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Klinische Kooperationseinheit Digital Data Spaces in Inflammatory Diseases

Das optimale Management chronisch-entzündlicher Erkrankungen, die das Leben Betroffener stark belasten, wie die Psoriasis (Pso) und Psoriasis-Arthritis (PsA), ist von enormer Bedeutung, um schwerwiegende physische und psychische Schäden zu vermeiden. Es stellt eine der größten Herausforderungen der modernen Entzündungsmedizin für die nächsten Jahre dar.

Digitale Applikationen, wie Monitoring-Apps, können hierbei einen wichtigen Beitrag leisten, indem krankheitstypische Schübe anhand einer konsistenten Erfassung von subjektiven und objektiven Krankheitsparametern, die sich stetig aktualisieren, frühzeitig erkannt werden. Das rechtzeitige Erkennen einer Krankheitsaktivität ermöglicht eine frühzeitige Therapieanpassung und vermeidet Schäden.

Die Klinische Kooperationseinheit (KKE) Digital Data Spaces in Inflammatory Diseases ist ein Gemeinschaftsprojekt der Klinik für Dermatologie und der V. Medizinischen Klink. Die KKE nutzt insbesondere die innovativen Chancen digitaler Applikationen, um die Versorgung zu verbessern, indem sie diese in die klinische Praxis umsetzt.

Daten einer Interventionsstudie an den beiden beteiligten Kliniken konnten bereits zeigen, dass eine hier entwickelte Monitoring-App zu einer signifikanten Besserung der psychischen Gesundheit führt und einen Zusatznutzen bezüglich des Monitorings erbringt, inklusive der Möglichkeit virtueller kontaktloser Visiten. Diese App wird nun technisch weiterentwickelt. Ziel ist es, longitudinale Analysen von Gesundheitsdaten durchführen zu können, die eine optimierte Verlaufskontrolle und Prävention von Krankheitsschüben erlauben. Zudem sollen virtuelle Visiten mit einem visuell-taktilen Interface ermöglicht werden.

Die App soll es Ärzten ermöglichen, auch in der Pandemie Patienten mit Pso/PsA kontaktlos zu behandeln und milde von schweren Krankheitsverläufen zu differenzieren. Zudem soll ein KI-basiertes Früherkennungssystem schwere Schübe beim Patienten vorhersagen und im Sinne einer tertiären Prävention verhindern. Somit soll der Zugang schwer-betroffener Pso/PsA Patienten zur Hochschulmedizin der UMM verbessert, Kapazitäten der Hochschulambulanzen optimiert eingesetzt und eine bessere Patientensteuerung gewährleistet werden.

Beteiligte Einrichtungen

Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie (Prof. Dr. Sergij Goerdt)

V. Medizinische Klinik (Prof. Dr. Bernhard Krämer)

Kontextspalte

Stellvertretender Leiter

Dr. Victor Olsavszky

Oberarzt
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

Phone: +49 (0)621/383-2280 
victor.olsavszky@umm.de

Stellvertretender Leiter

Dr. med. Jan Leipe

Sektionsleiter Rheumatologie, Oberarzt,
V. Medizinische Klinik

Telefon +49 (0)621/383-6683
jan.leipe@remove-this.umm.de