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Jugend und Gesundheit

Die Jugendlichen von heute sind die Erwerbstätigen von morgen. Jedoch stellen gerade gesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel diese Altersgruppe vor zahlreiche Herausforderungen. Dazu zählt etwa die Ausübung einer Erwerbstätigkeit bis ins hohe Alter. Unter anderem deswegen erscheint es umso wichtiger, Jugendliche gesund zu erhalten und bei einer gesunden Lebensführung zu unterstützen, damit sie gut gerüstet in das Berufsleben starten können. Dieses Ziel verfolgt das Programm "Jugend & Gesundheit".

Das Jugendalter umfasst den Altersbereich zwischen 10 und 25 Jahren und stellt eine wichtige Phase im Hinblick auf die körperliche, psychische und soziale Entwicklung dar. Weiterhin zeichnet sich das Jugendalter durch die beginnende Ablösung vom Elternhaus als eine Zeit der zunehmenden Selbstständigkeit und der persönlichen Identitätsfindung aus. In dieser Phase werden zahlreiche Gesundheitsverhaltensweisen wie der Konsum von Alkohol oder Tabak erstmals ausprobiert. Zudem mehren sich Hinweise, dass Gesundheitsverhaltensweisen wie etwa das Ausmaß der körperlichen Aktivität in dieser Lebensphase geprägt und dauerhaft etabliert werden. Neben der generellen Untersuchung des Konsums von Alkohol, Tabak und E-Zigaretten, einer gesunden Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität stehen daher sogenannte Übergänge im Lebenslauf im Zentrum des Forschungsinteresses des Programms „Jugend & Gesundheit“. Aktuell wird u.a. der Übergang von der Schule auf die Hochschule und deren Auswirkung auf die Gesundheit, das Ernährungsverhalten und die körperliche Aktivität im Rahmen der Nutrition and Physical Activity Study (NuPhA-Study) untersucht.

Im Rahmen seiner Forschungsprojekte verfolgt das Programm „Jugend & Gesundheit“ insbesondere die Kombination von qualitativen und quantitativen Datenerhebungs- und Analysemethoden. Durch diesen sogenannten Mixed Methods-Ansatz eröffnen sich neue Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung. Zudem ermöglicht der Methodenmix eine wechselseitige Abdeckung von Schwachpunkten der individuellen Forschungsmethoden verglichen mit der isolierten Anwendung einer einzelnen Methode. Gerade in der Altersgruppe der Jugendlichen und für die Erforschung deren Gesundheitsverhaltensweisen stellt der Mixed Methods-Ansatz eine vielversprechende Methodik dar.

Publikationen

Diehl K, Fuchs K, Rathmann K, Hilger-Kolb J (2018) Students’ Motivation for Sport Activity and Participation in University Sports: A Mixed-Methods Study. BioMed Research International 2018 (-), 9524861.

Diehl K, Jansen C, Ishchanova K, Hilger-Kolb J (2018) Loneliness at Universities: Determinants of Emotional and Social Loneliness among Students. International Journal of Environmental Research and Public Health 15 (-), 1865.

Hilger-Kolb J, Diehl K, Herr R, Loerbroks A (2018) Effort-reward imbalance among students at German universities: associations with self-rated health and mental health. International Archives of Occupational and Environmental Health DOI 10.1007/s00420-018-1342-3.

Hilger J, Loerbroks A, Diehl K (2017) Eating behaviour of university students in Germany: Dietary intake, barriers to healthy eating and changes in eating behavior since the time of matriculation. Appetite 109 (1), 100-107.

Diehl K, Hoebel J, Sonntag D, Hilger J (2017) Subjective social status and its relationship to health and health behavior: comparing two different scales in university students. International Journal of Adolescent Medicine and Health doi: 10.1515/ijamh-2017-0079.

Diehl K, Hilger J (2016) Physical activity and the transition from school to university: A cross-sectional survey among university students from Germany. Science & Sports 31(4), 223-226