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Internationale Open Access Week 2013

21. Oktober 2013

Zum mittlerweile sechsten Mal findet die International Open Access Week statt. Ziel dieser Aktion ist, Open Access (OA) als Thema weltweit aufzugreifen, um für den freien Zugang zu Wissen und Information aus öffentlich geförderter Forschung zu werben und vor Ort über Ziele und Möglichkeiten von Open Access zu informieren.

Dies nehmen wir zum Anlass und informierenin den kommenden Tagen über die Situation von Open Access in der Medizin im Allgemeinen und an der Universität Heidelberg konkret.

OA allgemein

Open Access meint den kostenlosen und freien Zugang zu wissenschaftlicher Information. “Ein wesentlicher Aspekt ist die Maximierung der Verbreitung wissenschaftlicher Information, wie in der Berliner Erklärung gefordert.” (oa-net) Dies geschieht entweder über zugriffsoffene Open-Access-Zeitschriften oder über eine Parallelveröffentlichung eines Textes in einem Online-Archiv (Repositorium). Die Vorraussetzung ist, dass der Autor rechtlich befugt ist, seine Texte beispielsweise in einer Zeitschrift auch auf einem Universitätsserver nachzuveröffentlichen (oder sogar vorzuveröffentlichen). Bisher schließen Verlagsverträge dies häufig aus. Das Publikations- und Verbreitungsrecht liegt dann ausschließlich beim Verlag.

Bis in die frühen 1990er Jahre kann die Idee des Open Access  zurückverfolgt werden, die einerseits ein Ergebnis der technischen Entwicklung ist, die die leichte Verbreitung elektronischer Inhalte ermöglicht. Andererseits verteuerten Preissteigerungen den Bezug wissenschaftlicher Zeitschriften derart, dass Bibliotheken viele Titel aus dem Bestand nehmen mussten. Open Access als Idee entstand als Alternative, mit der die Wissenschaft die für sie notwendige Informationsversorgung ein Stück weit von den Verlagen unabhängiger selbst organisiert. Mittlerweile sind Open-Access-Aktivitäten im Wissenschaftsbetrieb fest etabliert. Die DFG verankerte, wie im letzten Jahr berichtet, 2006 die Förderung von Open Access in ihren Richtlinien.

Neben der Sichtbarkeit und einem schnellen Zugriff auf relevante wissenschaftliche Informationen und deren vereinfachte Nutzung für die Forschung sprechen weitere Gründe für Open Access. So werden die Stärken in der Förderung des internationalen Fachaustausches sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit betont.

Bei einem Großteil der Open-Access-Zeitschriften werden die Qualitätsstandards beispielsweise des Peer Reviews in gleichem Niveau eingehalten, wie man es von traditionellen Wissenschaftspublikationen kennt. „Zusätzlich erlaubt der freie Zugang auf elektronische Publikationen die Entwicklung neuer Qualitätskriterien.“ (oa-net)

Durch die Digitalisierung und die Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge befindet sich das wissenschaftliche Publikationswesen in permanenter Bewegung. Open Access beschleunigt dies erheblich. Nach welchen Modellen Wissenschaftler in fünf Jahren publizieren, ist heute schwer abzusehen. Vermutlich wird es ein Nebeneinander verschiedener Verfahren geben. Auch für Open Access gilt mittlerweile: Es gibt nicht das eine Modell, sondern verschiedene – von der auf Publikationsgebühren basierende Zeitschriftenpublikation über die Zweitveröffentlichung auf Hochschulservern bis hin zu offenen Dokumenten, die nicht nur gelesen, sondern gleich weitergeschrieben werden können. Eine aktuelle Entwicklung ist die Frage nach dem freien Zugang zu Forschungsdaten, die nicht zuletzt aus datenschutzrechtlicher Sicht eine neue Komplexität aufwirft. All dies folgt dem Ideal einer transparenteren Wissenschaftskultur: einer Open Science.

Weiterführende Informationen:

1 Kommentar

  1. [...] berichtet, befinden wir uns inmitten der International Open Access Week. Daher folgend eine Auswahl von Open [...]

    Pingback by Newsblog » Open Access in Medizin und Psychologie — 24. Oktober 2013 @ 15:26

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