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Grundlagen Präventivmedizin

Die Medizin muss präventiver werden. Akute Erkrankungen wie etwa Knochenbrüche oder eine Blinddarmentzündung wird es weiterhin geben. Die Fachdisziplinen verfügen hier über immer bessere, evidenzbasierte Methoden. Die große Herausforderung etwa für Allgemeinmedizin, Public Health, Sozial- und Präventivmedizin, Gesundheitsökonomie und weitere Fachgebiete ist: Wie können diese Erkenntnisse so in den Alltag von Versorgung und in gesundheitsnahe gesellschaftliche Systeme integriert werden, dass möglichst viel Gesundheit für alle Schichten der Bevölkerung entsteht.

Wie gelingt es angesichts großer und alle Menschen betreffenden Herausforderungen wie etwa neue Pandemien oder Klimawandel durch Prävention, Gesundheitsförderung, Frühintervention und auf viele Schultern verteiltes Handeln den Menschen durch Gesundheit möglichst lange gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen? Das beginnt bei Frühen Hilfen in den ersten Lebensjahren, erstreckt sich über optimierte Früherkennung und Früh-Intervention bei den häufigsten Gründen für krankheitsbedingte Frühverrentung im Erwachsenenalter wie psychischen Beeinträchtigungen und Schmerzen in Rücken und Gliedmaßen bis hin zur Behandlungsführung bei älteren Menschen mit mehrfachen chronischen Erkrankungen.

Wie werden die Gesundheitssysteme der Zukunft gestaltet, so dass sie besser als heute zur Verringerung der Ungleichheit der Gesundheitschancen beitragen? Wie sichert man eine primärärztliche Versorgung im ländlichen Raum? Wie lassen sich Gesundheitssystem und andere Ressourcen von Kommunen oder Regionen miteinander besser verknüpfen? Welche Maßnahmen versprechen gemessen am Aufwand den größten Nutzen? Wie implementiert man komplexe Intervention, die über reine Verordnung eines alternativen Medikaments hinausgehen?


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Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
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