im Rahmen einer Informationsveranstaltung stehen Ihnen die Fachberaterinnen gerne unterstützend zur Seite.
Einzelberatung zu sozialrechtlichen und psychosozialen Fragestellungen sowie zu Kinderbetreuung und Babysitter-Service einfach per Mail bei der Gleichstellungsreferentin anfragen.

Fragen zum Studium mit Familie beantworten die Mitarbeiterinnen des Studiendekanats. Bitte beachten Sie die Novellierung des Mutterschutzgesetzes , das seit 2018 u.a. auch für Studentinnen gilt!

Informationen zur Selbstverteidigung für Frauen und sonstigen Angeboten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements gibt es im UMM-Intranet.

Die Aufteilung der wöchentlichen Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten in Präsenzzeit und Telearbeit wurde in der überarbeiteten Dienstvereinbarung zur Telearbeit ausgewogener gestaltet. mehr...

Zunehmend mehr Beschäftigte begleiten, betreuen und pflegen Angehörige. Das Gleichstellungsbüro bietet Veranstaltungen und Informationen zum Thema. mehr...

Die Medizinische Fakultät Mannheim hat im Tridomus-Gebäude einen Ruheraum für Schwangere eröffnet. Er ist mit einer Liege und Sitzgelegenheiten ausgestattet. mehr

Aufgaben

  • Beratung und Unterstützung bei Fragen im Zusammenhang mit Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Elternschaft, Kinderbetreuung und Angehörigenpflege.
  • Betreuung der fakultätseigenen Kindertageseinrichtung  MEDI-KIDS für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kindern von Studierenden.
  • MEDI-KIDS Babysitter Service
  • MEDI-KIDS Kongressbetreuung (wir erteilen gerne Auskunft)
  • Ferienbetreuung Delta-Kids für Kindern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Unterstützung von Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei der Gleichstellungsreferentin Frau A. Scheib Berten.
  • Beratung und Unterstützung von Frauen im wissenschaftlichen Bereich in allen Phasen ihres wissenschaftlichen Werdegangs vom Studium bis zur Professur
  • Vermittlung an den Dual Career Service der Universität Heidelberg
  • Beratung und Information zur Vereinbarkeit von Studium und Familie
  • Information und Beratung im Falle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
  • Angebot von Praktikumsplätzen aus den Fachrichtungen Soziale Arbeit und Sozialpädagogik
  • Angebot von Unterstützung zur Erstellung von Diplomarbeiten (gerne Zweitkorrektur) zu genderrelevanten Themen für Studierende der Fachrichtung Soziale Arbeit/Sozialpädagogik
  • Gremienarbeit und Vernetzung im regionalen und landesweiten Rahmen
  • Innen- und Außendarstellung der Gleichstellungsarbeit

Still- und Wickelpunkte

Kinderzentrum, Haus 30, Ebene 1, Raum 05
Pädiatrischer Stützpunkt
(Schlüssel beim Aufnahmeteam)

Kinderzentrum Haus 31, Ebene 1, Raum 17
Kinderchirurgischer Stützpunkt

Haus 42, Behindertentoilette
Neben Bibliothek

Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro Heidelberg

Wir kooperieren mit den Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros der Universität Heidelberg. Die Möglichkeit, das vorhandene Know How und die gesammelten Erfahrungen in unsere neue Gleichstellungsarbeit zum Nutzen der MitarbeiterInnen und StudentInnen der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg einbringen zu können, erweitert die Bandbreite der Angebote um ein Vielfaches.

Informationen und Beratung über die gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen erfolgt derzeit über das Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg. Durch das Olympia-Morata-Programm und fachspezifische Gleichstellungsmaßnahmen können die Voraussetzungen für die berufliche Karriere und eine nachhaltige Lebensplanung mit Familie und Kindern verbessert werden.

Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg

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