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Präventive Diagnostik & Digitale Früherkennung

Die letzten beiden Jahrzehnte brachten einen rasanten Fortschritt in der Digitalisierung, vor allem aber im Wissen um Zusammenhänge zwischen Genom, Regulation und von der Regulation abhängigen biologischen Prozessen. Gleichzeitig sind die Verfahren, komplexe biologische Prozesse messen zu können, bis hin zur Analyse von Genen und ihrer Steuerung immer preiswerter geworden. Für den Konsumenten erhältliche Uhren enthalten heute Mikrocomputer von höherer Leistungsfähigkeit als noch starke Schreibtischcomputer vor zwei Jahrzehnten. Dies alles macht es möglich, die Gesundheit und vor allem gesundheitliche Risiken und Bedrohungen viel maßgeschneiderter und viel individualisierter und frühzeitiger zu erkennen. Heute ist keine Utopie mehr, sondern in aktueller klinischer Prüfung, etwa mittels Analyse von DNA-Fragmenten aus wenigen Tropfen Blut frühzeitig streuende Tumorerkrankungen zu diagnostizieren. Auch für die großen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall oder Einschränkungen der Leberfunktion hat gerade die maßgeschneiderte Früherkennung große Fortschritte gemacht.

Diese Fortschritte sind gepaart mit vielfältigen besseren Einsichten in die frühesten Abweichungen auf dem Weg von Gesundheit zu beginnender Erkrankung. Gerade hier spielt etwa die Innenauskleidung der Blutgefäße eine besondere Rolle, das Endothel. Das Endothel ist weit mehr als einfach eine Tapete der Arterien und Venen, es ist eines der vielfältigsten und wichtigsten Organsysteme im Körper, vergleichbar dem Gehirn oder Immunsystem in seiner Bedeutung für die Gesundheit und das Leben.

Die Arbeitsgruppen und Professuren im Präventive Diagnostik & Digitale Früherkennung bearbeiten die Herausforderung, diese neuen Erkenntnisse in sinnvolle und maßgeschneiderte Maßnahmen für Gesundheitsförderung, Prävention und Behandlung früher wie auch fortgeschrittener Stadien häufiger chronischer Erkrankungen zu überführen – unter Nutzung auch all der Möglichkeiten innovativer Diagnostik, Bildgebung und Digitalisierung.

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